MasukVon ihrem Vater verstoßen und von ihrer Stiefmutter schikaniert, sah Sophie Tanner nur einen Ausweg: Sie drang in die Villa des mächtigen Magnaten von Königsberg, Maximilian von Berg, ein und forderte ihn zur Heirat. Am Tag der Hochzeit entdeckte Maximilian, dass Sophie keine Jungfrau mehr war. Er war überzeugt, sie führe ein zügelloses Leben und sei moralisch verdorben. Nach zehn Monaten brachte Sophie ihr Kind zur Welt, willigte in die Scheidung ein, verließ das Haus ohne einen Cent. Sie verschwand spurlos. Jahre später kehrte Sophie nach Königsberg zurück – an ihrer Seite ein Kind. „Herr von Berg, ich habe gehört, Sie suchen einen Privatarzt?“ Maximilian tappte bereitwillig in die Falle: „Sie sind eingestellt.“ Gerüchte machten die Runde: Herr von Berg hatte keine Ehefrau und brauchte keine Geliebte – stattdessen umsorgte er seine Privatärztin wie einen Schatz. Ihr Kind, dessen Vater unbekannt war, behandelte er wie sein eigenes.
Lihat lebih banyakIn ihrem Gesicht war kein Hauch von Verstellung.Maximilian sah es. Sophie meinte es ernst.Sie schickte ihn weg, zu einer anderen Frau. Es war ihr gleichgültig, sie fühlte sich sogar schuldig.Er war ihr vollkommen egal geworden.Drei Jahre. Lang genug, um eine Liebe zu vergessen.Zumal sie für ihn nie wirklich entflammt war ...Maximilian ging nicht. Er setzte sich mit Eila auf dem Arm.„?“ Sophie verstand nicht.Maximilian sah sie an. „Ich bleibe nicht deinetwegen. Glaubst du, ich kann gehen?“Eila ließ sich nicht ablegen. Die Kleine wollte nur noch auf seinem Arm bleiben.Sophie war sprachlos.Jetzt konnte sie ihm die Wahrheit erst recht nicht sagen.Wenn er die Wahrheit erführe und Eila weiterhin so an ihrem Papa hing, könnte das seinem neuen Liebesglück im Weg stehen.„Tut mir leid.“Sophie sagte es aufrichtig und schuldbewusst. „Und danke. Ich habe dir heute Abend deinen Termin verdorben.“„Hm.“Maximilian nickte und nahm ihre Entschuldigung an.„Meine Sachen re
So ernst? Maximilian wurde blass.Der Arzt sah Maximilian an. „Dann unterschreiben Sie bitte hier – als ihr Ehemann.“Ein Mann und eine Frau mit Kind – offensichtlich eine Familie.„...“„Nein!“Gerade als Maximilian zustimmen wollte, hielt Sophie ihn hastig zurück. „Er ist nicht mein Mann. Ich unterschreibe selbst.“Nicht?Der Arzt stutzte, damit hatte er nicht gerechnet.„Gut, dann unterschreiben Sie selbst.“Da Sophie bei vollem Bewusstsein war und es sich lediglich um einen minimalinvasiven Eingriff handelte, durfte sie selbst unterschreiben.Die Schwester reichte Sophie den Stift. „Hier unterschreiben.“„Ja.“Maximilian wandte den Blick ab. Nicht einmal für sie unterschreiben durfte er mehr.Nach der Unterschrift wurde Sophie in den OP geschoben. Maximilian wartete draußen mit Eila auf dem Arm.Die Dreijährige schlief bald ein, erschöpft.Das Mündchen stand leicht offen, und sie schnarchte leise.Maximilian betrachtete sie und lächelte unwillkürlich. Er zog sein Ja
Doch selbst ein Kind ließ sich nicht täuschen.Sophies Gesicht wurde immer bleicher. Schließlich hielt sie sich nicht mehr und sank zu Boden.„Mama!“Eila brach in Tränen aus. „Wääh ...“Die Kleine klammerte sich an ihre Mutter. „Mama darf nichts passieren! Nicht krank sein!“Eine Mutter mit ihrem Kind, ganz allein.Wenn alles gut war, ging es irgendwie. Aber wenn etwas passierte, waren sie wirklich auf sich gestellt.„Ei-Eila ...“Sophie wollte ihre Tochter trösten, aber sie war zu schwach. Sie kauerte zusammengekrümmt da.Himmel!Warum waren die Schmerzen so schlimm?In ihrer Verzweiflung hörte sie Geräusche aus dem Wohnzimmer.„Du bist da!“Eila rappelte sich auf und rannte hinaus.„Eila?“ Sophie wollte sie festhalten, verfehlte sie aber.Seltsam – woher wusste sie, dass es Maximilian war? Sie hatte ihn sofort erkannt. Er konnte es nicht sein, er war doch auf dem Ball.„Du bist da!“Eila trippelte auf ihren kurzen Beinchen los.Maximilian machte zwei große Schritte
„Hör auf zu lächeln.“ Maximilian runzelte die Stirn; sein Ton klang ungehalten. „Dein Lächeln wirkt noch gequälter, als würdest du weinen.“Sophie war verblüfft: ...Sie konnte nichts dafür – ihr Körper machte einfach nicht mit. Schließlich litt sie unter Blutarmut.Sie sagte nichts, also fragte Maximilian weiter: „Was ist los? Du bist kreidebleich. Geht es dir nicht gut?“„Ja, nein.“Sophie nickte, dann schüttelte sie den Kopf.„Ein bisschen unwohl, aber es ist nicht schlimm.“Das verstand Maximilian nicht und wurde gereizt.„Dr. Tanner, hast du so viel studiert oder so lange im Ausland gelebt, dass du nicht einmal mehr richtig Deutsch sprechen kannst?“Gut oder nicht gut – was denn nun?„Es ist nur ...“Sophie war es peinlich, aber der Mann sah aus, als würde er nicht locker lassen. Also zwang sie sich.„Es ist nur ... meine Periode. Nichts Schlimmes.“Oh.Maximilian verstand sofort. Sein Gesicht wurde etwas steif; die Situation war ihm sichtlich unangenehm.Bei ihrer
Im Zimmer.Chris saß auf einem Stuhl in seiner Patientenkleidung, die nun völlig mit Soße durchtränkt und beschmiert war.Nicht nur das – auch sein Haar war damit verklebt. Reis und Gemüse hingen mit der Brühe in seinem Gesicht, seine Züge waren kaum noch zu erkennen.Eine Pflegekraft mittleren A
Sophie taumelte und konnte kaum stehen.Der Arzt hatte gerade Leopolds Untersuchung abgeschlossen. Als er Maximilian sah, sagte er:„Herr von Berg, Sie sind da. Dem alten Herrn geht es erstmal wieder besser, er ist nur noch sehr geschwächt und muss sich schonen. Achten Sie auf seine Ernährung und
Sophie verstand, aber eine Ehe war kein Spiel. Sie zögerte und schüttelte den Kopf.„Das ist wirklich nicht nötig. Reden Sie doch bitte mit Herrn von Berg...“Doch bevor sie den Satz beenden konnte, wurde sie unterbrochen.Maximilians Gesichtsausdruck blieb unverändert, sein Ton war gleichgültig.
„Herr von Berg.“Direktor Pfeiffer erstarrte plötzlich. Jeder, der in der Geschäftswelt etwas zu sagen hatte, kannte Maximilian von Berg.„Was führt Sie hierher?“Maximilian würdigte ihn keines Blickes. Sein Blick war fest auf die tränenüberströmte Melissa gerichtet.Sie war es – das Mädchen, da












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