MasukVon ihrem Vater verstoßen und von ihrer Stiefmutter schikaniert, sah Sophie Tanner nur einen Ausweg: Sie drang in die Villa des mächtigen Magnaten von Königsberg, Maximilian von Berg, ein und forderte ihn zur Heirat. Am Tag der Hochzeit entdeckte Maximilian, dass Sophie keine Jungfrau mehr war. Er war überzeugt, sie führe ein zügelloses Leben und sei moralisch verdorben. Nach zehn Monaten brachte Sophie ihr Kind zur Welt, willigte in die Scheidung ein, verließ das Haus ohne einen Cent. Sie verschwand spurlos. Jahre später kehrte Sophie nach Königsberg zurück – an ihrer Seite ein Kind. „Herr von Berg, ich habe gehört, Sie suchen einen Privatarzt?“ Maximilian tappte bereitwillig in die Falle: „Sie sind eingestellt.“ Gerüchte machten die Runde: Herr von Berg hatte keine Ehefrau und brauchte keine Geliebte – stattdessen umsorgte er seine Privatärztin wie einen Schatz. Ihr Kind, dessen Vater unbekannt war, behandelte er wie sein eigenes.
Lihat lebih banyakFrühmorgens hatte Sophie gerade den zweiten Aufguss beendet, Wasser nachgefüllt und den dritten aufgesetzt.Da klingelte es an der Tür.Frau Vollmer war beschäftigt. „Dr. Tanner, könnten Sie mal?“„Ja.“Sophie ging zur Tür und öffnete.Eine Wolke von Parfüm schlug ihr entgegen – es war Sienna.„Oh? Du schon wieder.“ Sienna lächelte; sie erinnerte sich an Sophie.Sie fragte nicht weiter nach. „Ist Maximilian wach?“„Ich weiß nicht ...“ Sophie schüttelte den Kopf.„Dann gehe ich hoch zu ihm!“Sienna lachte und marschierte geradewegs hinein. So vertraut, als wäre sie hier zu Hause.Zielstrebig stürmte sie ins Schlafzimmer.Drinnen war es stockfinster, Maximilian schlief offenbar noch.„Warum schläfst du noch?“Sienna war völlig unbefangen, ging zwei Schritte näher und riss die Decke weg. „Maximilian! Aufwachen, Zeit zum Aufstehen!“Nebenbei knipste sie das Licht an.„...“Als Maximilian geweckt wurde, runzelte er die Stirn, starrte sie verärgert an und zog die Decke wiede
Ohne dass Sophie etwas sagen musste, legte er sich von selbst hin.Sophie öffnete das Akupunkturset und begann, die Nadeln zu setzen.„Herr von Berg, spüren Sie etwas?“„Hm.“ Maximilian lag mit halb geschlossenen Augen da. „Im Magen fühlt es sich irgendwie warm an.“„Dann wirkt es.“ Sophie lächelte kurz. „Heute auch wieder eine halbe Stunde.“„In Ordnung.“Nachdem sie die Nadeln gesetzt hatte, blieb Sophie daneben und wartete.Nach kurzem Überlegen begann sie vorsichtig: „Herr von Berg, das Geschenk für Eila heute Abend war zu wertvoll.“Hm?Maximilian drehte den Kopf und sah sie an. Schon wieder das Thema.„Wirklich?“„Ja.“ Sophie nickte. „Für Sie ist es vielleicht nicht der Rede wert, aber für uns beide ist es wirklich zu viel.“Vorhin hatte sie auf dem Handy nachgeschaut: Kinder-Haarspangen von Luxusmarken kosteten selbst bei kleinen Ausführungen mit lauter kleinen Diamanten einen fünfstelligen Betrag.„Worauf willst du hinaus?“Maximilian runzelte die Stirn. „Wenn du
„Nein, nein!“Eila hielt sich hastig den Kopf, als fürchtete sie, die Spange könnte sich in Luft auflösen.„Eila.“Sophie blieb geduldig und erklärte ihr. „Hör auf Mama. Ich habe dir doch gesagt, dass man nichts von anderen Leuten annehmen darf – hast du das vergessen?“Ihre Tochter war noch zu klein; sie wollte ihr nicht mit dem Wert der Dinge kommen.„Aber ...“Eila schob die Unterlippe vor, widerwillig.„Er hat sie mir geschenkt, Eila hat sie nicht einfach genommen.“Man sah, dass sie die Spange wirklich mochte.„Eila Tanner!“Da mit Worten nichts zu erreichen war, wurde Sophies Miene streng.Eila zuckte sofort zusammen – sie wusste, Mama war jetzt wirklich böse.„Eila Tanner.“ Sophie hielt die offene Hand hin. „Nimm die Spange ab und gib sie ihm zurück. Hast du gehört?“„...“ Eila schob schmollend die Lippen vor, zutiefst gekränkt.„Mama zählt bis drei.“ Sophie runzelte die Stirn. „Eins ...“„Mama.“ Eila öffnete den Mund und fing an zu weinen. „Wäääh ...“Die kleine
Hoffentlich war sie nicht genauso schwer zu besänftigen wie ihre Mutter.Maximilian ging in die Hocke und versuchte, auf Augenhöhe mit Eila zu sein.Sanft und leise sagte er: „Heute Morgen war es meine Schuld, dass dein Fläschchen runtergefallen und schmutzig geworden ist. Ich entschuldige mich bei dir. Tut mir leid – kannst du mir verzeihen, Eila?“„...“ Eila sah ihn an und sagte immer noch nichts.Die Kleine verstand nicht, warum sie und Mama umgezogen waren und warum dieser Mann jetzt mit ihnen zusammenwohnte.„Bist du ein Guter?“Äh.Maximilian zuckte mit den Mundwinkeln – beim letzten Mal hatte sie noch gesagt, er sei ein Guter, und jetzt war sie unsicher?Was in der Kleinen vorging, war wirklich schwer zu durchschauen.Zum Glück war er vorbereitet und hatte nicht erwartet, die kleine Prinzessin mit einer bloßen Entschuldigung zu besänftigen.Er zog ein kleines Kästchen aus der Tasche, öffnete es und hielt es Eila hin.„Ein Geschenk für Eila. Gefällt es dir?“Ein blaue
Ohne Nebenjob musste Sophie den Gürtel enger schnallen und dringend eine neue Arbeit finden.Doch wie sie befürchtet hatte – wegen ihrer ohnehin schon arbeitsreichen Praktikumsstelle hatte sie keine zeitliche Flexibilität. Einen Nebenjob zu finden war nicht einfach.Eine Woche lang suchte Sophie i
„Adrian, geh zur Seite.“Maximilian schob Adrian beiseite. Die Wut von eben war verschwunden, und er hatte wieder seine gewohnte, unnahbar vornehme Haltung angenommen.Kühl fragte er: „Was gibt es?“„Hast du dafür gesorgt, dass sie mich entlassen?“„Ja.“Maximilian warf ihr einen Blick zu. „Ich
Sophie verbrachte den ganzen Tag in Linas Wohnung.Am Abend sah Sophie auf die Uhr, nahm ihre Tasche und ging hinaus. Heute Nacht hatte sie einen Nebenjob.Nach ihrem achtzehnten Geburtstag gab Vivian ihr kein Geld mehr.Sie lebte von Stipendien und Nebenjobs.Was die Karte anging, die Maximilia
Von einem starken Bauchgefühl getrieben, drehte Sophie sich um und ging zurück.Vor dem Haus der Tanners kam Melissa heraus, hatte sich umgezogen und ihr Make-up erneuert.Die Autotür öffnete sich, Maximilian stieg aus und reichte ihr einen Blumenstrauß.Leuchtend rote Rosen, Symbol brennender Li












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