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Kein Zurück

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Por:  VivianCompletado
Idioma: Deutsch
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Sechs Jahre lang führte ich eine geheime Ehe mit meinem Mann, dem Firmenchef. Sechs Jahre, in denen er sich weigerte, unseren Sohn auch nur ein einziges Mal „Papa“ nennen zu lassen. Als er wieder einmal wegen seiner Sekretärin den Geburtstag unseres Sohnes verpasste, holte ich endlich die Scheidungspapiere hervor. Ich war mit meinem Sohn weggegangen. – für immer. Der Mann, der sonst so beherrscht war, verlor völlig die Fassung. Wie von Sinnen stürmte er ins Büro und verlangte zu wissen, wo ich war. Doch diesmal würden weder mein Sohn noch ich uns umdrehen.

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Capítulo 1

Kapitel 1

„Herr Müller, nächsten Monat gehe ich für eine Weiterbildung ins Ausland. Hier ist meine Kündigung.“

Der Abteilungsleiter sah mich überrascht an.

„Warum so plötzlich?“

Ich holte meine vorbereitete Erklärung hervor.

„Der Vater meines Kindes lebt in der Schweiz. Ich möchte mit meinem Sohn zu ihm ziehen, damit wir als Familie zusammen sein können.“

Herr Müller nickte.

„Auch gut. Es muss wirklich hart gewesen sein, das Kind hier ganz allein großzuziehen. Wir haben alle gedacht, du wärst alleinerziehend.“

Ich lächelte. Das war ich bisher nicht – aber bald würde ich es sein.

Kaum hatte ich das Büro verlassen, lief ich Maximilian Richter und Sarah Berger in die Arme.

Maximilian war mein Chef. Und der Vater meines Kindes.

Vor sieben Jahren war ich noch seine persönliche Assistentin gewesen. Nach einer durchzechten Nacht war es passiert – und ich wurde schwanger.

Dieses Jahr war unser sechstes Ehejahr.

Und das sechste Jahr, in dem er unserem Sohn verbot, ihn Papa zu nennen.

Maximilian ging auffallend langsam, als wollte er Rücksicht auf die Frau neben ihm nehmen.

Sarah hielt in einer Hand Unterlagen und mit der anderen den Saum seines Jacketts. Ihre Vertrautheit stach mir ins Auge.

Als wir aneinander vorbeigingen, setzte mein Herz einen Schlag aus. Ich konnte nicht anders.

„Max…“

Er blieb stehen. Sein Blick war eiskalt.

„Frau Waldner.“

Die höflich-distanzierte Anrede war eine unmissverständliche Warnung: Wir sind hier in der Firma. Wir sind nur Vorgesetzter und Untergebene.

Ich verstand die Botschaft und schluckte meine Gefühle hinunter.

„Herr Richter.“

Maximilian brummte nur kurz und ging weiter, als wäre ich eine Fremde.

Ich lachte bitter in mich hinein und behielt die Nachricht von meiner Kündigung für mich.

Er würde sich ohnehin nicht dafür interessieren.

Mein Handydisplay leuchtete auf. Eine Nachricht von meinem Sohn über seine Smartwatch.

[Mama, kommt Papa heute zu meinem Geburtstag?]

Ich erstarrte und drehte mich unwillkürlich um.

Maximilian beugte sich gerade fürsorglich zu Sarah hinunter, um mit ihr zu sprechen.

Als jemand vorbeiging, zog er sie instinktiv in seine Arme. In seinen Augen lag unverhohlene Zärtlichkeit.

Ich unterdrückte den Stich in meinem Herzen und schickte ihm trotzdem eine Nachricht.

[Heute ist der Geburtstag unseres Sohnes. Hast du heute Abend Zeit?]

Durch den Flur hindurch sah ich, wie Maximilian sein Handy herausholte, es keine drei Sekunden lang draufschaute und wieder wegsteckte. Sein Gesicht blieb unbewegt.

Ich starrte auf den Chat ohne Antwort und lachte bitter.

Lina, wann wachst du endlich auf?

Du wusstest doch längst, dass sein Herz sich nicht erwärmen lässt. Worauf wartest du noch?

Ich steckte das Handy weg, holte tief Luft und ging.

Maximilian, bald bist du frei.

Ich verließ die Firma und fuhr direkt zum Kindergarten.

Als mein Sohn mich sah, war sein erster Satz:

„Mama, heute ist mein Geburtstag.“

Sein zweiter Satz:

„Mama, feiert Papa mit mir?“

Mitten auf der belebten Straße stiegen mir die Tränen in die Augen.

„Dein Papa, er…“

Bevor ich aussprechen konnte, summte mein Handy.

Maximilian hatte endlich geantwortet.

[Habe Zeit. Komme nach Hause.]

Freude durchströmte mich. Fast ungeduldig nickte ich.

„Tim, keine Sorge. Papa kommt nach Hause.“

Mein Sohn klatschte in die Hände und warf sich begeistert in meine Arme.

Sechs Jahre Ehe – und es war das erste Mal, dass Maximilian bereit war, den Geburtstag seines Sohnes mit ihm zu feiern.

Am Abend bereitete ich ein festliches Essen zu. Tim hatte seine Hausaufgaben früh erledigt.

Eine Stunde verging. Zwei Stunden. Drei Stunden…

Ich schickte eine Nachricht nach der anderen.

Wie immer – keine Antwort.

Tim begriff langsam. Vorsichtig sah er mich an.

„Mama, hat Papa vielleicht zu viel zu tun?“

Ein Stich ins Herz. Ich wollte es erklären, aber mir fiel nichts ein.

Am Ende sagte ich nur:

„Macht nichts. Mama wird immer bei dir sein.“

Tim fragte nicht weiter. Brav nahm er seinen Partyhut.

„Mama, setzt du ihn mir auf?“

Ich nickte und wollte gerade danach greifen, als mein Blick auf Sarahs neuen Ins-Post fiel.

[Heute war wunderschön. Ich liebe diesen Tag.]
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