LOGINVon ihrem Vater verstoßen und von ihrer Stiefmutter schikaniert, sah Sophie Tanner nur einen Ausweg: Sie drang in die Villa des mächtigen Magnaten von Königsberg, Maximilian von Berg, ein und forderte ihn zur Heirat. Am Tag der Hochzeit entdeckte Maximilian, dass Sophie keine Jungfrau mehr war. Er war überzeugt, sie führe ein zügelloses Leben und sei moralisch verdorben. Nach zehn Monaten brachte Sophie ihr Kind zur Welt, willigte in die Scheidung ein, verließ das Haus ohne einen Cent. Sie verschwand spurlos. Jahre später kehrte Sophie nach Königsberg zurück – an ihrer Seite ein Kind. „Herr von Berg, ich habe gehört, Sie suchen einen Privatarzt?“ Maximilian tappte bereitwillig in die Falle: „Sie sind eingestellt.“ Gerüchte machten die Runde: Herr von Berg hatte keine Ehefrau und brauchte keine Geliebte – stattdessen umsorgte er seine Privatärztin wie einen Schatz. Ihr Kind, dessen Vater unbekannt war, behandelte er wie sein eigenes.
View MoreDie Frage kam so plötzlich und unerwartet.Maximilians Pupillen weiteten sich. Er brachte seine Gedanken kaum in Worte – wie sollte er darauf antworten?„Sagst du es mir?“Ausgerechnet jetzt blickte Eila ihn mit kindlicher Unschuld und Erwartung an.Maximilian rang sich dazu durch, irgendetwas zu sagen.„Ein Papa ist wie eine Mama ... Jedes Kind auf dieser Welt braucht sowohl eine Mama als auch einen Papa.“Was meinte er damit?Eila verstand es immer noch nicht. „Dann hat Eila auch einen Papa, oder?“„Hm.“ Maximilian schluckte. Er war sich nicht sicher, ob er nicken sollte. „Ja.“Das machte Eila nur noch verwirrter. In ihrem kleinen Kopf tauchte ein riesiges Fragezeichen auf.Maximilian musste schmunzeln und strich ihr über die Haare. „Warum fragst du das, Eila?“Vermisste sie ihren Papa?Er fragte sich, was Sophie ihr über ihren Vater erzählt hatte.„Weil ...“Eila runzelte die kleine Stirn. Sie schien ihn als Vertrauten zu betrachten und erzählte ohne Umschweife.„Heut
„Das ist bestimmt Eila, die kleine Maus.“Ingrid betrachtete die Kleine in Sophies Armen; ihr Blick war voller Zärtlichkeit und Zuneigung.Sie rieb sich die Hände, sichtlich aufgeregt.„Darf ich ... darf ich sie mal auf den Arm nehmen?“Sophie war sich nicht sicher und fragte Eila: „Eila, möchtest du mal zu Frau Waldner auf den Arm?“Eila blinzelte mit ihren großen Augen und betrachtete Ingrid.Kleine Kinder haben einen sechsten Sinn. Eila spürte das Wohlwollen, das von Ingrid ausging.Eila streckte Ingrid die pummeligen Ärmchen entgegen.„Oh, was für ein braves Kind!“ Ingrid war überglücklich und schloss sie in die Arme.Vor lauter Rührung traten ihr fast Tränen in die Augen.Die Kleine war so weich und rundlich, hübsch und klug.Wenn sie damals ihren Sohn und Sophie nicht auseinandergebracht hätte ... dann wäre ihr eigenes Enkelkind jetzt wohl auch so groß!Das war ihre Schuld, die sie auf sich geladen hatte.„Soll ich mit dir in den Garten gehen und dir Zuckerwatte kauf
Nachdem Sophie aufgelegt hatte, schaute sie Eila weiter beim Essen zu.Es dauerte nicht lange, bis jemand kam.„Entschuldigen Sie, Dr. Tanner.“Sienna war ausnahmsweise etwas verlegen. „Das war vorhin unhöflich von mir, es tut mir leid. Ich wusste nicht, dass Sie Ärztin sind, und habe Sie herumkommandiert.“Sophie stutzte kurz. Hatte Frau Vollmer es ihr erzählt?Sie schüttelte lächelnd den Kopf. „Kein Problem, es war nur eine Kleinigkeit, von Herumkommandieren kann keine Rede sein.“„Sie sind also nicht böse?“ Siennas Augen leuchteten auf.„Natürlich nicht.“„Wie schön!“Sienna freute sich sehr und ergriff begeistert Sophies Hand.„Aber ich war trotzdem im Unrecht. Wie wäre es, wenn ich Sie zum Essen einlade? Oder soll ich Ihnen lieber ein Geschenk kaufen?“„Das ist wirklich nicht nötig ...“So viel Enthusiasmus war Sophie etwas zu viel.„Doch, doch, das muss sein! Sonst habe ich ein schlechtes Gewissen ...“„Mama.“Eila war mit dem Essen fertig und kam zu ihr gelaufen,
„Gib mir bitte Eis rein.“„Oh, in Ordnung.“Sophie nahm das Glas entgegen und schmunzelte insgeheim – diese Angewohnheit hatte sie mit Maximilian gemein.Sie gab reichlich Eiswürfel hinein und reichte das Glas zurück.In der Esszimmertür erschien Maximilian, gerade rechtzeitig, um diese Szene zu sehen. Er runzelte die Stirn, sagte aber nichts.„Maximilian, du bist wach.“ Sienna zog ihn sofort zu einem Stuhl und setzte ihn neben sich.Inzwischen war auch Frau Vollmer vom Müllrausbringen zurück.„Herr von Berg, soll ich das Frühstück auftragen?“„Ja.“ Maximilian nickte.„Gut.“Frau Vollmer grummelte insgeheim – wegen des unangekündigten zusätzlichen Gastes reichte das Frühstück hinten und vorne nicht.Sophie hatte Sienna sogar ihre eigene Portion überlassen. Diese Sienna machte wirklich nur Umstände!Als Sophie Frau Vollmers missmutige Miene sah, sagte sie leise: „Mir macht das nichts, ich esse später ein Sandwich. Die Gäste des Hausherrn sind wichtiger.“„Ich mache dir glei
Ohne Nebenjob musste Sophie den Gürtel enger schnallen und dringend eine neue Arbeit finden.Doch wie sie befürchtet hatte – wegen ihrer ohnehin schon arbeitsreichen Praktikumsstelle hatte sie keine zeitliche Flexibilität. Einen Nebenjob zu finden war nicht einfach.Eine Woche lang suchte Sophie i
„Adrian, geh zur Seite.“Maximilian schob Adrian beiseite. Die Wut von eben war verschwunden, und er hatte wieder seine gewohnte, unnahbar vornehme Haltung angenommen.Kühl fragte er: „Was gibt es?“„Hast du dafür gesorgt, dass sie mich entlassen?“„Ja.“Maximilian warf ihr einen Blick zu. „Ich
Sophie verbrachte den ganzen Tag in Linas Wohnung.Am Abend sah Sophie auf die Uhr, nahm ihre Tasche und ging hinaus. Heute Nacht hatte sie einen Nebenjob.Nach ihrem achtzehnten Geburtstag gab Vivian ihr kein Geld mehr.Sie lebte von Stipendien und Nebenjobs.Was die Karte anging, die Maximilia
Von einem starken Bauchgefühl getrieben, drehte Sophie sich um und ging zurück.Vor dem Haus der Tanners kam Melissa heraus, hatte sich umgezogen und ihr Make-up erneuert.Die Autotür öffnete sich, Maximilian stieg aus und reichte ihr einen Blumenstrauß.Leuchtend rote Rosen, Symbol brennender Li


















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