Se connecterVon ihrem Vater verstoßen und von ihrer Stiefmutter schikaniert, sah Sophie Tanner nur einen Ausweg: Sie drang in die Villa des mächtigen Magnaten von Königsberg, Maximilian von Berg, ein und forderte ihn zur Heirat. Am Tag der Hochzeit entdeckte Maximilian, dass Sophie keine Jungfrau mehr war. Er war überzeugt, sie führe ein zügelloses Leben und sei moralisch verdorben. Nach zehn Monaten brachte Sophie ihr Kind zur Welt, willigte in die Scheidung ein, verließ das Haus ohne einen Cent. Sie verschwand spurlos. Jahre später kehrte Sophie nach Königsberg zurück – an ihrer Seite ein Kind. „Herr von Berg, ich habe gehört, Sie suchen einen Privatarzt?“ Maximilian tappte bereitwillig in die Falle: „Sie sind eingestellt.“ Gerüchte machten die Runde: Herr von Berg hatte keine Ehefrau und brauchte keine Geliebte – stattdessen umsorgte er seine Privatärztin wie einen Schatz. Ihr Kind, dessen Vater unbekannt war, behandelte er wie sein eigenes.
Voir plusSein Blick war so glühend, dass Sophie es kaum ertragen konnte. „Kann ich es ausziehen?“„Wie? Gefällt es dir nicht?“ Maximilian runzelte die Stirn.Sie wagte nicht, das zu behaupten, und sagte nur: „Es passt gerade nicht, oder?“Mitten in der Nacht ein Abendkleid für festliche Anlässe tragen?„Haha.“Er lachte leise, erhob sich plötzlich, umfasste ihre Taille und drehte sie herum, sodass sie bäuchlings auf dem Bett lag.Sophie erschrak. Bevor sie fragen konnte, beugte er sich schon über sie. Eine Hand auf ihrer Schulter, die andere an ihrer Taille.Scheinbar ohne Druck, und doch hielt er sie unentrinnbar fest.„Maximilian?“„Hm.“Maximilian antwortete geistesabwesend.Dann erstarrte Sophie – auf ihrem Rücken, warm und trocken, seine Küsse.Sanft, ihre Nerven reizend.Sie wusste, dass es jetzt kein Entkommen gab. Stumm schloss sie die Augen und krallte sich ins Laken.„Weißt du noch?“Sein warmer Atem strich über ihr Ohr.„Als ich das Kleid kaufte, dachte ich, wie schön
Vielleicht nur vor anderen Leuten?Sollte sie ihn etwa mit Vornamen anreden?Nicht einmal früher, als sie noch Frau von Berg gewesen war, hatte sie ihn oft so genannt.Sophie biss sich auf die Lippe. „Maximilian.“Maximilian stutzte. So schwer fiel ihr das? Na gut, „Maximilian“ war auch in Ordnung. Aus ihrem Mund klang der Name seltsam vertraut.„Komm rein.“Seine Stimme war weicher geworden. Mit einer Hand nahm er ihr das Tablett ab, mit der anderen führte er sie.„Mach die Tür zu.“„Gut.“Er stellte das Tablett auf den Couchtisch, trank den Kräutersud ohne Aufforderung in einem Zug aus und öffnete den Mund.„Ah …“Er wollte, dass sie ihm das Bonbon gab.Sophie brauchte einen Moment, dann steckte sie ihm das Fenchel-Honig-Bonbon in den Mund.Maximilian verzog das Gesicht. „Widerlich süß.“Er ließ sich aufs Sofa fallen. „Los, setz die Nadeln.“„Gut.“ Sophie öffnete ihre Tasche und führte die gewohnte Behandlung durch. „Heute lassen wir sie länger drin.“„Wie lange?“ Max
„Hm?“Maximilian hob eine Braue. Bereute sie es jetzt schon?Sophie murmelte: „Es riecht.“Ach so. Maximilian verstand und lachte leise. „Eifersüchtig?“Eifersüchtig? Sophie wandte das Gesicht ab. Es war ihr einfach nur zuwider, nichts weiter.„Gut, wie du willst.“ Maximilian warf sein Jackett weg. „Dann eben nicht.“Er streckte die Arme aus und zog sie in seine Umarmung. „Dann trage ich dich. Draußen ist es kühl, so wirst du warm.“So kalt war es nun auch wieder nicht. Sophie runzelte die Stirn und wollte sich nicht fügen.„Halt still.“ Maximilian hielt sie fest, etwas ungehalten. „Nicht mal umarmen lassen? Sag mir nicht, du bereust es schon, bevor wir die Polizeistation verlassen haben.“„Nein.“Sophie schüttelte hastig den Kopf, etwas eingeschüchtert von seinen Stimmungsschwankungen.Sie wehrte sich nicht mehr, und Maximilian war zufrieden. „Siehst du, geht doch.“Mit dem Arm um sie verließ er das Gebäude.Klick!Unvermittelt blitzte ein Kamerablitz auf und traf Sophie
„…“ Sophies Herz zuckte zusammen. Das verhieß nichts Gutes. Einmal dort drin, sah es schlecht für sie aus.„So viel Dreck am Stecken – und dann baggert sie auch noch wahllos Männer an. Selbst schuld!“Frau Wenzel beobachtete, wie der Streifenwagen auf das Grundstück fuhr, wandte den Blick ab und sagte zum Fahrer: „Gut. Fahren Sie.“In dem Moment, als sich das Tor schloss, sah Sophie den schwarzen BMW davonrasen. Ihr Herz wurde bleischwer.Sophie wurde in einen Vernehmungsraum gebracht. Bei der Vernehmung sagte sie kein Wort.„Sophie Tanner.“Der Polizist wurde ungeduldig. „Glauben Sie, Schweigen hilft Ihnen? Mit Ihren Identitätsnachweisen gibt es erhebliche Probleme, verstanden?“Das wusste sie natürlich.Sie wusste auch, dass sie sich mit bloßen Worten nicht reinwaschen konnte – zumindest nicht kurzfristig. Und so viel Zeit hatte sie nicht.Ihr Schweigen war kein Widerstand, kein Tagträumen. Sie überlegte, ob sie sich Maximilian beugen sollte.Hin- und hergerissen, kämpfend
Ohne Nebenjob musste Sophie den Gürtel enger schnallen und dringend eine neue Arbeit finden.Doch wie sie befürchtet hatte – wegen ihrer ohnehin schon arbeitsreichen Praktikumsstelle hatte sie keine zeitliche Flexibilität. Einen Nebenjob zu finden war nicht einfach.Eine Woche lang suchte Sophie i
„Adrian, geh zur Seite.“Maximilian schob Adrian beiseite. Die Wut von eben war verschwunden, und er hatte wieder seine gewohnte, unnahbar vornehme Haltung angenommen.Kühl fragte er: „Was gibt es?“„Hast du dafür gesorgt, dass sie mich entlassen?“„Ja.“Maximilian warf ihr einen Blick zu. „Ich
Sophie verbrachte den ganzen Tag in Linas Wohnung.Am Abend sah Sophie auf die Uhr, nahm ihre Tasche und ging hinaus. Heute Nacht hatte sie einen Nebenjob.Nach ihrem achtzehnten Geburtstag gab Vivian ihr kein Geld mehr.Sie lebte von Stipendien und Nebenjobs.Was die Karte anging, die Maximilia
Von einem starken Bauchgefühl getrieben, drehte Sophie sich um und ging zurück.Vor dem Haus der Tanners kam Melissa heraus, hatte sich umgezogen und ihr Make-up erneuert.Die Autotür öffnete sich, Maximilian stieg aus und reichte ihr einen Blumenstrauß.Leuchtend rote Rosen, Symbol brennender Li












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