LOGINVon ihrem Vater verstoßen und von ihrer Stiefmutter schikaniert, sah Sophie Tanner nur einen Ausweg: Sie drang in die Villa des mächtigen Magnaten von Königsberg, Maximilian von Berg, ein und forderte ihn zur Heirat. Am Tag der Hochzeit entdeckte Maximilian, dass Sophie keine Jungfrau mehr war. Er war überzeugt, sie führe ein zügelloses Leben und sei moralisch verdorben. Nach zehn Monaten brachte Sophie ihr Kind zur Welt, willigte in die Scheidung ein, verließ das Haus ohne einen Cent. Sie verschwand spurlos. Jahre später kehrte Sophie nach Königsberg zurück – an ihrer Seite ein Kind. „Herr von Berg, ich habe gehört, Sie suchen einen Privatarzt?“ Maximilian tappte bereitwillig in die Falle: „Sie sind eingestellt.“ Gerüchte machten die Runde: Herr von Berg hatte keine Ehefrau und brauchte keine Geliebte – stattdessen umsorgte er seine Privatärztin wie einen Schatz. Ihr Kind, dessen Vater unbekannt war, behandelte er wie sein eigenes.
View MoreAuf dem Heimweg schickte Sophie Lina eine Nachricht.– Wie läuft es?Sie wartete lange auf eine Antwort, aber es kam keine.Hatte sie die Nachricht nicht gesehen?Ein Blick auf die Uhrzeit – wahrscheinlich war sie gerade beschäftigt. Am besten störte sie nicht.Sie fragte sich nur, wie es bei ihr lief.– Heute war der Tag, an dem Lina Julian alles gestehen wollte.In diesem Moment saß Lina nervös im Separee eines Restaurants und atmete tief durch. Ihr Handy hatte geklingelt, aber sie hatte es nicht bemerkt.Sie hatte Sophies Rat befolgt und Julian eingeladen.Heute Abend würde sich alles entscheiden!„Hier entlang, bitte.“Da kam er!Lina straffte nervös den Rücken. Die Tür wurde geöffnet, und Julian kam lächelnd herein.„Lina.“„Julian.“ Lina stand hastig auf.„Bleib sitzen.“ Julian lachte und winkte ab. „Wozu aufstehen? Musst du mich etwa begrüßen?“„Okay.“ Lina setzte sich verlegen und drehte das Wasserglas nervös in den Händen.Der Kellner trat an den Tisch. „Möcht
„Nein.“Die beiden gingen plaudernd und lachend hinaus und entfernten sich allmählich.Die Schranktür wurde von innen aufgestoßen. Maximilian trat heraus, das Gesicht verfinstert, und blickte der schlanken Gestalt nach.Resigniert zog er einen Mundwinkel hoch. Worauf hatte er eigentlich gehofft?Seine heimliche Hoffnung war wie Unkraut einfach nicht totzukriegen: Beim kleinsten Anzeichen keimte sie wieder auf und wucherte unkontrolliert.Einfach lächerlich....Eila war müde vom Spielen, ganz verschwitzt.Sophie nahm sie mit, und Herr Lindner schickte eine Angestellte, die half, Eila zu baden.Wechselkleidung hatten sie nicht dabei, aber nach dem Bad lag erwartungsgemäß schon ein neues Prinzessinnenkleid bereit.Gewaschen, getrocknet und gebügelt.Als Sophie Eila hinuntertrug, saßen im Esszimmer alle schon am Tisch – nur auf die kleine Prinzessin wurde noch gewartet.„Komm her.“Leopold streckte sofort die Arme aus. Der Hochstuhl stand schon neben ihm bereit.„Möchtest du
Die Stimme kam näher. Sophie brach der kalte Schweiß aus, während sie Maximilian anstarrte.„Willst du, dass deine Freundin das falsch versteht?“Freundin? Ach so.Maximilian runzelte die Stirn und ließ sie los.„Hey!“Als er zur Tür ging, packte Sophie seinen Arm. „Wo willst du hin?“Maximilian hob eine Braue. „Du hast doch gesagt, ich soll gehen.“„Wenn du jetzt rausgehst, triffst du auf sie!“Dann käme es genauso zu einem Missverständnis.„Versteck dich kurz.“In der Hektik zog Sophie ihn zum Küchenschrank, schob ihn hinein und schloss die Tür.Maximilian war sprachlos.Was sollte das? Konnte er raus?Offensichtlich nicht, denn Sienna war schon da.„Dr. Tanner.“„Frau Thiel.“Sophie hatte das Wasser eingefüllt und nahm den Kuchen. Sie nickte ihr lächelnd zu.„Also ...“ Sienna sah sie mit flackerndem Blick an, als wollte sie etwas sagen, ohne sich jedoch zu trauen.Sophie begann sich zu fragen, ob sie Maximilian gesehen hatte.„Dr. Tanner.“Sienna fasste endlich M
„Ja! Sehr gern!“Sophie war sprachlos.Tatsächlich!Die ganze Gruppe zog zum hinteren Garten – alle um Leopold und Eila geschart.Auf dem großen Rasen stand bereits eine Schaukel. Dazu eine Rutsche, ein Sandkasten ... und sogar ein Karussell!Herr Lindner murmelte noch immer: „Es war zu kurzfristig, das ist erst mal alles ...“„Hm.“ Leopold wies ihn an: „Sorg dafür, dass alles komplett wird.“„Wird gemacht.“Leopold sah das kleine Bündel in seinen Armen an. Eila konnte es kaum erwarten.„Eila, was möchtest du als Erstes ausprobieren?“„Das da!“ Eila zeigte aufgeregt auf das Karussell.„Na los!“Der alte Herr konnte sie nicht allein tragen, also wies er sofort Herrn Lindner an: „Schnell, setz sie drauf, und pass auf, dass sie nicht fällt!“„Selbstverständlich!“Herr Lindner setzte Eila auf eines der Pferde und schaltete das Karussell ein.„Hihihi ...“ Eila kicherte sofort los.„Los!“Leopold war noch glücklicher als sie. „Wo ist mein Handy? Schnell, gebt mir mein Handy!
Sophie eilte nach Hause.Auf dem Sofa im Wohnzimmer saß ein übergewichtiger, halb kahlköpfiger Mann mittleren Alters und starrte Melissa wütend an.„Ich habe dir versprochen, dich zu heiraten, du kleine Schauspielerin! Du wagst es, mir etwas vorzuspielen und mich die ganze Nacht warten zu lassen?“
Zehn Uhr abends, Hotel Imperial.Sophie Tanner warf einen Blick auf das Türschild. Präsidentensuite 7203.Das war es.Ihr Handy piepte. Eine Nachricht von ihrem Vater, Walter Tanner.„Sophie, Vivian hat zugestimmt. Wenn du heute Nacht bei Direktor Pfeiffer bleibst, überweist sie sofort die Behan
Ohne Nebenjob musste Sophie den Gürtel enger schnallen und dringend eine neue Arbeit finden.Doch wie sie befürchtet hatte – wegen ihrer ohnehin schon arbeitsreichen Praktikumsstelle hatte sie keine zeitliche Flexibilität. Einen Nebenjob zu finden war nicht einfach.Eine Woche lang suchte Sophie i
„Adrian, geh zur Seite.“Maximilian schob Adrian beiseite. Die Wut von eben war verschwunden, und er hatte wieder seine gewohnte, unnahbar vornehme Haltung angenommen.Kühl fragte er: „Was gibt es?“„Hast du dafür gesorgt, dass sie mich entlassen?“„Ja.“Maximilian warf ihr einen Blick zu. „Ich












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