MasukAylas SichtWir bleiben so für eine lange, qualende Minute, keiner von uns bewegt sich einen Zentimeter. Ich kniete im Dreck, zitternd und völlig erschöpft.Lucian, der ein paar Meter entfernt auf dem Kies steht, seine Hand immer noch auf seiner Schläfe ruht, seine Brust hob und senkte sich in schweren, stillen Atemzügen, während er verarbeitet, was gerade passiert ist.Die Blätter der alten Bäume rund um den Hof werden vom Nachmittagswind rascheln, das sanfte Geräusch bricht die absolute Stille, die sich über uns gelegt hat.Langsam lässt Lucian seine Hand von seinem Kopf fallen, seine langen Finger zittern nur ein Bruchteil, bevor er sie zu einer Faust ballt.Der schockierte Ausdruck auf seinem Gesicht verschwindet schnell und wird durch etwas viel Tieferes, Dunkleres, Berechnenderes und unglaublich Gefährliches ersetzt. Er geht auf mich zu, seine Schritte sind langsam, überlegt und stetig.Er kniet sich vor mir auf das Gras, seine großen Arme greifen meine Oberarme mit einem eisern
Aylas SichtIch sitze erstarrt auf dem Stuhl. Der Hof? Was wird er dieses Mal tun?„Fräulein Ayla“, schnappt Vera, ihre Augen verengen sich, als sie mich mit einem Blick anstarrt, ihre Stimme ist flach und frei von persönlichen Gefühlen. “Den Meister nicht warten lassen.”Ich stehe sofort vom Stuhl auf und gehe dicht hinter ihr zur Tür. In dem Moment, in dem die Doppeltüren aufgestoßen werden und wir aussteigen, folgen mir die beiden großen Wachen dicht hinter mir.Sie führen mich die langen, gewundenen Korridore hinunter, die große Treppe hinunter und durch eine Reihe von Glas-Doppeltüren auf der Rückseite des Herrenhauses, die ich noch nie zuvor gesehen habe.In dem Moment, in dem wir durch die Tür gehen, trifft die Luft direkt auf mein Gesicht, und für eine Sekunde schließe ich einfach meine Augen und atme sie ein.Der Geruch von feuchter Erde und Kiefern überwältigt meine Sinne. Der Hof des Flügelhofs ist riesig, umgeben von hohen Steinmauern, die mit scharfen Eisenspitzen gekrönt
Aylas SichtDas blendende Sonnenlicht, das in den Raum einströmt, ist das erste, was ich sehe, wenn ich am nächsten Morgen aufwache. Ich reite auf, meine Hand fliegt in Panik zu meiner Nase.Das Blut ist weg, und jemand hat mein Gesicht gereinigt und mein Laken gewechselt, während ich schlief. Die Seide unter mir ist weich, aber das erstickende Gefühl, in einem vergoldeten Käfig gefangen zu sein, ist stärker als je zuvor.Ich schaue mich in dem leeren, luxuriösen Raum um, mein Herz klopft laut gegen meine Brust. Er war hier. Er berührte mich und schlief ein, als wäre ich nichts als eine Puppe.Der heiße, blendende Schmerz von letzter Nacht ist verblasst, aber mein Kopf pocht mit einem dummfen, nervigen Schmerz.Ich sitze auf der Bettkante und strecke meine steifen Beine, bevor ich aufstehe und ins Badezimmer gehe.Ich bleibe noch ein paar Minuten unter der Dusche, lasse das warme Wasser jeden schmerzenden Teil meines Körpers berühren, dann trete ich nach dem Trocknen meiner Haare aus.
Aylas SichtMein gesamter Muskel erstarrt, als Lucian einen weiteren Schritt näher kommt, seine Augen auf meine gerichtet. Die Matratze senkt schwer unter sein immenses Gewicht, als er ein Knie auf die Bettkante legt und sich mit erschreckender Leichtigkeit bewegt.Ich bewege mich rückwärts, bis mein Rücken auf das schwere Mahagoni-Kopfteil trifft und die Bettdecke so fest an meine Brust drücke, dass sich meine Fingernägel in den Stoff graben.„Bleib weg von mir“, flüstere ich, meine Stimme zittert in der Dunkelheit, ohne wirkliche Macht. “Komm nicht näher.”„Du bist in meinem Bett, kleiner Vogel“, murmelt Lucian, seine Stimme ist ein leises, gutturales Rumpeln, das in meinen Knochen zu vibrieren scheint. Er packt meine Beine und zieht mich grob.Ich falle flach auf den Rücken und er beugt sich nach unten, schwebt vollständig über mir, sperrt mich mit seinen Armen auf beiden Seiten meiner Schultern ein, sein massiver Körper blockiert den Rest des Raumes. “Tu das nicht. Du hast kein Re
Aylas SichtLucian lässt mich los, ein kaltes, vorgetäuschtes Kichern dröhnt aus seiner Kehle, als er zurücktritt und die Manschetten seiner dunklen Anzugjacke aufrichtet, als wäre nichts passiert. Er sieht völlig ungestört aus, während ich zittere und nach Luft auf dem Tisch schnappe.„Vera“, ruft er, sein tiefer Bariton dröhnt durch den sterilen Raum. Vera materialisierte sich sofort aus dem Nichts und tauchte mitten im sterilen Raum auf. Ich schaudere nicht, weil dies nicht das erste Mal ist, dass ich sie das tun sehe.„Bring sie zurück in die Suite“, befiehlt Lucian und dreht mir den Rücken zu, während er hinübergeht, um sich die medizinischen Monitore anzusehen. “Verdoppeln Sie die Wachen außerhalb des Raumes. Sie darf aus keinem Grund gehen. Wenn sie auch nur den Türgriff berührt, benachrichtigen Sie mich sofort. Sie ist im absoluten Lockdown.”„Verstanden, Meister Vane“, antwortet Vera, kommt näher und bedeutet, dass ich vom Tisch runtersteige.Meine Beine zittern sehr, ich kan
Aylas SichtDie Luft im Raum wird völlig still. Das einzige Geräusch, das ich hören kann, ist das schwere Pochen meines eigenen Herzens gegen meine Brust. Lucians Blick verengt sich in meine Richtung, dann macht er langsame Schritte zurück zum Tisch, sein Blick ist ganz auf mich gerichtet, bis er nur wenige Zentimeter von mir entfernt steht, sein hoch aufragender Körper überschattet meine kleine Gestalt.„Ganz menschlich“, wiederholt er, die Worte ziehen sich wie eine tödliche Drohung aus seinem Mund. „Doch dein Gehirn arbeitet hart genug, um meinen besten Mediziner zu verwirren. Erklären Sie mir das, Ayla. Sag mir, wie ein Mensch das schafft.““Ich weiß nichts”, schreie ich, der Stress belastet mich endlich, mein ganzer Körper zittert, während die pochenden Kopfschmerzen scharf zurückkehren. Ich greife mit beiden Händen nach meinen Haaren, Tränen der Frustration laufen endlich über meine Augenlider. “Ich weiß nicht, warum mein Gehirn das tut. Ich habe jetzt seit fast einer Woche schr







