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Die Geliebte des Don – meine Patientin

Die Geliebte des Don – meine Patientin

By:  CelebrantCompleted
Language: Deutsch
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Ich war fünf Jahre lang mit Matteo verheiratet – dem Don der Familie Lamberti. Niemand wusste, dass ich seine Frau war. Ich wollte weder Privilegien noch Aufmerksamkeit und blieb deshalb im Verborgenen. Wir waren verliebt. Jeden Tag fühlte es sich an wie am Anfang. Dann zerstörte mein erster Tag im neuen Krankenhaus alles. „Frau Accardi, das glauben Sie nie.“ Eine Kollegin beugte sich zu mir, breit grinsend. „Raten Sie mal, wer der Ehemann der neuen Patientin ist? Matteo Lamberti höchstpersönlich.“ Ich erstarrte. Wenn sie seine Frau war – wer war dann ich? Sie war schwanger. Sie trug den künftigen Lamberti-Erben. Was machte das dann aus dem Baby in mir? Ich hielt die Fassade aufrecht. Ich führte die Untersuchung durch und spielte die ruhige, kompetente Ärztin. Niemand bemerkte die Panik, die an mir zerrte. Ich redete mir ein, dass es nur Klatsch war. Nichts als Lügen. Es musste so sein. Dann hörte ich, wie Matteo sie „meine Prinzessin“ nannte. Das war es. Er hatte eine neue Prinzessin. Und ich musste ihn loslassen.

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Chapter 1

Kapitel 1

San Calvino, Carmoria

Erster Tag im San-Calvino-Krankenhaus, und Poppy, die Krankenschwester, brach am Empfang in Gelächter aus.

„Frau Accardi, Sie haben den Jackpot geknackt. Eine VIP-Patientin gleich am ersten Tag!“

Ich blickte auf. „Was für ein Glück?“

„Fünfzigtausend, nur fürs Erscheinen“, flüsterte sie mit leuchtenden Augen. „Und raten Sie mal, wer ihr Ehemann ist? Matteo Lamberti – der Don.“

Mir schnürte es die Brust zusammen, aber ich ließ mir nichts anmerken. „Beeindruckend.“

Sie war sichtlich enttäuscht, dass ich nicht ausflippte, fing sich aber schnell wieder.

„Schauen Sie, die beiden!“ Sie hielt mir ihr Handy vors Gesicht.

Ich erstarrte.

Der Mann auf dem Foto? Matteo – mein geheimer Ehemann seit fünf Jahren.

Und die Frau, die sich an ihn klammerte? Lucia. Meine Halbschwester.

Ein eisiger Schauer lief mir über den Rücken. Die Vergangenheit traf mich wie ein Schlag.

Nach Mamas Tod hatte Papa Lucia und deren Mutter zu uns ins Haus geholt. Stück für Stück drängte sie mich hinaus – als wäre ich überflüssig.

Nur Matteo war immer an meiner Seite geblieben. Er pflegte zu sagen: „Selbst wenn die ganze Welt dich im Stich lässt – ich nicht.“

Jetzt war Lucia im fünften Monat schwanger und lag in einer VIP-Suite, die Matteo bezahlte.

Diese leise Art von Verrat? Sie traf härter als alles andere.

Ich holte tief Luft und fasste mich. „Wie geht es der Patientin?“

Poppy bemerkte den Stimmungswechsel und steckte ihr Handy weg.

„Sie heißt Lucia. Fünfter Monat. Ihr Zustand ist stabil. Herr Lamberti kommt zu jeder einzelnen Untersuchung. Die hat ein Glück! Nicht nur reich und gutaussehend, sondern auch total vernarrt in sie.“

Fünfter Monat. Wöchentliche Besuche.

Dann wurde es mir klar. Diese „Geschäftsreisen“ jede Woche – er hatte keine Geschäfte abgewickelt. Er war bei ihr gewesen. Bei ihren Terminen.

Meine Augen brannten. Tränen liefen mir unter der Maske herunter.

Poppy redete weiter. „Finden Sie nicht auch, dass er sie behandelt wie eine Königin?“

Ich zwang mich hinter der Maske zu einem Lächeln. Es tat mehr weh als die Tränen. „Ja. Er ist wirklich gut zu ihr.“

So gut, dass ich mich wie eine Idiotin vorkam.

Ich umklammerte die Akte, bis meine Fingerknöchel weiß wurden. Mein Atem ging flach.

„Dr. Accardi?“ Poppy stupste mich an. „Es ist Zeit für die fetale Herztonkontrolle.“

Ich funktionierte nur noch mechanisch. Das Stethoskop auf Lucias Bauch.

Bumm … bumm…

Der Klang hämmerte in meinen Ohren, und mir brannten die Augen.

„Herr Lamberti ist sonst immer dabei“, sagte Poppy ein wenig neidisch. „Komisch, dass er heute nicht da ist.“

Lucia schmollte. „Irgendein Geschäft in letzter Minute – um zig Millionen. Ich hab ihm gesagt, er soll fahren. Er klammert viel zu sehr. Aber als Wiedergutmachung hat er mir DAS hier geschenkt.“

Sie strich sich über den Bauch und ließ dabei einen Rubin aufblitzen, der so hell funkelte, dass mir die Augen tränten.

Diesen Rubin – Matteo hatte ihn bei einer Auktion zu unserem Hochzeitstag ersteigert. Eine Geste, die Millionen kostete.

Er hatte gesagt: „Arianna, diese Farbe passt perfekt zu dir. Ich lasse ihn fassen.“

Ich hatte gelacht und gemeint, Chirurginnen brauchen keinen solchen Schmuck.

Er hatte mich an sich gezogen und geflüstert: „Dann behalten wir ihn eben nicht, wenn du ihn nicht willst.“

Ja. Er hatte ihn nicht weggeworfen.

Er hatte ihn einfach weitergereicht – an seine Geliebte.

„Er hat auch gesagt, sobald das Baby da ist, schenkt er mir eine Privatinsel. Nur für mich und das Baby, zum Erholen.“

Lucias Stimme fuhr mir durch Mark und Bein.

Ich senkte den Blick und tat so, als würde ich etwas in ihre Akte eintragen.

Meine Hand zitterte.

Der Kugelschreiber riss glatt durch die Seite.
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