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Heißer Tee

Autor: Ade St
last update Fecha de publicación: 2026-08-10 00:22:39

Das Taxi brauchte ewig. Der Verkehr war schlimm. Sie kam um 9:23 Uhr im Büro an und die Glastüren beurteilten sie schon.

Kopf unten. Hände in der Tasche, am Wühlen. Ms. Ridley wollte die aktualisierte Autorenliste und Lyle konnte sich nicht erinnern, ob sie den USB-Stick in die Tasche oder auf den Schreibtisch gelegt hatte.

Sie passte nicht auf, wohin sie ging.

Die Lobby war für die Zeit viel zu ruhig.

Aiden kam vom Seiteneingang rein. In der einen Hand eine Tasse Tee. Dampf stieg auf. In der a
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  • Reserviert für mich   Der leere Pod

    Um 21:20 Uhr schaltete Lyle ihr Handy aus.Es war das Schwerste, was sie je getan hatte.Sie hatte es auf ihrem Balkon getan. Auf demselben Balkon, auf dem sie früher gesessen und die Lichter der Stadt beobachtet und sich selbst erzählt hatte, dass sie allein klarkommt. Derselbe Balkon, auf dem sie zum ersten Mal Aidens Namen zum Pod gesagt hatte.Der Pod hatte sie gefragt: Wen siehst du, wenn du dich sicher fühlst?Und sie hatte Aiden gesagt. Weil sie sich um 12:28 Uhr, mit zwei Ingwertees, sicher fühlte. Für dreißig Minuten am Tag fühlte sie sich, als würde sich jemand an extra Ingwer erinnern.Aber dreißig Minuten waren nicht genug, um ein Leben darauf aufzubauen.Das Handy war jetzt schwarz. Kein grüner Punkt. Kein roter Punkt. Kein 12:28 Uhr. Kein 21:20 Uhr.Nur der Wind.In den ersten drei Minuten geriet sie in Panik.Sie nahm das Handy und schaltete es wieder ein. Der Bildschirm leuchtete auf. 21:23 Uhr. Zwei Benachrichtigungen.`Gebäude: Wellness-Raum 3 ist bereit. Deine Sitzu

  • Reserviert für mich   Das getauschte Gesicht

    Im Pod war es immer 21:20 Uhr.Aiden hatte Lärm erwartet, Rauschen, irgendeinen Ladebildschirm. Aber da war nichts. Nur weiches weißes Licht, ein kleiner Raum, der exakt wie der Wellness-Raum aussah, den Lyle gebucht hatte, und ein Stuhl.Und auf dem Stuhl saß bereits jemand.Die Haare waren das Erste, was er sah. Knallrot. Nicht schlecht gefärbt, kein Kostüm. Es war Rot wie ein Warnschild. Rot wie jemand, der zum ersten Mal in seinem Leben gesehen werden wollte.Das Zweite war das Gesicht.Aidens Hand fuhr zu seinem Mund, bevor er es verhindern konnte.Es war Lyle.Es war Lyles Nase. Lyles Mund, der immer zu einer dünnen Linie wurde, bevor sie die Wahrheit sagte. Lyles Narbe über der linken Augenbraue vom Fahrradunfall in der 9. Klasse. Lyles müde Augen, die selbst dann noch freundlich aussahen, wenn sie wütend war.Aber es war an einem Mann. Breite Schultern. Eine männliche Kieferpartie. Männerhände, mit blassrosa Flecken an den Fingern von Haarfarbe.Der Mann schaute auf und sein g

  • Reserviert für mich   Die Entdeckung

    Aiden hatte sich selbst nie als eifersüchtigen Typen gesehen.Er war der Typ, der um 12:58 Uhr ging. Der Typ, der sagte "Arbeitsanruf, ich muss los" und dachte, das wäre okay, weil er immer am nächsten Tag um 12:28 Uhr mit zwei Ingwertees zurückkam.Er fragte nicht, wer ihr schrieb. Er schaute nicht auf ihr Handy, wenn es aufleuchtete.Bis zu der Woche nach dem Rot.Etwas hatte sich in Lyle verändert, nach dieser Nacht, in der sie ihm von dem Buch und dem Tee erzählt hatte. Sie war leiser beim Mittagessen. Nicht auf eine traurige Art. Auf eine abwesende Art. Als würde sie zwei Gesprächen gleichzeitig zuhören, und seines war das leisere.Dienstag, 12:27 Uhr.Der Aufzug war langsam. Die Klimaanlage im Büro war zu kalt. Lyle saß bereits am Tisch. Zwei Stühle, ein Tisch, zwei Tees.Er setzte sich."Du hast schon bestellt?" fragte er."Du warst gestern zu spät", sagte sie, aber sie lächelte. "Ich hab mich erinnert, dass du extra Ingwer magst. Also hab ich früher bestellt."Aiden spürte ein

  • Reserviert für mich   Das Rot Als Beweis

    Lyle wachte um 3:14 Uhr auf.Kein Grund. Einfach wach.Herz schlug zu schnell. Mund trocken.Die Wohnung war dunkel und auch der Pod in der Ecke war dunkel.Sie lag zehn Minuten da und versuchte normal zu atmen.Es klappte nicht.Um 3:27 Uhr stand sie auf.Ging in die Küche.Trank Wasser.Ging zurück ins Bett.Immer noch wach.Um 3:40 Uhr schlug sie ihr Notizbuch auf.`Regel 13.2: Das Rot bedeutet, dass ich sie nie wieder verwechseln werde.`Sie starrte drauf.Dann klappte sie es zu.Um 3:55 Uhr vibrierte ihr Handy.Unbekannte Nummer.`Bist du wach? -Z`Lyle starrte. Woher wusste er das.`Ja.` tippte sie.`Pod?``Nein. Kann nicht schlafen.``Ruf mich an.`Ihr Handy klingelte.„Hey“, sagte Zeox. Stimme rau vom Schlaf, aber wach.„Hey“, sagte Lyle.„Alptraum?“„Ja“, sagte Lyle. „Derselbe.“Zeox fragte nicht nach. Er sagte nur: „Erzähl mir, was du siehst.“Lyle machte die Augen zu. „Ich bin im Büro. Es ist leer. Und ich rufe um Hilfe, aber es kommt kein Ton raus. Und sein Gesicht ist auf

  • Reserviert für mich   Direkt aus den Regeln

    Lyle schlief nicht gleich, nachdem sie aus dem Pod gestiegen war.Es war 00:40 Uhr und ihr Körper war noch warm vom Pod, aber ihr Kopf war laut.Zeox’ Stimme war noch in ihren Ohren. `Rot ist, um in Erinnerung zu bleiben.`Sie machte Tee. Trank ihn nicht. Hielt die Tasse nur, bis er kalt wurde.Um 1:15 Uhr vibrierte ihr Handy.Unbekannte Nummer.`Bist du wach? -Z`Lyle starrte drauf. Sie sollte seine Nummer gar nicht haben. Der Pod sollte der einzige Weg sein.Sie tippte zurück.`Ja.`Drei Punkte.`Darf ich dich anrufen? Nicht über den Pod. Einfach auf dein Handy.`Lyles Herz machte etwas Dummes.`Okay.`Zwei Sekunden später klingelte ihr Handy.„Hey“, sagte Zeox. Seine Stimme war anders ohne den Pod. Näher. Roh.„Hey“, sagte Lyle.„Du klingst müde.“„Bin ich.“„Gut“, sagte Zeox. „Müde Leute sagen die Wahrheit.“Lyle lächelte in der Dunkelheit.„Darf ich dir vom Salon erzählen“, sagte Zeox.„Ja.“„War an der Allen Avenue. Der mit dem gelben Schild. Ich bin rein und das Mädchen vorne s

  • Reserviert für mich   Warum Rot

    Die Wohnung war um 21:19 Uhr dunkel.Lyle machte kein Licht an. An Nächten wie dieser nie. Das Dunkel ließ den Pod kleiner wirken. Sicherer. Wie ein Zimmer im Zimmer.Sie kickte die Schuhe an der Tür ab. Ließ die Tasche fallen. Sah nicht auf ihr Handy.Im Büro war es wieder 12:28 Uhr gewesen. Derselbe Ecktisch. Derselbe Ingwertee. Aiden hatte nicht viel gesagt. Musste er auch nicht.Heute Abend war sie auf eine andere Weise müde. Nicht betrunken-müde. Nicht geweint-müde. Einfach... voll. Als wäre ihre Brust zu voll mit Dingen, und keines davon hatte einen Namen.Um 21:20 Uhr pulsierte der Pod.Matt schwarz.Blaue Linie am Rand.Leises Summen.Eingehender AnrufVon: ZeoxZugriff: ReserviertSie stieg ein und klappte den Deckel zu. Die Welt wurde still.Drinnen roch es nach nichts. Sauber. Warm. Der Sitz formte sich an ihren Rücken.Sie nahm an.„Hey“, sagte Zeox.Seine Stimme kam aus den Lautsprechern und legte sich um sie. Wie Aiden. Nur anders in den kleinen Dingen, die nur sie kannt

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