로그인Calista Veyne starb, während sie ihren Ehemann anflehte, sie zu retten. Stattdessen sah er zu, wie sie verbrannte. Dieses Mal wird Calista sich ihr Erbe zurückholen, eine uneinnehmbare Festung errichten und jeden dafür büßen lassen, der sie verraten hat. An der Seite des skrupellosen Milliardärs Cassian Rook bereitet sie sich darauf vor, die Sonne zu überleben, die die Erde versengen wird, den schwarzen Regen, der die Lebenden vergiften wird, und die Kälte, die die Welt zum Schweigen bringen wird. Neunundneunzig Tage vor der Apokalypse erwacht sie mit jeder Erinnerung an ihren grausamen Tod – und mit einer einzigen Warnung ihrer toten Mutter: Öffne niemals die Kellertür. Doch jemand hat ihre Rückkehr erwartet. Und als jedes Radio eine Warnung in ihrer eigenen Stimme zu senden beginnt, entdeckt Calista die schreckliche Wahrheit: Vielleicht ist sie nicht die Retterin der Menschheit. Vielleicht ist sie der Grund, warum die Apokalypse überhaupt existiert.
더 보기**Calistas Perspektive**
Die Metallfesseln, die um meine Handgelenke geschweißt waren, hielten mich nicht nur an Ort und Stelle. Sie brannten sich auch in meine Haut und hinterließen schmerzhafte Blasen unter der heißen Wüstensonne. Es war das dritte Jahr der Apokalypse, und die Welt war zu einem Ort geworden, an dem nur die Stärksten überleben konnten.
Um mich herum schrie eine wütende Menge von Überlebenden nach meinem Tod. Es waren dieselben Menschen, für deren Schutz ich mein Leben riskiert hatte, und nun wollten sie mir beim Sterben zusehen. Hinter dem dicken, verstärkten Glas des unterirdischen Bunkers stand mein Ehemann Dorian. Seine Kleidung war sauber, sein Gesicht ruhig, und er lächelte, als genösse er die Vorstellung.
„Calista Veyne hat sich geweigert, die Lebensmittelvorräte zu teilen“, verkündete Dorian über die Lautsprecher, die außen am Bunker angebracht waren. Seine Stimme war klar und laut genug, dass jeder sie hören konnte. „Sie hat die Medizin für sich behalten, während eure Kinder verhungerten. Ihr alle hieltet sie für eure Retterin, aber sie war diejenige, die euer Leid verursacht hat.“
Ich rang nach Luft, während die heiße Luft meine Lungen mit Staub und Asche füllte. Jeder Atemzug schmerzte, und meine Kehle fühlte sich an, als stünde sie in Flammen. Ich sah Dorian durch das Glas an und versuchte zu sprechen, auch wenn meine Stimme schwach war und wehtat.
„Du verlogener Bastard!“, schrie ich ihn an. „Du hast die medizinischen Vorräte gestohlen, und du hast unsere Generatoren an das östliche Syndikat verschachert. Du bist derjenige, der diese Menschen in Gefahr gebracht hat!“
Dorian wirkte von meinen Worten unbeeindruckt. Er stand hinter dem Glas, als hätte er mich gar nicht gehört. Er kannte die Wahrheit, aber er hatte die Menge längst davon überzeugt, dass ich ihre Feindin war.
Dann trat meine jüngere Schwester Zella vor und stellte sich neben ihn. Sie trug ein sauberes weißes Kleid, das in einer Welt, in der die meisten Menschen schmutzig, hungrig und verzweifelt ums Überleben kämpften, völlig fehl am Platz wirkte. Als sie mich durch das Glas ansah, erkannte ich denselben Hass, den sie schon seit Jahren gegen mich hegte. Sie presste ihr Gesicht näher ans Glas und lächelte grausam.
„Du hättest niemals geboren werden dürfen, Maelis“, formte Zella lautlos mit den Lippen und achtete darauf, dass ich jedes Wort ablesen konnte.
Mein Körper erstarrte, während ich sie ansah. Sie hatte mich soeben bei dem Namen genannt, von dem ich geglaubt hatte, ich hätte ihn für immer begraben.
Dorian trat an die gläserne Trennwand und tippte mit den Fingern dagegen, nur wenige Zentimeter von meinem Gesicht entfernt. Er sah nicht aus wie ein verzweifelter Mann, der versuchte, die Apokalypse zu überleben. Er sah aus wie jemand, der endlich ein Spiel gewonnen hatte, das er schon lange gespielt hatte.
„Gib mir den letzten Zugangscode zum unteren Labor“, sagte Dorian leise. Seine Stimme drang durch die Lautsprecher, und ich hörte die Belustigung in seinen Worten. „Sei ein letztes Mal als Ingenieurin nützlich. Du weißt so gut wie ich, dass das geheime Projekt deiner Mutter das Einzige ist, was mir meinen Platz in der neuen Welt sichern kann.“
Ich starrte ihn an, während sich mir die Wahrheit langsam erschloss. Alles, was geschehen war, begann plötzlich Sinn zu ergeben, und mir wurde übel, als ich begriff, was er getan hatte.
„Der Tod meiner Mutter …“, flüsterte ich und kämpfte darum, Luft zu bekommen. „Du wusstest von dem Labor, noch bevor wir uns überhaupt kennengelernt haben. Du hast sie getötet.“
Dorian lächelte mich an, ohne die geringste Spur von Schuld. „Ich habe ihr nur geholfen, ihre Forschung schneller abzuschließen“, erwiderte er ruhig.
Bevor ich mich auf ihn stürzen konnte, trotz der Ketten, die mich zurückhielten, bemerkte ich, dass sich jemand am hinteren Ende der Beobachtungsplattform bewegte. Ein kleines Mädchen stand halb verborgen hinter Dorians bewaffneten Wachen. Sie hatte dunkle Augen, die nicht zu blinzeln schienen, und sie starrte mich durch das Glas direkt an. Anders als die Menschen um sie herum schrie sie nicht und weinte nicht. Sie bewegte nur die Lippen und formte ein einziges Wort.
„Maelis“, flüsterte das kleine Mädchen lautlos.
Mein Herz setzte für einen Moment aus, als ich den Namen von ihren Lippen las. Es war ein Name, den ich seit dem Tag, an dem meine Mutter starb, von niemandem mehr laut gehört hatte. Ich konnte nicht begreifen, woher das kleine Mädchen ihn kannte oder warum sie mich ansah, als hätte sie auf mich gewartet.
Ehe ich weiter darüber nachdenken konnte, packten mich die Wachen an den Schultern und zerrten mich hinaus ins gleißende Sonnenlicht. Die Hitze traf meinen Körper sofort, verbrannte meine Haut und machte das Atmen schwer. Ich wehrte mich gegen ihren Griff, aber sie zerrten mich weiter, bis die Welt um mich herum zu verschwinden begann. Das Sonnenlicht wurde heller und heller, bis alles zu einem schmerzhaften weißen Schleier verschmolz und ich nichts mehr spüren konnte.
Piep. Piep. Piep.
Ich fuhr im Bett hoch und schnappte so heftig nach Luft, dass ich zu husten begann. Mein Brustkorb hob und senkte sich, während ich um Atem rang, und ich sah mich verwirrt um, in dem Versuch zu verstehen, wo ich war.
Es gab keine sengende Hitze, keine Asche in der Luft und keine wütende Menge, die nach meinem Tod schrie. Stattdessen roch ich teuren Espresso und den frischen Duft von Regen auf dem Asphalt, der durch ein offenes Fenster hereinwehte. Alles um mich herum fühlte sich fremd an, aber es hatte nichts mit der sterbenden Welt gemein, an die ich mich erinnerte.
Schnell sah ich auf meine Hände hinab und erwartete, die schmerzhaften Verbrennungen von den Metallfesseln zu sehen. Doch die Wunden waren verschwunden. Meine Handgelenke waren glatt, ohne Narben oder Blasen, und meine Haut sah völlig gesund aus.
Ich starrte ungläubig auf meine Hände, denn ich lebte, und zum ersten Mal seit einer gefühlten Ewigkeit hatte ich keine Schmerzen mehr.
Rasch stand ich von dem weichen Sofa auf, und meine nackten Füße berührten den polierten Holzboden meiner Wohnung in der Innenstadt von Vesper City. Jeder Muskel in meinem Körper schmerzte noch, als wäre ich gerade gefoltert worden, aber als ich mich umsah, war alles sauber und unberührt. Der Strom funktionierte, und die Klimaanlage summte leise in der Ecke.
Meine Hände zitterten noch, als ich nach meinem Handy auf dem Couchtisch griff. Der Bildschirm leuchtete auf, sobald ich es in die Hand nahm, und das Datum im Kalender ließ mich für einen Moment aufhören zu atmen.
13. Oktober 2000.
Ich starrte auf das Datum und konnte kaum glauben, was ich sah. Man hatte mir eine zweite Chance auf das Leben gegeben, und ich war nun neunundneunzig Tage von der Apokalypse entfernt.
Heute war genau der Tag, an dem meine Scheidung von Dorian rechtskräftig wurde. Es war auch der Tag, an dem ich die letzten Patente meiner Mutter hatte abtreten sollen, weil ich ihm zu sehr vertraut hatte, um seine Absichten zu hinterfragen. Damals hatte ich geglaubt, dass es beweisen würde, wie sehr ich ihn liebte, wenn ich ihm alles gab, was er wollte. Ich hatte mir nie vorgestellt, dass derselbe Mann mich eines Tages verraten und zum Sterben zurücklassen würde.
Bevor ich überlegen konnte, was ich als Nächstes tun sollte, ertönte ein scharfer Benachrichtigungston von meinem Handy. Ich sah auf den Bildschirm und entdeckte eine Nachricht von einer unbekannten Nummer.
Mir stockte der Atem, als ich sie öffnete und das angehängte Bild sah. Es war eine klare Fotografie meines eigenen misshandelten Körpers, angekettet vor dem Bunker, nur Sekunden vor meiner Hinrichtung. Meine Haut war verbrannt, meine Kleidung zerrissen, und mein Gesicht zeigte, wie viel Schmerz ich vor meinem Tod erlitten hatte.
Ich starrte auf das Bild und verstand nicht, wie jemand es hatte aufnehmen können oder warum man es mir jetzt schickte. Meine Finger zitterten, als ich nach unten scrollte, um die Nachricht darunter zu lesen.
Der unbekannte Absender hatte geschrieben: „Du hast neunundneunzig Tage, um eine andere Entscheidung zu treffen. Lass diesmal nicht zu, dass deine Mutter die Tür öffnet.“
Ich las die Nachricht mehrmals, aber ich verstand sie noch immer nicht. Ich wusste, dass ich neunundneunzig Tage hatte, um mein Schicksal zu ändern, doch der Teil mit der Tür, die meine Mutter öffnen sollte, verwirrte mich. Meine Mutter war seit Jahren tot, welche Tür war also gemeint, und wie konnte sie mit der Apokalypse zusammenhängen?
**Calistas Perspektive**Das verbrannte Gesicht auf dem Metalltisch war kaum zu erkennen, doch das Krankenhausarmband am Handgelenk der Frau war noch lesbar. Die schwarzen Buchstaben darauf bildeten einen Namen, den ich nur zu gut kannte.Maelis Arden.Ich starrte auf den Leichnam in Cassians privatem unterirdischem Krankenraum, mein Magen zog sich zusammen, während ich zu begreifen versuchte, was ich da sah. Maelis Arden war mein Geburtsname, der Name, den ich nach dem Tod meiner Mutter nicht mehr benutzt hatte, als ich als Calista Veyne bekannt wurde. Ich hatte diesen Namen zusammen mit den schmerzhaften Erinnerungen an meine Vergangenheit begraben, doch nun war er am Handgelenk einer toten Frau aufgetaucht.„Sie stand nicht auf der Liste meiner Angestellten, Calista“, sagte Cassian mit leiser Stimme, während er neben mir stand und auf die Leiche hinabsah. „Es gibt noch etwas, das Sie wissen müssen. Das Krankenhaus, das dieses Armband ausgestellt hat, wurde vor fünfundzwanzig Jahren
**Calistas Perspektive**„Milliardäre kaufen keine zweitausend Einheiten unterirdisches hitzebeständiges Metall, nur um ihre Küchen zu renovieren“, sagte ich, während ich die Informationen auf meinem Laptop studierte.Ich klappte meinen Laptop zu, und das Geräusch hallte durch mein provisorisches Büro. Cassian Rook war mehr als nur ein Rüstungsunternehmer. In meinem früheren Leben hatte seine Firma, Rook Defense Systems, die Bunker gebaut, die die Reichen und Mächtigen schützten, während alle anderen verbrannten. Doch den wenigen Aufzeichnungen zufolge, die ich vor meiner Hinrichtung hatte finden können, war Cassian aus der Öffentlichkeit verschwunden, genau als die Apokalypse begann.Nun, mit nur noch achtundneunzig Tagen bis zum Weltuntergang, kaufte Cassian heimlich industrielle Kühlanlagen, Notfall-Solarsysteme und eine verlassene Forschungseinrichtung außerhalb von Vesper City. Das waren keine Dinge, die ein Mann ohne Grund kaufte. Er bereitete sich auf etwas vor, und ich vermute
**Calistas Perspektive**Der bittere Geschmack von Blut und Asche stieg mir in den Mund und brannte in meiner Kehle, während ich um Atem rang. Verzweifelt versuchte ich, Luft zu holen, obwohl ich wusste, dass ich eigentlich gar nicht mehr am Leben sein dürfte, um zu atmen.Ich holte mehrmals tief Luft und sah mich in meiner Wohnung in der Innenstadt von Vesper City um. Alles stand genau da, wo es hingehörte. Nichts erinnerte an die sterbende Welt, an die ich mich erinnerte.Dann warf ich einen Blick auf die Uhr neben meinem Bett und sah 8:15 Uhr am 13. Oktober 2000, dasselbe Datum und dieselbe Uhrzeit, die mein Handy anzeigte. Ungläubig starrte ich auf beide Bildschirme. Irgendwie war ich in die Vergangenheit zurückgekehrt, exakt neunundneunzig Tage vor der Apokalypse.Ich starrte auf das Datum und versuchte zu begreifen, wie ich in die Vergangenheit zurückgekommen war. Ich war während der Apokalypse gestorben, und trotzdem war ich nun zurück in meiner Wohnung, neunundneunzig Tage bev
**Calistas Perspektive**Die Metallfesseln, die um meine Handgelenke geschweißt waren, hielten mich nicht nur an Ort und Stelle. Sie brannten sich auch in meine Haut und hinterließen schmerzhafte Blasen unter der heißen Wüstensonne. Es war das dritte Jahr der Apokalypse, und die Welt war zu einem Ort geworden, an dem nur die Stärksten überleben konnten.Um mich herum schrie eine wütende Menge von Überlebenden nach meinem Tod. Es waren dieselben Menschen, für deren Schutz ich mein Leben riskiert hatte, und nun wollten sie mir beim Sterben zusehen. Hinter dem dicken, verstärkten Glas des unterirdischen Bunkers stand mein Ehemann Dorian. Seine Kleidung war sauber, sein Gesicht ruhig, und er lächelte, als genösse er die Vorstellung.„Calista Veyne hat sich geweigert, die Lebensmittelvorräte zu teilen“, verkündete Dorian über die Lautsprecher, die außen am Bunker angebracht waren. Seine Stimme war klar und laut genug, dass jeder sie hören konnte. „Sie hat die Medizin für sich behalten, wäh