LOGIN„Ein verdammter Arsch!“ spuckte sie erneut aus, da die vorherige Beleidigung nicht die Wirkung erzielt hatte, die sie wollte.Dereks Kiefer spannte sich an, und seine roten Augen wanderten rasch zu ihr.„Du nennst mich einen Arsch?“ Er lachte, als wäre daran irgendetwas amüsant.Dabei zeigte er seine Zähne wie der leibhaftige Ziegenbock, der er war.„Lass mich aus diesem verdammten Auto raus!“, schrie Melissa und warf sich mit voller Wucht gegen die Tür.„Du solltest ruhig sein, Lisa. Niemand wird kommen, um dich zu holen. Das solltest du wissen“, sagte Derek gleichgültig, als wäre sie eine seiner goldenen Armbanduhren zu Hause.„Ich mache verdammt noch mal keine Witze, Mann!“ Ihre bittere, wütende Stimme wurde mit jedem Wort lauter. „Ich muss los und mein S—“ Melissa brach ab, als ihr klar wurde, was sie Derek beinahe verraten hätte.Dereks Blick schien sich von seinem Handy zu lösen und zu ihr hinüberzugleiten.Ihr Herz setzte einen Schlag aus.Hatte er es verstanden? Oh Gott.Minut
Derek stürmte aus dem Café, das Blut kochte in seinen Adern, die Zähne zusammengebissen, während seine Augen den verdammten Narren suchten, der ihn gerade vor allen anderen herabgewürdigt hatte.Er war bereit, ihn wieder umzubringen.Er hatte keine Leiche bewegen können, solange Knox hinter ihm her war, und jetzt wollte er zurückschlagen? Ein verblendeter Alpha.Er suchte noch den gesamten Bereich rund um das Café ab, als seine Augen eine vertraute weibliche Gestalt erfassten.Seine Augen blieben an ihr hängen, während er ihre ganze Gestalt in sich aufnahm.Er erkannte sie sofort, obwohl sie ihn offenbar ebenfalls gesehen hatte und versuchte, sich zu verstecken.MELISSA.Er beobachtete sie. Sie schien nach jemandem zu suchen, und er konnte nicht anders, als sich zu fragen, nach wem?War das also der Grund für dieses Gefühl vorhin? Melissa war hier? Mit diesem kranken Mann?War das ein Zufall ….„Alpha“, rief Beta Michael, wodurch Derek zusammenzuckte und aus seinen Gedanken gerissen w
EIN KAMPFIm Café war es warm; der Duft von Kaffee und Zucker erfüllte die Luft. Die Einrichtung war luxuriös, mit teuren Tischen, edlem Geschirr und elegant gekleideten Gästen, die ihren Kaffee genossen – man hätte den Ort beinahe für den Himmel halten können.Doch seltsamerweise waren nur wenige Tische besetzt.Knox ging zur rechten Seite des großen Gebäudes, in eine abgelegene und kostspielige Ecke, wo er ungestört mit Derek sprechen konnte.Als er sich dem Tisch näherte, bemerkte er einige junge Frauen, die miteinander tuschelten, während unzählige Blicke auf ihm ruhten, als wäre er etwas Fremdes. Er wusste, dass er attraktiv war.Oder hatten sie ihn wiedererkannt? Das war das Letzte, was er im Moment gebrauchen konnte.Ihre Blicke folgten ihm, bis er sich setzte und ihnen nun direkt gegenübersaß. Erst dann wandten sie errötend ihre Augen ab.Eine junge Frau in einer eleganten Uniform – ein makellos weißes Hemd und kaffeebraune Stoffhose – trat mit einem freundlichen Lächeln an de
Kaum war Liam aus dem Auto gestiegen, fiel sein Blick auf eine Szene in der Nähe.Ein kleiner Junge in seinem Alter spielte mit einem beeindruckenden ferngesteuerten Auto.Fasziniert blieb Liam stehen und beobachtete ihn.„Ich liebe Spielzeugautos wirklich“, murmelte er mit einem sanften Lächeln. „Ich hoffe, Mama kauft mir bald auch eins.“Dabei vergaß er völlig, dass seine Mutter ihm ausdrücklich gesagt hatte, nicht aus dem Auto auszusteigen.Währenddessen war Michael, der sich ohnehin schon Sorgen um Derek machte, bereits früher ausgestiegen. Von seinem Platz im Wagen aus hatte er durch die Scheibe gesehen, wie Derek und Knox sich in einer hitzigen Auseinandersetzung gegenüberstanden.Er blieb aufmerksam.Falls Derek etwas zustieß, würde er ernsthafte Schwierigkeiten bekommen.„Er wirkte verdammt angespannt. Was zum Teufel... und wer ist dieser Typ überhaupt?“, murmelte Michael vor sich hin.Sogar aus der Entfernung konnte er es spüren.Angst.Von Derek.Von Derek, der sonst immer t
ALPHA MACHT DEREK ANGST…Im Auto saß Melissa neben Liam. Ihr Blick folgte der Richtung, in die er zeigte.Es war Derek.Er schaute hinüber zum Parkplatz.Genau zu der Stelle, an der ihr Wagen stand.„Ich glaube, er schaut zu uns rüber“, sagte Liam und legte seine Hand an den Türgriff, als würde ihn irgendetwas zu Knox hinziehen.Melissa brachte kein Wort heraus.Sie hörte alles, was Liam sagte.Doch ihr Herz schlug viel zu schnell, während sich die Hitze in ihrem Körper ausbreitete.„Ich glaube, Onkel Knox' Freund ist bei diesem Mann“, fügte Liam hinzu und warf ihr einen Blick zu. „Schau... Onkel Knox geht gerade zu ihm.“Obwohl sie es nicht wollte, wanderte Melissas Blick in diese Richtung.Sie sah Derek.Er starrte direkt auf ihren Wagen......als könnte er durch die getönten Scheiben hindurchsehen.Sie versuchte, ihre rasenden Gedanken zu beruhigen und so zu tun, als wüsste sie von nichts, während Knox – wie ein Mann auf dem Weg in eine Schlacht – auf den Eingang des Cafés zuging.
EIN KAFFEEDATE MIT MEINEM FEINDDereks SUV rollte eine Minute vor Knox auf den Parkplatz des Cafés.Noch bevor der Motor verstummte, stieg er aus, als hätte ihn die gesamte Fahrt über ein Feuer von innen verbrannt.„Alpha. Seid Ihr Euch wirklich sicher?“, hielt Michaels besorgte Stimme ihn auf, als er gerade aus dem Wagen steigen wollte.„Ja, ich bin sicher, Michael! Bleib hier. Komm nicht mit rein“, erwiderte Derek schärfer, als beabsichtigt. Das Flackern der Angst, das sich in seiner Brust zusammenzog, ignorierte er.„Na gut“, murmelte Michael niedergeschlagen. „Hier... das sind ihre Sachen.“Er streckte Derek die Hände entgegen und übergab ihm die schwarze Tragetasche mit Lenas Habseligkeiten.Derek nahm sie entgegen.Eigentlich hatte er noch gar nicht endgültig beschlossen, sie zurückzugeben...Denn bevor diese Tasche irgendjemandem in diesem Café ausgehändigt wurde, musste zuerst eine Bedingung erfüllt werden.Jedes Mal, wenn er an Knox' Nachrichten dachte, entfuhr ihm ein trocke







