LOGIN"L'Akademie der Schatten" Elara, eine junge Frau, intelligent, aber völlig ohne Kontrolle in ihrem beruflichen und persönlichen Leben, fühlt sich heimlich zur Unterwerfung hingezogen. Auf eine geheimnisvolle Einladung hin tritt sie der "Akademie der Schatten" bei, einer diskreten Institution, in der die geheimsten Wünsche unter der Anleitung von Meister Kael, einem ebenso gefürchteten wie begehrten Dominator, erkundet werden. —Knien, befiehlt er. Ich widerstehe einen Moment, aus Stolz, aus Verzweiflung, bevor ich zusammenbreche, die Knie auf den harten Boden prallend. —Brave Mädchen, murmelt Isadora, aber ihre Stimme scheint fern, ertrunken im Summen meines eigenen Blutes in meinen Ohren. —Jetzt, sagt er, wirst du mir zeigen, wie sehr du das willst. Und ich weiß, mit einer erschreckenden Gewissheit, dass ich keine Wahl mehr habe.
View MoreElara
Das Papier gleitet zwischen meinen Fingern hindurch, dick wie Samt, durchtränkt von einem Duft, der mir zu Kopf steigt eine Mischung aus schwarzer Rose und etwas Dunklerem, beinahe Animalischem. Die goldenen Buchstaben schimmern im flackernden Licht meiner Kerze, als wollten sie mich hypnotisieren.
Die Akademie erwartet Sie. Wagen Sie es, die Schwelle zu überschreiten.
Keine Unterschrift. Kein Siegel. Nur diese Worte, mit einer Tinte geschrieben, so schwarz, dass sie das Licht um sich herum zu verschlucken scheint.
Ich setze mich auf die Kante meines Bettes, die Schenkel fest aneinandergedrückt, und spüre bereits die feuchte Wärme, die sich dort sammelt. Was ist das für ein Ort? Meine freie Hand wandert mein Bein hinauf, streift die Seide meines Morgenmantels zu leicht, zu durchsichtig. Ich merke nicht einmal, dass ich die Beine geöffnet habe, doch meine Finger gleiten bereits unter den Stoff, suchen nach Erleichterung durch eine Berührung irgendeine Berührung gegen dieses dumpfe Pulsieren zwischen meinen Schenkeln.
„Du verlierst den Verstand, Elara“, murmele ich mit rauer Stimme.
Aber ich kann den Blick nicht von diesem Brief lösen. Er riecht nach Gefahr. Nach jener Art von Gefahr, die dich in der Öffentlichkeit die Schenkel zusammenpressen lässt, die dich dazu bringt, gegen eine Wand genommen werden zu wollen, ganz gleich, wer zusieht. Nach jener Art von Gefahr, die dir verspricht, dass du, wenn du es wagst, sie zu berühren, niemals wieder dieselbe sein wirst.
Ich springe auf, den Brief fest in meiner Hand verkrampft, und beginne in meinem Zimmer auf und ab zu gehen. Die Dielen knarren unter meinen nackten Füßen, jeder Schritt klingt wie ein Countdown. Dorthin zu gehen wäre Wahnsinn. Und doch lässt mich der Gedanke, nicht zu gehen, aufschreien wollen.
Ich stelle mir bereits die Wände dieser Akademie vor, dunkel und vom Wachs glänzend, gedämpfte Flüstertöne hinter verschlossenen Türen, ineinander verschlungene Körper im Schatten … Meine Brustwarzen verhärten sich unter dem dünnen Stoff meines Nachthemdes, zwei schmerzende Spitzen, die darum flehen, gezwickt, gebissen zu werden, bis ich stöhne.
„Verdammt.“
Ich falle vor meinem Schminktisch auf die Knie, die Finger zittern, während ich die unterste Schublade öffne. Dort, unter Parfümflakons und verstaubten Schmuckschatullen, liegt, was ich suche: ein kleiner Vibrator in Form einer Zunge, weich und kalt. Ich schalte ihn mit einem Klick ein, das tiefe Summen der Vibrationen erfüllt den Raum. Ohne zu zögern hebe ich meinen Morgenmantel an und öffne meine bereits geschwollenen, bereits feuchten Lippen mit zwei Fingern. Das glatte Plastik gleitet über meinen Kitzler, und ein rohes, verzweifeltes Stöhnen entweicht mir.
„Oh, fuck …“
Ich wölbe mich, eine Hand krallt sich am Rand des Schminktisches fest, während die andere das Spielzeug in engen Kreisen führt, fest drückt, zu fest, als könnte ich mich für diese Schwäche bestrafen. Doch je mehr ich mir wehtue, desto stärker reagiert mein Körper, windet sich, fleht. Meine Hüften heben sich vom Boden, suchen nach etwas Größerem, etwas Härterem als dieses Stück Plastik.
Ich stelle mir Hände auf mir vor – seine Hände vielleicht. Ihre Hände. Finger, die mich gnadenlos spreizen, eine Zunge, die mich leckt, bis ich schreie, ein Schwanz, der mich so tief stößt, bis ich nicht mehr weiß, wie ich heiße.
„Elara …“
Ich zucke zusammen, die Finger erstarren. Das ist nicht meine Stimme. Das ist niemand. Nur der Wind an den Scheiben, vielleicht. Oder …
Oder ich bin bereits gefallen.
Ich reiße den Vibrator abrupt weg und werfe ihn auf das Bett, als würde er mich verbrennen. Meine Muschi pulsiert, leer, hungrig, und ich presse die Schenkel zusammen, stöhne, die Finger zittern vor Frustration. Nein. Nicht so. Nicht allein.
Der Brief liegt noch immer da, auf dem Schminktisch, und verhöhnt mich.
Kassian LéonIch schlafe in dieser Nacht nicht.Nicht wirklich. Ich bleibe wach in dem großen Bett, höre auf ihren Atem, sehe zu, wie das Dunkel langsam gegen die Morgendämmerung verblasst. Sie schläft, friedlich, ihr Haar auf dem Kissen verstreut wie eine Signatur. Eine Hand liegt auf meinem leeren Platz, als ob sie selbst im Schlaf die Wärme suchte, die ich mitgenommen habe.Ich sollte ruhig sein.Bin ich nicht.Es ist schlimmer als alles vorher. Schlimmer als das Warten, schlimmer als die Ungewissheit. Jetzt, wo ich weiß, wo ich gekostet habe, wo ich meinen Namen in ihrem Mund gehört habe, in dem Moment, als sie sich hingab, bin ich hungriger denn je.Ein Wolfshunger. Ein Bestienhunger.---Sechs Uhr dreißig. Ich bin in meiner Ankleide, wähle einen grauen Anthrazit-Anzug, eine nachtblaue Krawatte. Die Bewegungen mechanisch, präzise. Ich könnte es
LéonDas Abendessen verläuft in dieser seltsamen Intimität. Ich beantworte ihre Fragen, ich benenne die Gewürze, ich erkläre, warum Risotto Geduld erfordert, warum man zu Fisch nie Käse serviert. Sie hört zu, ernst, als ob jede Information kostbar wäre. Sie probiert, sie genießt, sie schließt die Augen, wenn ein Geschmack sie überrascht.Ich spreche nicht über meine Arbeit. Sie fragt nicht. Wir schweben, zeitenthoben, in dieser Küche, die nie benutzt wurde, erleuchtet von Kerzen aus jungfräulichem Wachs.Als sie ihren Teller leert, legt sie die Gabel bedächtig beiseite.— Es war perfekt, sagt sie.— Tiramisu ist im Kühlschrank.Sie schüttelt den Kopf, ihre Augen in meinen.— Ich habe keinen Hunger mehr. Nicht darauf.Der Atem der Kerze flackert zwischen uns.— Was willst du?Meine Stimme i
LéonIhre Finger um mein Handgelenk. Dieser winzige Druck, kaum bewusst. Sie schläft noch, aber ein Teil von ihr wacht, hat mich kommen gespürt, hat mich erkannt.Ich ziehe meine Hand nicht weg.Die Zeit dehnt sich, steht still. Die Lichtstreifen auf dem Bett verändern sich unmerklich, gleiten vom Kissen auf ihre nackten Schultern. Die Nacht bricht herein, das Zimmer versinkt im Blau der Abenddämmerung. Ich bewege mich nicht. Ich mache kein Licht. Atmen genügt. Sie ansehen genügt.Ihre Lider flattern. Ein langer Wimpernschlag. Ihre Augen öffnen sich, zuerst verloren, dann finden sie meine. Sie zuckt nicht zusammen. Zieht ihre Hand nicht weg. Ihre Lippen öffnen sich zu einem erwachenden, verschlafenen, hingegebenen Lächeln.— Du bist zurück, haucht sie. Es ist eine Selbstverständlichkeit. Eine frohe Feststellung.— Ich bin zurück.Meine Stimme
LéonIch gehe die Stufen der Freitreppe hinunter. Die Morgenluft ist kalt, schneidend, ein Schock nach der feuchten Wärme des Bades. Die Stadt erwacht, grau und laut, aber ihre Konturen wirken verschwommen, wie von Watte gedämpft. Meine Sinne sind betäubt, gesättigt von ihr. Der Duft ihres Shampoos auf meiner Haut unter dem Eau de Cologne. Die Erinnerung an ihre Finger, schüchtern und entschlossen, die ihre Spuren auf meinem Körper zogen.Die Tür der schwarzen Limousine öffnet sich. Ich lasse mich auf den Rücksitz fallen.— Zum Büro, Monsieur?— Zum Büro.Meine Stimme ist tiefer als sonst. Sie hallt seltsam im gedämpften Innenraum wider. Der Motor schnurrt. Die Stadt zieht vorbei, eine Kulisse ohne Substanz.Ich schaue aus dem Fenster, aber ich sehe nicht die Straße. Ich sehe ihre Augen, glänzend im Halbdunkel des Bettes, die mir folgen, w&aum
ElaraDie Worte, die ich gerade ausgesprochen habe, „Ich akzeptiere, deine Untergebene zu sein“, hängen in der Luft, schwer von unwiderruflichen Konsequenzen. Das Echo des Satzes „So sei es“ von Kael hallt noch in meinen Knochen nach. Der Pakt ist besiegelt. Es gibt keinen Ausweg mehr, nur einen la
ElaraDer Schweiß trocknet auf meiner Haut und hinterlässt einen feinen, salzigen Film, der an den Laken klebt. Kaels Gewicht neben mir ist eine Präsenz, so fest und unerschütterlich wie ein Fels inmitten des Meeres. Sein Arm liegt über meinen Hüften – besitzergreifend selbst im Ruhezustand. Ich sc
ÉvaKael legt die Nadel beiseite, und in der darauffolgenden Stille kehrt keine Erleichterung ein, sondern eine noch schrecklichere Erwartung, denn ich weiß tief in meinem bereits gemarterten Körper, dass diese Pause nur das Vorspiel zu einer neuen Form der Folter ist, und ich sehe ihm zu, wie er d
ElaraDas goldene Licht des Nachmittags fällt durch die schweren Vorhänge und zeichnet warme Streifen auf das dunkle Parkett. Ich knie bereits auf dem Bett, die Hände auf meinen Oberschenkeln, die Haut empfindlich unter dem kühlen Stoff der Laken. Die Luft ist schwer, geladen mit elektrischer Spann