ログイン»Das Sonnenlicht schmerzt?« Cassians Stirn legte sich in Falten, und Verwirrung trat augenblicklich in sein Gesicht. Er zog schnell die schweren Vorhänge zu, hüllte den Raum in Dunkelheit und tauchte Adrians brennende Haut in Schatten.»Das ist nicht normal«, sagte Cassian, Sorge lag in seiner Stimme. »Sonnenlicht verursacht mir Unbehagen, aber niemals solche intensiven Schmerzen.«Der Heiler kehrte hastig zurück, um Adrians neuen Zustand zu untersuchen. Nachdem er ihn eine lange Zeit begutachtet hatte, breitete sich ein Blick des Staunens auf seinem Gesicht aus. »Mein Lord, das ist außergewöhnlich. Es scheint, als hätte sich die Macht des Blutsängers mit dem Verwandlungsprozess verbunden und ihn in eine völlig neue Art von Wesen verwandelt. Er reagiert viel empfindlicher auf Sonnenlicht als gewöhnliche Vampire, aber...«»Aber was?«, verlangte Cassian zu wissen.»Aber seine anderen Fähigkeiten könnten sich als bedeutend mächtiger erweisen«, schloss der Heiler. »Diese lichtbasierte Ene
»Silbergift«, sagte Cassians Heiler mit ernster Miene, während er Adrians Wunden untersuchte, nachdem sie eilig in den Palast zurückgekehrt waren. »Es breitet sich rasch in seinem Blut aus. Für einen Sterblichen wäre es innerhalb von Stunden tödlich.«Cassian kniete an Adrians Bett, hielt seine Hand fest und war vor Panik blass im Gesicht. »Was tun wir also? Gibt es denn keinen Weg, ihn zu retten?«Der Heiler zögerte, seine Augen blickten vorsichtig zu Cassian. »Es gibt einen Weg, mein Lord. Aber es ist eine schwere Entscheidung.«»Sprich«, verlangte Cassian.»Ihr könnt ihn verwandeln«, sagte der Heiler. »Ihn in einen Vampir zu verwandeln, wird das Silbergift aus seinem Körper austreiben und ihn retten. Aber mein Lord, es ist dauerhaft. Er wird nie wieder ein Mensch sein.«Cassian blickte hinab auf Adrians schwaches, blasses Gesicht, seinen flachen Atem und seine eiskalte Haut. »Adrian«, flüsterte er, »kannst du mich hören?«Adrians Augen öffneten sich leicht, verschwommen und schwach
Cassian stand vor der Festung Ravenswood, allein, das Schwert in der Hand. Seine Augen brannten in einem unerschütterlichen, tiefen Rubinrot — ein krasser Kontrast zu der absoluten Beherrschung, die er dreihundert Jahre lang aufrechtgehalten hatte.»Du bist gekommen«, Victors Stimme hallte von den Brustwehren herab, wo er stand, sein gesamter Coven hinter ihm aufgereiht. »Allein. Ich bin beinahe enttäuscht, Blackwood. Ich dachte, du würdest wenigstens ein paar Soldaten mitbringen.«»Ich brauche meine Soldaten nicht«, antwortete Cassian, seine Stimme so kalt wie winterlicher Stahl. »Lass Adrian frei, und ich gewähre dir vielleicht einen schnellen Tod.«Victor stützte beide Hände auf das alte Steingeländer und blickte auf Cassian herab, als wäre dieser eine Beute, die freiwillig in die Falle des Jägers getappt war.»Immer noch so hochmütig«, spottete er mit einem langsamen Klatschen. »Drei Jahrhunderte haben dich nicht verändert.«Cassian reagierte nicht.Der kalte Wind strich über das
Das Papier zitterte in Adrians Händen. »Ein Duell? Das kannst du nicht tun, Cassian. Wenn du verlierst...«»Ich werde nicht verlieren«, sagte Cassian bestimmt, obwohl trotz aller Bemühungen, es zu verbergen, eine tief liegende Spur von Unruhe in seinen Augen flackerte.»Aber wenn doch«, hakte Adrian nach, »wird Victor mich nehmen und er wird deinen Palast und dein Volk vernichten. Das Risiko ist viel zu groß.«Cassian ergriff seine Hand, sein Blick war unerschütterlich. »Und wenn ich ablehne, wird er trotzdem angreifen, und zwar bestens vorbereitet. Bei einem Duell stehen wenigstens nur unsere zwei Leben auf dem Spiel und nicht der gesamte Palast.«Stille breitete sich zwischen ihnen aus.Adrian senkte den Blick, seine Finger krampften sich unwillkürlich um den Brief, bis das Papier unter seinem Griff zerknitterte. Jeder Instinkt in seinem Körper schrie, dass etwas nicht stimmte. Victor war vieles, aber ehrenhaft war er noch nie gewesen.Er trat näher an Cassian heran, seine Stimme wa
»Attentäter in den Gängen?«, Cassians Stimme fiel in eine gefährliche Eiskälte ab. »Welcher Gang?«»Der alte Weinkeller auf der Westseite, mein Lord«, berichtete der Spion. »Ein vergessener Gang, der unter den Fundamenten des Anwesens hindurch und hinaus in den äußeren Wald führt.«Cassian eilte sofort zurück in das Schlafgemach und weckte Adrian mit einer sanften, aber dringlichen Berührung. »Adrian, steh auf. Wir müssen sofort hier weg.«Adrian schreckte hoch, seine Instinkte waren augenblicklich auf Alarmstufe rot. »Was ist passiert?«»Victor hat uns hintergangen«, sagte Cassian und half ihm, sich schnell anzuziehen. »Attentäter sind im Anwesen, und sie haben es auf dich abgesehen.«Sie sprinteten den Korridor hinunter. Cassians Wachen waren bereits alarmiert und eilten mit gezogenen Waffen in alle Richtungen. Doch gerade als sie die Haupthalle erreichten, materialisierten sich drei dunkle Gestalten aus den Schatten, die sich mit übernatürlicher Geschwindigkeit bewegten.Cassian re
Das intensive Brennen des Zeichens pochte noch immer in Adrians Brust, als er aus dem Fenster blickte und mindestens fünfzig schattenhafte Gestalten sah, die sich an den Grenzen des Anwesens gesammelt hatten, ihre Augen glühten wie rote Kohlen in der Dunkelheit.»So viele...«, flüsterte Adrian voller Entsetzen.»Victor hat seinen gesamten Zirkel mitgebracht«, sagte Cassian, seine Stimme war gefährlich ruhig, selbst als sich sein Körper auf die Schlacht vorbereitete. »Er will dieses Mal keine Fehler machen.«Die Alarme des Anwesens dröhnten, Wachen eilten auf ihre Positionen, und Cassians Kommandant platzte mit hastigen Schritten in ihr Zimmer. »Lord Blackwood, gegen eine so große Streitmacht können wir nicht lange standhalten. Unsere Zahl beträgt weniger als die Hälfte der ihren.«Cassians Kiefer verhärtete sich. »Dann müssen wir uns auf Strategie verlassen, nicht auf rohe Gewalt.« Er wandte sich zum Fenster und berechnete die Formation des Feindes.Genau in diesem Moment löste sich e






