INICIAR SESIÓNVon ihrem Vater verstoßen und von ihrer Stiefmutter schikaniert, sah Sophie Tanner nur einen Ausweg: Sie drang in die Villa des mächtigen Magnaten von Königsberg, Maximilian von Berg, ein und forderte ihn zur Heirat. Am Tag der Hochzeit entdeckte Maximilian, dass Sophie keine Jungfrau mehr war. Er war überzeugt, sie führe ein zügelloses Leben und sei moralisch verdorben. Nach zehn Monaten brachte Sophie ihr Kind zur Welt, willigte in die Scheidung ein, verließ das Haus ohne einen Cent. Sie verschwand spurlos. Jahre später kehrte Sophie nach Königsberg zurück – an ihrer Seite ein Kind. „Herr von Berg, ich habe gehört, Sie suchen einen Privatarzt?“ Maximilian tappte bereitwillig in die Falle: „Sie sind eingestellt.“ Gerüchte machten die Runde: Herr von Berg hatte keine Ehefrau und brauchte keine Geliebte – stattdessen umsorgte er seine Privatärztin wie einen Schatz. Ihr Kind, dessen Vater unbekannt war, behandelte er wie sein eigenes.
Ver más„Du bist zurückgekommen, na gut.“Maximilian fuhr fort, leise murmelnd: „Warum bleibst du dann nicht einfach still an Lukas Waldners Seite, dein Leben lang? Wäre das nicht schön gewesen?“Das war das Einzige, was er gerade noch hatte akzeptieren können.Aber nein …„Ein Blind Date?“Maximilian lachte kühl, voller Hohn.Seine Fingerspitze glitt über ihre zarten Lippen. „Ich dachte, du könntest in diesem Leben außer Lukas Waldner niemanden mehr akzeptieren. Offenbar geht es doch.“„Nein …“„Was nein?“Kaum hatte sie den Mund aufgemacht, unterbrach er sie eisig und grob.Sein Gesicht zeigte nicht die Spur eines Lächelns, nicht einmal ein spöttisches.„Ich habe es mit eigenen Augen gesehen. Willst du es etwa abstreiten?“„…“ Sophie rang nach Worten. Was sollte sie sagen, damit er ihr glaubte?„Du willst einen Mann, ja?“Plötzlich packte Maximilian sie an der Taille, hob sie hoch und drückte sie gegen die Wand.„Wenn es nicht unbedingt Lukas Waldner sein muss – warum dann nic
Unsicher wandte sie den Kopf.Rechts von ihr saß nicht Sienna, sondern Maximilian?Normalerweise saßen bei solchen Gelegenheiten doch die beiden Frauen nebeneinander. Warum saß er neben ihr?Ein Fragezeichen schwebte über ihrem Kopf.„Was ist?“Ihr Blick fiel ihm auf, und Maximilian drehte sich zu ihr. „Warum starrst du mich so an? Habe ich etwas im Gesicht?“„…“Sophie kam zu sich und blinzelte. „Nein, nichts.“Hastig wandte sie den Blick ab. Sie bildete sich bestimmt etwas ein. Wahrscheinlich hatten sie sich einfach hingesetzt, ohne groß darüber nachzudenken.Die Hauptbeleuchtung erlosch, und auf der Leinwand begann der Film.Es lief ein aufwendig inszenierter Historienfilm, der gerade sehr beliebt war. Die Handlung fesselte Sophie, und sie schaute aufmerksam zu.Als die Handlung gerade besonders spannend wurde, stellte sie, ohne den Blick von der Leinwand zu lösen, ihren Becher in den Getränkehalter an der Armlehne.Gerade wollte sie die Hand zurückziehen, als sie plötzl
„Du redest wirklich zu viel.“ Maximilian wich ihrer Frage aus. „Beim Essen sollte man eigentlich den Mund halten.“„Oh.“Keine Antwort zu bekommen enttäuschte Sienna, und sie schmollte.„Hier.“ Doch dann legte Maximilian ihr ein Stück Räucherfisch auf ihren Teller. „Iss.“„!“ Siennas Miene hellte sich sofort auf, und sie strahlte. „Alles klar.“Während sie aßen, nahm Maximilian einen Anruf entgegen. „Ach ja? Dann verschieben wir es eben … Kein Problem.“Es klang nach einem geschäftlichen Termin. Sophie verstand nicht, worum es ging, aber Sienna wusste Bescheid.Sie fragte: „Ist das Treffen nachher abgesagt?“„Ja.“ Maximilian nickte. „Dem Geschäftsführer von Fortuna Capital ist kurzfristig etwas dazwischengekommen.“„Wow! Super!“ Sienna klatschte begeistert in die Hände. „Dann gehört dein Abend mir! Du darfst nicht abhauen, verstanden?“Maximilian ließ das unkommentiert, sah zu den beiden gegenüber und fragte: „Was hast du vor?“Das war so gut wie eine Zusage.„Das habe ich
Sienna hob den Kopf zu Maximilian und stellte Vincent vor: „Das ist der Mann, von dem ich dir erzählt habe – Sophies Freund. Also … ihr fester Freund ist er noch nicht.“Grinsend sah sie Vincent an. „Aber ich glaube, das dauert nicht mehr lange.“So?Maximilian war einen Tick größer als Vincent. Sein Blick fiel von oben auf ihn.Ziemlich hochnäsig. „Guten Tag. Maximilian von Berg.“„Vincent Ahrens, freut mich.“Sienna schlug vor: „Wo wir uns schon zufällig treffen, lasst uns doch zusammen essen! In Gesellschaft macht es mehr Spaß. Maximilian, was meinst du?“„…“ Sophie wollte nicht zustimmen.Bei den beiden am Tisch – Vincent wusste zwar von nichts – würde Sophie garantiert der Appetit vergehen.„Gern.“Maximilian warf ihr einen Blick zu und entschied, bevor sie antworten konnte. „Herr Ahrens, essen wir doch zusammen.“Vincent stimmte nicht sofort zu, sondern sah fragend zu Sophie.„Ach komm, was gibt es da zu überlegen?“Sienna war geschickt, hakte sich bei Sophie ein. „L
Im Zimmer.Chris saß auf einem Stuhl in seiner Patientenkleidung, die nun völlig mit Soße durchtränkt und beschmiert war.Nicht nur das – auch sein Haar war damit verklebt. Reis und Gemüse hingen mit der Brühe in seinem Gesicht, seine Züge waren kaum noch zu erkennen.Eine Pflegekraft mittleren A
Sophie taumelte und konnte kaum stehen.Der Arzt hatte gerade Leopolds Untersuchung abgeschlossen. Als er Maximilian sah, sagte er:„Herr von Berg, Sie sind da. Dem alten Herrn geht es erstmal wieder besser, er ist nur noch sehr geschwächt und muss sich schonen. Achten Sie auf seine Ernährung und
Sophie verstand, aber eine Ehe war kein Spiel. Sie zögerte und schüttelte den Kopf.„Das ist wirklich nicht nötig. Reden Sie doch bitte mit Herrn von Berg...“Doch bevor sie den Satz beenden konnte, wurde sie unterbrochen.Maximilians Gesichtsausdruck blieb unverändert, sein Ton war gleichgültig.
„Herr von Berg.“Direktor Pfeiffer erstarrte plötzlich. Jeder, der in der Geschäftswelt etwas zu sagen hatte, kannte Maximilian von Berg.„Was führt Sie hierher?“Maximilian würdigte ihn keines Blickes. Sein Blick war fest auf die tränenüberströmte Melissa gerichtet.Sie war es – das Mädchen, da






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