In der Nacht, Lehrling, ich will dich

In der Nacht, Lehrling, ich will dich

last updateHuling Na-update : 2026-04-16
By:  T. KoeberIn-update ngayon lang
Language: Deutsch
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Lukas wurde von seinem Exfreund betrogen und entdeckte dabei sogar dessen Affäre mit einer anderen. Enttäuscht und desillusioniert versuchte er, sein Herz durch einen One-Night-Stand zu heilen – und begegnete dabei Felix, einem reifen, selbstbewussten und dominanten Kommilitonen. Anfangs waren ihre Begegnungen nur nächtliche BDSM-Spiele: Felix als dominanter S, der führt und kontrolliert, Lukas als M, der gehorcht und hingibt. In den dunklen Nächten erkundeten sie gegenseitig ihre Grenzen und Sehnsüchte, und jede Begegnung ließ Lukas Herz schneller schlagen – und seine Gefühle immer komplizierter werden. Tagsüber waren sie jedoch Kollegen im selben Labor, höflich und distanziert, als hätte die Leidenschaft der Nacht nie existiert. Zwischen diesen zwei Welten kämpfte Lukas mit sich: Das Vergnügen im Spiel ließ ihn allmählich in Felix verlieben, doch Felix schien ihn weiterhin nur als Spielpartner zu sehen und leugnete die Gefühle im echten Leben. Als Missverständnisse, äußere Einflüsse und innere Barrieren sich überlagerten, musste Lukas zwischen Begierde und Stolz, Liebe und Besitz wählen. Er sehnte sich nach mehr als nur den nächtlichen Spielen – nach echter Zuneigung von Felix. Und auch Felix begann allmählich zu erkennen, dass seine Besitzgier über das Spiel hinausging.

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Kabanata 1

Kapitel 1 – Nachtliche Begegnung

Berlin im Oktober, die Dunkelheit fiel besonders früh.

Lukas stand unter dem Studentenwohnheim und hielt noch die mittlerweile kalte Latte in der Hand. Er hätte eigentlich nach oben gehen sollen – zurück in die kleine Wohnung, die er mit Marcel teilte, voller schmutziger Socken und leerer Bierflaschen. Doch vor zehn Minuten hatte er auf irgendeine Weise die App geöffnet, nur um Marcels „zuletzt online“-Status zu sehen.

Stattdessen sah er das Foto.

Marcel umarmte einen anderen Jungen, die Ortsangabe zeigte die vierte Etage dieses Gebäudes – direkt nebenan. Untertitel: ein schwarzes Herz, hochgeladen vor zwanzig Minuten.

Lukas stürmte nicht zur Tür. Er weinte nicht einmal.

Er blieb einfach stehen, ließ den kalten Oktoberwind seine Augen brennen und trank langsam die bittere Latte aus. Auf seiner Zunge lag der Geschmack billigen Sirups, und in seinem Hals breitete sich dieses unbestimmbare Gefühl aus, halb Ekel, halb Leere, das einem nach Verrat bleibt.

„Was an mir ist nicht genug?“

Er warf den Becher weg und ging in die entgegengesetzte Richtung. Das nächtliche Berlin fühlte sich wie ein halbwachender Bestie an, die Straßenlaternen schnitten die Wasseroberfläche der Spree in kleine Stücke. Lukas wusste nicht, wohin er wollte, aber er wusste genau, dass er nicht zurück wollte – nicht zu dem Bett, das sie gemeinsam von IKEA getragen hatten und das nun übermäßig groß wirkte.

Er wollte berührt werden.

Nicht diese vorsichtigen, fragenden Berührungen. Er wollte etwas Roheres, etwas, das ihn aus seinem eigenen Kopf reißen konnte – einen Fremden, starke Hände, einen Körper, der bis zum Morgen verschwinden würde. Er wollte gegen eine Wand gedrückt werden, so geküsst werden, dass ihm der Atem stockte, von jemandem überschwemmt werden, der jeden einzelnen Abdruck von Marcel von seiner Haut tilgte.

„Heute Nacht, egal wer. Hauptsache hart, hart genug, frag nicht nach meinem Namen.“

Er betrat die verrauchte Schwulenbar am Kreuzberg. Der Barkeeper hinter der Theke kannte ihn und schob ihm ohne ein Wort einen Gin Tonic rüber. Lukas trank hastig, der bittere Alkohol brannte vom Hals bis in den Magen. Er öffnete die Dating-App, wischte mechanisch nach rechts. Ein Nachrichtenton ertönte, noch bevor er reagieren konnte –

Hinter ihm bewegte sich jemand.

Nicht stoßend, nur nah. Die Körperwärme traf ihn wie eine Mauer, durchzogen von feinem Zedernholzduft und einem Hauch Tabak. Lukas drehte instinktiv den Kopf und sah in tiefgraue Augen.

Der Mann war deutlich größer, trug einen schwarzen langen Mantel. Im schummrigen Licht konnte Lukas gerade noch die Kinnlinie erkennen – scharf wie aus Messer geschnitten. Er lächelte nicht, sondern hielt den Blick länger als üblich.

Nur diese eine bis zwei Sekunden drückten Lukas gegen die Holzleiste der Theke. Nicht gestoßen, nur von diesem Blick erfasst.

Er spürte, wie der Alkohol in seinem Körper sofort abklang, etwas in ihm wurde von diesen grauen Augen berührt – vom unteren Rücken aufwärts, langsam, wie ein Finger, der die Wirbelsäule entlangklettert.

„Entschuldigen Sie.“ Die Stimme tief, leicht heiser im Berliner Akzent. Er griff nach einem Glas neben Lukas – eigentlich wollte er nur vorbei, doch als er Lukas’ Hand streifte, blieb der grobe Finger einen Moment auf seinem Handrücken liegen und glitt halb über den Fingerknöchel.

Wie eine stumme Frage: „Lässt du mich?“

Lukas wich nicht zurück. Sein kleiner Finger zuckte unwillkürlich, folgte der Wärme einen Moment.

Der Mann trug das Glas zu einer Ecke. Lukas starrte seinem Rücken nach – der Mantelsaum schwang leicht, gelegentlich zeichnete sich die Linie der Hüfte ab. Breite Schultern, schmaler Rücken, lange Beine, jeder Schritt kontrolliert wie bei einem Tier, das keine Eile hat.

Lukas’ Hals war trocken. Nicht vor Kälte.

Er schaltete sein Handy aus. Die swipes auf der App verloren plötzlich jegliche Bedeutung.

Der Mann setzte sich in die Ecke, sein Profil von der Wandlampe in goldene Konturen getaucht. Jemand gegenüber schien zu sprechen, doch Lukas achtete auf die Hände – markante Gelenke, ein silberner Ring am rechten Ringfinger, nicht an der üblichen Position für einen Ehering. Lukas stellte sich vor, wie diese Hände seine Taille umfassen, wie der Finger über seinen Oberschenkel gleiten könnte.

Er trank das letzte Glas aus, ging zur Toilette.

Auf dem Weg verlangsamte er absichtlich seinen Schritt, und im Augenwinkel sah er, wie der Mann den Kopf hob. Wieder dieser Blick. Dieses Mal ein leichtes Zucken der Mundwinkel – kein Lächeln, eher die entspannte Bestätigung eines Jägers, dass die Beute noch in Reichweite ist.

Im Licht der Toilette summte das Leuchtrohr. Lukas klatschte kaltes Wasser ins Gesicht, seine Augen glänzten rot, Lippen feucht vom Alkohol. Er atmete tief ein, öffnete die Tür.

Im Flur lehnte der Mann an der Wand, eine unverbrannte Zigarette in der Hand.

„Du hast etwas fallen lassen.“

Lukas schaute auf – nichts.

Der Mann schob die Zigarette hinter sein Ohr, trat halb vor. So nah, dass Lukas die Kratzer auf der zweiten Knopfleiste des Mantels sehen konnte, den Kopf leicht geneigt, um den Blickkontakt zu halten. Der Mantel vorne halb geöffnet, ein privater Winkel zwischen ihnen.

„Vielleicht habe ich mich geirrt.“ Die Stimme nur für ihn, leise, „aber dein Blick gerade… als hättest du etwas Wertvolles verloren.“

Sein Blick glitt langsam über Lukas’ Augen, Lippen, Hals, bis zum freigelegten Schlüsselbein. Nicht nur anschauen – sondern schmecken. Lukas spürte die Hitze auf den verletzlichsten Stellen seines Körpers.

Sein Atem wurde heiß. Der Jeansstoff fühlte sich plötzlich rau an, jede Bewegung ein Alarm seines Körpers.

„Ich…“ Lukas wollte sprechen, doch sein Hals schien von der Hand – jener Hand, die seinen Handrücken berührt hatte – leicht gepackt zu sein.

Schweigen breitete sich aus, vermischt mit Desinfektionsmittelgeruch und leiser elektronischer Musik.

Dann trat der Mann zurück.

Er nahm die Zigarette, nickte kurz, ein stilles Ende. Bevor er sich umdrehte, streifte sein Finger Lukas’ Hemdsaum – nur einen Moment, der Druck am Becken war fast wie ein Brandmal.

„Trink das nächste Mal langsamer. Du wirst zu gefährlich, wenn du betrunken bist.“

Der Mantelsaum strich an Lukas’ Schienbein vorbei. Flur leer. Nur Zedernholzduft und Lukas’ hastiges Keuchen blieben.

Er lehnte sich an die Wand, Knie auf dem kalten Boden. Die Stimme, der Blick, die Fingerwärme – alles explodierte unter der Haut wie eine kleine atomare Detonation.

„Zu Ende.“ Er hörte sich innerlich sagen, „ich weiß nicht einmal, wie er heißt. Aber ich will, dass er mich zerreißt.“


Morgen, Labor in physikalischer Chemie.

Lukas mit dunklen Augenringen. Der Doktorand, der das Experiment leitet – ein älterer, kalter, zurückhaltender Student mit drei erstautorierten Veröffentlichungen.

Lukas starrt auf den Tisch, kein Interesse am Labor. Bis jemand hinter ihm das Sicherheitsmanual wegzieht.

„Ammoniumpersulfat darf nicht mit Aceton zusammengebracht werden.“ Die Stimme tief, heiser, Berliner Akzent. „Hast du die Hinweise nicht gelesen?“

Lukas blickt hoch.

Weißer Kittel, darunter grauer Rollkragen. Kinnlinie messerscharf. Tiefe graue Augen – dieselben wie gestern im Flur der Bar.

Felix Wagner.

Er legt das Manual zurück, geht zum Pult. Lukas starrt auf die gelegentlich sichtbare Taille unter dem Kittel, erinnert sich an den Finger gestern Abend, schwitzt in den Handflächen.

Die ganze Stunde über hört er kein Wort, alles fixiert auf Felix’ Hände – wie sie die Kreide halten, keine Ringe heute. Lukas presst die Lippen auf den Stift, stellt sich vor, was diese Hände sonst noch halten könnten.

Nach dem Unterricht geht er als Letzter. Felix räumt gerade Chromatographiesäulen auf, ohne aufzublicken.

„Gestern Abend…“

Felix stoppt, richtet sich langsam auf, Hände in den Kitteltaschen – Vorderseite leicht geöffnet, Schatten unter Schlüsselbein sichtbar.

„Was gestern?“ sachlich.

Doch die Finger in der Tasche krümmen sich leicht, als würden sie etwas zurückhalten.

„Nichts.“ Lukas lächelt, versucht locker zu

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