เข้าสู่ระบบKelvins Perspektive
Zareks Klopfen kam, bevor ich atmen konnte.
Jasper und ich erstarrten beide vollkommen. Ich sah auf die Tür. Er sah mich an. Keiner von uns bewegte sich für volle drei Sekunden.
Dann griff Jasper nach seinem Hemd vom Boden mit der unbeeindrucktesten Energie, die ich je in meinem Leben gesehen hatte, und zog es über den Kopf, als hätten wir Zeit dafür. Als stünde sein Bruder nicht auf der anderen Seite einer Tür, für die ich absolut keinen Plan hatte.
„Tu das nicht“, flüsterte ich.
„Tu was nicht?“ Er glättete sein Hemd beiläufig.
„Tu nicht so, als wäre das lustig.“
„Ich tue nicht so“, flüsterte er zurück. „Es ist tatsächlich lustig.“
„Jasper — “
„Kelvin.“ Er sagte meinen Namen, als hätte er ihn jahrelang gekannt, leicht und vertraut, und das machte irgendwie alles schlimmer. „Atme.“
Das Klopfen kam erneut. Härter.
„Dickson.“ Zareks Stimme kam durch die Tür. „Öffne die Tür.“
Meine Beine bewegten sich auf Autopilot. Ich überquerte den Raum, griff den Griff und öffnete die Tür.
Zarek stand im Flur in einem dunklen Hemd, Kiefer angespannt, Augen bereits über mich gleitend – prüfte etwas, obwohl ich nicht wusste was – und dann bewegte sich sein Blick an meiner Schulter vorbei und blieb stehen.
Die Stille dauerte genau zwei Sekunden.
Dann geschah etwas mit seinem Gesicht, das ich noch nie gesehen hatte. Keine Wut. Kein Schock. Etwas Kälteres als beides.
„Jasper“, sagte er leise.
Jasper lehnte sich an meinen Bettpfosten mit verschränkten Armen, als wäre er den ganzen Abend dort gewesen und hätte absolut nichts Falsches getan. „Bruder.“
„Lustig“, sagte Jasper, „du kommst gerade rechtzeitig.“
„Was machst du auf diesem Stock?“
„Besuchen.“
„Dieser Stock ist gesperrt.“
„Und doch bin ich hier.“ Jasper neigte den Kopf. „Lustig, wie Türen aufgehen, wenn man die richtigen Leute kennt.“
Zareks Augen schnitten zu mir. Ein Blick – schnell und scharf – und ich spürte ihn wie eine Hand um meine Kehle. Er las das Zimmer. Las mich. Las das Bett, die Lampe, die allgemeine Atmosphäre eines Raums, den zwei Menschen kürzlich auf eine Weise besetzt hatten, die sich nicht durch beiläufige Unterhaltung erklären ließ.
Sein Kiefer arbeitete einmal.
„Raus“, sagte er zu Jasper. Leise. Die Art von Leise, die wirklich beängstigender war als Schreien.
Jasper stieß sich vom Bettpfosten ab und ging ohne Widerspruch zur Tür – was mich überraschte – aber als er an Zarek vorbeiging, blieb er stehen. Die beiden Brüder standen Schulter an Schulter in der Tür, und etwas ging zwischen ihnen hin und her, das ich nicht benennen konnte. Alt und schwer und beladen mit Geschichte, an der ich keinen Teil hatte.
Dann sah Jasper über die Schulter zurück zu mir.
„Wir sehen uns, Kelvin“, sagte er.
Und er war weg.
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Die Dielen waren noch warm von der Stelle, an der Jasper gestanden hatte, als Zarek in der Tür erschien. Mein Körper summte immer noch von dem Knoten seines Bruders. Die Luft roch nach Sex und Verrat und meinem eigenen Slick, und ich konnte nicht einmal die Kraft finden, mich zuzudecken, bevor Zareks Augen über mich glitten.
Ich stand in der Mitte des Zimmers und versuchte, auszusehen wie jemand, der nicht gerade den schlimmsten Fehler seines Lebens gemacht hatte.
Er sah mich lange an, ohne zu sprechen. Dann sprach er endlich.
„Kelvin.“ Seine Stimme war tief, gefährlich. Keine Frage.
Ich zuckte zusammen. „Alpha, ich…“
Ich hielt seinen Blick. „Die Lichter gingen aus. Jemand klopfte. Ich dachte — .“
„Tu das nicht.“ Er trat ein und schloss die Tür mit einem leisen Klicken, das lauter wirkte als ein Zuschlagen. „Jasper ist gerade an mir vorbeigegangen. Selbstzufriedener Bastard hatte nicht einmal den Anstand, schuldig auszusehen.“
„Er ist markiert“, sagte ich leise. „Jasper. Er hat dieselbe Marke.“
Zarek wurde sehr still.
„An seinem Handgelenk“, fuhr ich fort. „Dieselbe Spirale. Dieselbe Stelle.“
Nichts in seinem Gesicht bewegte sich. Aber etwas hinter seinen Augen tat es.
„Das ist nicht möglich“, sagte er.
„Ich habe es gesehen.“
„Ein Omega kann nicht zwei Alphas markieren. So funktioniert das Band nicht.“
„Ich sage dir, was ich gesehen habe.“
Meine Kehle zog sich zusammen. Jasper war vor nicht einmal zehn Minuten in mir gewesen, hatte mich mit dieser faulen, selbstgerechten Sicherheit verknotet, und als er fertig war, hatte er einfach herausgezogen, sich an meinem Oberschenkel abgewischt und war hinausgegangen. Ich war zu betäubt gewesen, um mich zu bewegen, zu zerstört, um zu verarbeiten, was ich getan hatte.
„Er ist über mich hergefallen“, flüsterte ich und hasste, wie erbärmlich ich klang. „Ich wollte nicht, dass es so kommt, Alpha Zarek. Ich schwöre.“
„Ich wusste nicht einmal, dass du einen Zwillingsbruder hast. Er wurde nie erwähnt, seit ich in diesem Haushalt bin.“
Zareks Kiefer spannte sich an. Der Kontrast zwischen seiner kontrollierten Wut und meinem nackten, verdorbenen Zustand. „Du bist ein Omega in meinem Haushalt. Und du hast dich von meinem Bruder markieren lassen?“
Ich schaute hinunter und sah es dann, den frischen Biss an meiner Schulter, den ich durch den Dunst nicht einmal bemerkt hatte. Jasper hatte mich markiert. Der Bastard hatte mich tatsächlich markiert. Und jetzt konnte Zarek es an mir riechen, konnte den Anspruch seines Bruders spüren, der sich mit meinem natürlichen Duft vermischte.
„Ich habe das nicht gewollt“, sagte ich, und es kam gebrochen heraus.
Zarek überquerte den Raum in drei Schritten. Seine Hand packte meinen Kiefer und kippte mein Gesicht hoch, um seinen Augen zu begegnen.
„Sie wechseln.“ Er sah es, bevor ich es tat. Das Gold kroch herein, still und langsam, und formte mich vor seinen Augen neu. Das Band zwischen einem Alpha und einem Omega. Es ist territorial, primitiv und völlig unkontrollierbar.
„Da du mit meinem Bruder geschlafen hast“, sagte Zarek, seine Stimme sank zu einem Knurren, das durch meine Knochen vibrierte, „habe ich keine andere Wahl, als dich als Strafe zu behandeln.“
Meine Augen weiteten sich. „Was bedeutet das?“
Er antwortete nicht mit Worten. Seine freie Hand ging zu seinem Gürtel und öffnete ihn mit geübter Effizienz.
„Auf Hände und Knie“, befahl er. „Jetzt.“
Mein ganzer Körper steifte sich an. „Alpha Zarek, bitte… ich schwöre, ich wollte nie, dass es so kommt. Ich weiß, dass ich Mist gebaut habe, aber—“
„Bist du taub, oder soll ich mich wiederholen?“
Ich gehorchte, bevor mein Gehirn aufholte. Muskelgedächtnis aus einem Leben als Omega, als Haushilfe, die ihren Platz kennt. Ich drehte mich um, präsentierte mich ihm, und die Scham brannte heiß in meiner Brust, weil ich spüren konnte, wie slick ich war, wie bereit mein Loch von der kürzlichen Benutzung seines Bruders war.
Zarek machte einen Laut tief in der Kehle. „Sieh dich an. Immer noch tropfend von seinem Schwanz und schon präsentierst du dich für mich.“
„Es tut mir leid“, keuchte ich, aber ich wusste nicht mehr, wofür ich mich entschuldigte.
Alles, was ich wusste, war, dass ich in einer Nacht von zwei Alpha-Brüdern gefickt werden würde – dasselbe Bett, fünfzehn Minuten auseinander.
KelvinVier lange Tage lang hörte die Zeit auf, irgendeine Bedeutung zu haben, in dem tiefsten Kerker des Rates.Es gab keine Fenster. Keine frische Luft. Keine Möglichkeit zu sagen, ob es Tag oder Nacht war. Nur die Kälte, die niemals wich, und die schwere, erstickende Dunkelheit. Die Luft stank nach Schimmel, altem Blut und Abwasser. Mein Magen brannte mit einem scharfen, leeren Schmerz, aber ich weigerte mich, zuzulassen, dass der Schmerz mich brach.Jeden Nachmittag glitt die eiserne Luke an der Zellentür auf. Ein Wächter warf ein Tablett in die Ecke und wartete.Es war kein echtes Essen. Es war grauer, lauwarmer Brei, gemischt mit splitternden Knochen, Fett und Sand – Fraß, der für streunende Hunde bestimmt war. Die Wächter lachten immer, wenn sie die Tabletts über den Boden schoben, in der Hoffnung, dass ich hinüberkriechen und wie ein Tier fressen würde.Ich habe sie nie angerührt.Die Metallteller stapelten sich in der Ecke, unberührt und beginnend, in der feuchten Luft zu rott
ZarekDrei qualvolle Tage lang versuchten wir, nach ihren Regeln zu spielen.Drei Tage voller Hinterzimmer-Treffen, verzweifelter Rechtsmittel und formeller Petitionen an jeden einzelnen Ältesten des Mondrates. Jasper und ich versuchten zu verhandeln. Wir versuchten, mit ihnen zu reden, und nutzten jeden politischen Hebel, den wir hatten, um auf offiziellem Wege zu beweisen, dass Kelvins Verhaftung unter dem Erlass des Hohen Inquisitors völlig rechtswidrig war.Alles war Zeitverschwendung.Der Rat mauert uns bei jedem Schritt ab. Sie sperrten alle Besuchsrechte und ließen weder Jasper noch mich irgendwo in die Nähe der unterirdischen Zellen. Sie behaupteten, Kelvin würde in „Höchstsicherheits-Quarantäne“ gehalten, und blockierten jeden Versuch, nach ihm zu sehen. Wir hatten keine Ahnung, in welchem Zustand er war, ob er verletzt war oder wie lange er noch in der Dunkelheit ohne uns überleben konnte.Jede Stunde, die wir warteten, fühlte sich an wie Gift, das durch meine Adern brannte.
KelvinDie Fahrt im dunklen gepanzerten Van fühlte sich endlos an. Die schweren Stahlwände blockierten jedes Geräusch und ließen mich allein mit dem beißenden Schmerz der stacheligen Eisenketten, die fest um meine Handgelenke und meinen Hals geschlossen waren.Jedes Mal, wenn der Van über eine holprige Stelle der Straße rüttelte, grub sich das scharfe Metall tiefer in meine Haut, aber ich machte keinen Laut. Ich hielt meinen Atem ruhig und sparte jede Unze meiner Kraft.Nach dem, was sich wie Stunden anfühlte, kam der Van schließlich mit einem lauten Quietschen der Bremsen zum Stehen.Die Hintertüren schwangen auf und fluteten den dunklen Raum mit hartem, grellendem Neonlicht. Bevor ich überhaupt richtig aufstehen konnte, griffen raue Hände nach dem Rücken meiner Jacke. Starke Wachen rissen mich aus dem Van und schleiften meine Füße halb über kalten, nassen Beton.„Beweg dich, Freak!“ knurrte einer der Wachen und stieß mich hart.Sie führten mich eine lange, gewundene Steintreppe tief
KelvinMorgenlicht strömte durch die Schlafzimmerfenster und warf lange gelbe Streifen über den Boden.Ich wachte warm und sicher zwischen den beiden Alphas auf. Zarek hielt mich fest von hinten, sein Arm fest um meine Taille gelegt. Jasper lag auf meiner anderen Seite, goldene Augen bereits offen, beobachtete mich mit einem stillen, weichen Blick, der sich immer noch neu anfühlte.Unter meiner Haut stach die doppelte Markierung nicht mehr. Sie pulsierte mit einer warmen, stetigen Kraft, die uns alle drei miteinander verband. Für ein paar stille Minuten fühlte sich alles friedlich an.Dann hämmerte jemand hart an die Schlafzimmertür.„Zarek! Kelvin! Wacht auf!“ Amys Stimme kam scharf und hektisch aus dem Flur. „Macht sofort die Nachrichten an!“Zarek setzte sich sofort auf, die Muskeln spannten sich an. Jasper warf die schwere Decke beiseite und setzte sich neben ihn, das Gesicht bereits dunkel vor Misstrauen.Ich zog so schnell ich konnte meine Hose an und öffnete die Tür. Amy stand
KelvinZarek zog sich nicht sofort aus mir zurück. Er blieb tief in mir, eine Hand neben meinem Kopf abgestützt, während er über die Schulter zu seinem Bruder blickte. Seine Brust hob und senkte sich noch schwer vom Orgasmus, der gerade durch ihn gerissen war.„Du hattest schon immer ein perfektes Timing“, sagte er, die Stimme noch rau und tief.Jaspers Mund verzog sich zu einem langsamen, wissenden Grinsen. Er legte eine Hand um seinen eigenen Schwanz und streichelte sich einmal, absichtlich und gemächlich, die Augen fest auf die Stelle gerichtet, an der Zarek und ich noch verbunden waren. „Die Bindung hat so laut geschrien, dass sie die Toten hätte wecken können. Ich dachte mir schon, dass ich genau das hier vorfinden würde.“Er durchquerte den Raum mit unhastigen Schritten und kletterte auf das breite Bett. Ohne auf eine Einladung zu warten, beugte er sich vor und küsste mich – tief, schmutzig, die Zunge glitt gegen meine, sodass ich den zurückgebliebenen salzigen Geschmack von Zar
Die schweren Mahagonitüren des Kenti-Anwesens schwangen auf und ließen die kühle Nachtluft herein. Im Inneren war das Haus still, doch die Atmosphäre fühlte sich dicht an von zurückgebliebener Anspannung und jener Art von Angst, die nur entsteht, wenn man zu lange ohne Antworten wartet.In der Mitte des großen Wohnzimmers schritt Zarek unruhig auf dem Teppich hin und her. Sein Gesicht war blass unter dem sanften Licht. Seine anthrazitfarbene Anzugsjacke lag achtlos auf dem Sofa, seine Krawatte war gelockert und hing schief, und seine Hände zitterten leicht, jedes Mal wenn er auf sein Telefon schaute. In dem Moment, als er unsere Schritte auf dem Marmorboden hörte, wirbelte er so schnell herum, dass er beinahe das Gleichgewicht verlor. Seine goldenen Augen weiteten sich in reinem, unverhohlenem Schock, als er mich neben Jasper hereinkommen sah – unverletzt, ungefesselt und aufrecht.„Kelvin?“ Zareks Stimme brach, während er auf mich zustürzte. Er blieb kurz davor stehen, mich zu greife







