INICIAR SESIÓNAm nächsten Morgen herrschte in Cassiennes neuem Penthouse ungewöhnliche Ruhe.Niemand sprach viel.Sonnenlicht fiel durch die hohen Glasfenster und zog sich in weichen goldenen Streifen über die Marmorböden.Die Stadt weit unter ihnen machte weiter, als wäre nichts passiert.Doch im Penthouse hatte sich alles verändert.Cassienne stand ruhig und gefasst vor dem Spiegel.Ihr Spiegelbild sah genauso aus, wie es sollte.Elegant.Unberührt.Doch die Welt draußen sah sie nicht mehr so.Hinter ihr lehnte Jessica Tremont mit verschränkten Armen an der Wand und beobachtete sie schweigend.Auf der anderen Seite des Raumes gingen Tessa Philips und Elena Brooks vorsichtig Cassiennes Tagesplan durch.Niemand sprach.Nach einer langen Stille war es schließlich Tessa, die das Schweigen brach.„Die Presse wartet bereits unten“, sagte sie vorsichtig. „Die Sicherheitsmaßnahmen wurden seit letzter Nacht verdoppelt.“Cassienne richtete den Ärmel ihres Outfits.Sie trug einen maßgeschneiderten cremefarb
Die Geräusche von zuvor waren zu einem fernen Summen verblasst.An ihre Stelle waren der gleichmäßige Rhythmus der Geräte und die gelegentlichen Schritte vorbeigehender Krankenschwestern getreten.In der privaten Suite war das Licht gedimmt und warf weiche Schatten durch den Raum.Die meisten waren inzwischen hinausgegangen.Aurora war gegangen, um sich um die Presse draußen zu kümmern.Daisy war kurz danach gefolgt, weil sie einfach nicht länger still sitzen konnte.Jessica blieb in der Nähe, hielt aber Abstand und gab Cassienne den Raum, den sie brauchte.Merrick hatte einen Anruf im Flur angenommen.Corren ruhte.Die Medikamente hatten ihn endlich in den Schlaf gezogen.Sein Atem war gleichmäßig.Sein Gesicht nicht länger vor Schmerz verzogen.Cassienne stand allein am Fenster.Die Lichter der Stadt zogen sich endlos hinter dem Glas entlang.Ruhig.Gleichgültig gegenüber allem, was gerade passiert war.Ihr Spiegelbild blickte ihr entgegen.Nach außen wirkte sie noch immer gefasst.
Die Ruhe des Krankenhauses war verschwunden.Selbst in den späten Nachtstunden herrschte auf den Fluren noch Bewegung, auch wenn es inzwischen stiller geworden war.Das Chaos von zuvor hatte sich gelegt.Doch an seine Stelle war etwas Schwereres getreten.Kein Lärm.Keine Panik.Sondern Spannung.In einer privaten Suite im oberen Stockwerk war die Atmosphäre dicht.Corren lag blass, aber bei Bewusstsein im Bett.Die Wunde war versorgt worden.Ein fester Verband lag um seine Seite.Die Geräte neben ihm piepten gleichmäßig und bestätigten, was Ray zuvor gesagt hatte.Er war stabil.Und am Leben.Cassienne saß neben ihm.Seit er eingeliefert worden war, hatte sie sich kaum bewegt.Ihre Finger lagen leicht auf der Bettkante.Ihr Blick blieb fest auf ihm, als müsste sie sich ständig selbst davon überzeugen, dass es ihm wirklich gut ging.„Du solltest dich ausruhen“, sagte Corren leise.Seine Stimme klang noch immer angestrengt.Cassienne schüttelte den Kopf.„Mir geht es gut.“Ihre Stimme
Die Nacht brach im Chaos auseinander.Sirenen heulten scharf durch die Straßen, während Einsatzfahrzeuge sich mit hoher Geschwindigkeit durch den Verkehr bewegten.Rote und blaue Lichter spiegelten sich auf Glasfassaden.Auf vorbeifahrenden Autos.Auf den erschrockenen Gesichtern der Menschen, die noch vor wenigen Minuten gefeiert hatten.Der Krankenwagen traf schnell ein.Corren wurde auf einer Trage hinausgebracht.Sein Körper war angespannt.Sein Hemd war dort, wo die Klinge ihn getroffen hatte, vollständig mit Blut durchtränkt.Die Sanitäter arbeiteten präzise.Kurze, dringende Anweisungen wurden ausgetauscht, während sie versuchten, ihn zu stabilisieren.Cassienne folgte dicht hinter ihnen.Ihre Beherrschung war verschwunden.Ihre Hände zitterten.Ihr Atem ging unregelmäßig.Ihre Augen blieben auf Corren gerichtet, als würde alles noch schlimmer werden, wenn sie auch nur für einen Moment wegsehen würde.„Er hat mir das Leben gerettet“, sagte sie.Ihre Stimme brach.Alle sahen sie
Die Feier hörte nicht auf.Doch die Nacht trug inzwischen eine andere Art von Energie.Nicht mehr das elektrisierende Dröhnen der Arena.Diesmal war alles eleganter.Kontrollierter.Bewusster.Eine Feier für Macht, Einfluss und für Menschen, die verstanden, was es bedeutete, die Zukunft einer ganzen Branche mitzugestalten.Im Herzen von Southvales exklusivem Nachtleben lag der Club Eighteen.Er war nicht einfach nur ein Club.Er war ein Statement.Das Gebäude erhob sich mit moderner architektonischer Präzision.Die Fassade leuchtete unter mehreren Lichtschichten, deren Farben sich subtil veränderten.Die Sicherheitsmaßnahmen waren streng.Fast militärisch.Jeder Gast wurde kontrolliert.Jede Bewegung überwacht.Nur wer auf der Gästeliste stand, durfte hinein.Und heute Abend zählten nur die wichtigen Gäste.Ein eleganter schwarzer Wagen hielt vor dem Eingang.In dem Moment, als sich die Tür öffnete, veränderte sich die Atmosphäre.Cassienne stieg aus.Sie sah atemberaubend aus.Sie tr
Die Arena pulsierte vor Energie.Lichter zuckten durch den riesigen Raum und durchschnitten die Dunkelheit in Wellen aus Farbe und Bewegung.Die Menge jubelte voller Erwartung.Die Stimmen stiegen und fielen wie ein Sturm, der einfach nicht zur Ruhe kommen wollte.Jeder Bildschirm.Jedes Banner.Jeder Winkel der Bühne spiegelte eine einzige Sache wider.Das hier war nicht einfach nur ein Wettbewerb.Es war ein Ereignis.Die große Eröffnung des Apex Circuit hatte bereits weltweit für Aufsehen gesorgt.Doch heute Abend fühlte sich alles anders an.Spannung lag in der Luft.Ein Gewicht, das weit über Unterhaltung hinausging.Heute Abend richteten sich alle Augen auf einen einzigen Namen.NULLWRAITH.……Hinter der Bühne war die Atmosphäre ruhiger und kontrollierter.Cassienne saß vor ihrem Setup.Ihre Finger lagen leicht auf der Tischkante.Das Leuchten des Bildschirms spiegelte sich in ihren ozeanblauen Augen.Ruhig.Fokussiert.Tessa stand in der Nähe und ging mit einem Tablet in der Ha







