„Weil du mich nicht magst, hast du nie darüber nachgedacht.“Man kann nicht anders, als jemanden zu mögen. Wenn man erst darauf hingewiesen werden muss, ist es keine echte Zuneigung.„Lina.“ Julian runzelte die Stirn. Noch nie war ihm eine Situation so schwergefallen.„Schon gut.“Lina lächelte. „Ich hatte damit gerechnet. Ich wollte nur endlich sagen, was ich fühle – damit ich wenigstens weiß, woran ich bin, und nichts bereuen muss. Verstehst du?“Die Tür des Separees wurde geöffnet, der Kellner schob einen Servierwagen herein.„Hier kommt Ihr Essen.“„Danke.“Die Gerichte wurden aufgetischt. Lina tat unbekümmert und forderte Julian auf:„Iss, das hier ist teuer. Ich bezahle mit meinem Doktoranden-Stipendium, das darf nicht verschwendet werden. Alles aufessen!“„... Okay.“Bei der Mahlzeit bekam Julian kaum einen Bissen hin.Lina ging es nicht besser. Äußerlich gelassen, innerlich zerbrochen.Sie erzählte von ihrem Doktorvater und ihren Kommilitonen, und so verging das Es
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