INICIAR SESIÓNGeorge kam von der Firma zurück, nachdem er die Zwillinge von der Schule abgeholt hatte. Er hatte alle Meetings abgesagt, nur um den Rest des Tages mit seiner Familie zu verbringen.Es war ein seltener Moment. Normalerweise vibrierte sein Handy ständig, seine Assistenten klopften ununterbrochen, Berichte warteten auf seinem Schreibtisch – doch heute wollte er nichts davon. Heute wollte er nur seine Frau und seine Kinder.Wie üblich hing Jay auf seinen Armen und klammerte sich an seine Schulter, während Tracey neben ihnen herlief, ihr kleiner Rucksack hüpfte hinter ihr. Wäre Thalia dabei gewesen, wäre Tracey nicht allein gelaufen – sie wäre auf ihren Armen gewesen, genau wie Jay jetzt auf Georges.Die Wachen verbeugten sich, als sie an ihnen vorbeikamen.„Das Leben ist nicht vorbei, nur weil Daddy Jay auf dem Arm trägt und ich allein laufen muss“, murmelte Tracey leise vor sich hin, ihre Stimme winzig, aber voll von der Traurigkeit, die nur ein Kind empfinden kann.Jays kleiner Kopf ho
„Schatz“, seine Stimme wurde langsam und besitzergreifend. „Ich werde dich so lange ficken, bis du vergisst, dass du einmal mit Franklin verheiratet warst. Und der einzige Name, an den du dich erinnern wirst, ist meiner.“Thalias Atem stockte, als Georges Worte über sie hinwegglitten – gleichzeitig Versprechen und Drohung. Seine Hände waren fest und unnachgiebig, doch seine Berührung trug jene seltsame Ehrfurcht, die er nur für sie reservierte.Jeder Kuss fühlte sich wie ein Anspruch an, jedes Streichen seiner Handfläche über ihren Rücken war eine Erinnerung daran, dass er nicht fragte – er nahm sie.Ihr Morgenmantel sammelte sich auf dem Boden, vergessen. Sein Hemd war weg. Ihre Hände streichelten seine nackte Brust, ihre Zungen glitten und tanzten.Sein Mund wanderte tiefer und entzündete langsam ihre Adern. Sie wölbte sich ihm entgegen, ihre Finger krallten sich in seine Schultern.George berührte sie nicht nur – er entblößte sie bis zum rohesten Teil ihrer Seele.In diesen Momente
Yulias Hände hörten nicht auf zu zittern. Das Letzte, woran sie sich erinnerte, war, wie sie aus dem Grand Palais in die kalte Nacht geworfen wurde, während ihr Handy in ihrer Handfläche vibrierte. Die Stimme des Arztes war ruhig und distanziert gewesen.Jetzt klebte der Geruch von Desinfektionsmittel an ihrer Kleidung, bitter und erstickend. Das scharfe Piepen des Herzmonitors hallte in ihrem Schädel wider, eine Erinnerung daran, wie zerbrechlich er war. Franklin lag dort – blass, reglos, seine Stirn in weißen Verband gehüllt.Sie hatte ihn lange angestarrt und die Form seines stillen Gesichts auswendig gelernt, bevor sie sich dem Arzt zuwandte.„Doktor“, flehte sie. „Bitte halten Sie ihn am Leben, bis ich zurückkomme.“„Ohne Spender und ohne die Zahlung liegt es leider nicht in meiner Hand.“ Die Stimme des Arztes war gleichzeitig ruhig und kalt gewesen.Ihre Kehle schnürte sich zu. Sie hatte keine Ahnung, wohin sie gehen, wen sie anrufen sollte. Thalia hatte sie vor der ganzen Welt
{Grand Palais}Jeder Schritt fühlte sich wie eine Siegesrunde an. Sieben Jahre des Schweigens, des Neuaufbaus, des Werdens zu mehr, als ihr übrig geblieben war – alles hatte zu diesem Moment geführt.Der Award wurde ihr in die Hand gelegt. Die Moderatorin lächelte warm, bevor sie Thalia allein in der Mitte der Bühne zurückließ.„Danke“, begann sie, ihre Stimme warm und fest. Sie tupfte sich mit einem Taschentuch die Augenwinkel ab, das helle Licht glitzerte auf der Feuchtigkeit dort.„Wow … ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.“ Ein sanftes Lächeln kräuselte ihre Lippen.Der Saal war vollkommen still, Dutzende Augenpaare auf sie gerichtet. Es war nicht das erste Mal, dass sie auf einer Bühne stand, doch heute fühlte es sich anders an.„Als ich vor sieben Jahren mit dieser Reise begann, rutschte mir alles, was ich hatte, alles, was mir wichtig war, durch die Finger. Ich dachte, ich schaffe es nicht. Ich dachte, es sei vorbei.“ Ihr Blick glitt über das Publikum. „Aber eines weiß ich
Sieben Jahre waren im Handumdrehen vergangen.„Thalia Frost ist da!“Die Schreie der Reporter durchschnitten die Nacht. Die elegante schwarze Limousine glitt sanft vor dem funkelnden Eingang des Grand Palais zum Stehen. Kameras blitzten bereits, der rote Teppich leuchtete unter dem grellen Licht.Thalia stieg zuerst aus. Jeder Zentimeter des roten Kleides schmiegte sich verführerisch an ihren Körper, die Diamantohrringe schwangen bei jeder anmutigen Bewegung mit und strahlten Eleganz aus. Sie hielt die Hand ihrer sechsjährigen Tochter Tracey, die ein passendes Kleid trug. Thalia blickte zu ihr hinunter und schenkte ihr ein warmes Lächeln.Auf der anderen Seite öffnete sich die zweite Tür. George stieg aus, im schwarzen Smoking. Auf seinen Armen klammerte sich ihr Sohn Jay an das Revers seines Vaters, ebenso schick im passenden Anzug mit Fliege.George trat an Thalias Seite und verschränkte seine Finger mit ihren auf eine so zärtliche Weise, dass die Reporter erneut in laute Rufe ausbr
„Ihr neues Leben.“ Diese drei Worte gingen Franklin noch lange nach dem Ende des Anrufs durch den Kopf. Er stand am Fenster, das Handy noch immer in der Hand, und starrte ins Leere.Yulia beobachtete ihn vom Bett aus, ein kleines, zufriedenes Lächeln auf den Lippen.Sie hatte jedes Wort gehört. „Gut. Lass ihn den ersten Riss spüren.“ Sie musste keine Angst mehr vor Thalias Schatten haben.Franklin wählte Thalias Nummer erneut. Und erneut. Doch sie ging nicht ans Telefon.„So einfach? Hat sie so schnell weitergemacht? Hatte sie bereits jemand anderen gefunden?“, dachte er bei sich.Nein. Er vertraute ihr. Thalia würde niemals fremdgehen. Aber die Stimme des Mannes – ruhig, selbstsicher, besitzergreifend – spielte sich immer wieder in seinem Kopf ab.„Ihr neues Leben.“ Was sollte das bedeuten? Er schluckte und fühlte sich so unruhig.Yulia stand auf und ging zu ihm, schlang ihre Arme um seine Taille.„Frank … ich bin so glücklich, dass wir endlich zusammen sind.“„Ich auch“, antwortete







