Mag-log inVon ihrem Vater verstoßen und von ihrer Stiefmutter schikaniert, sah Sophie Tanner nur einen Ausweg: Sie drang in die Villa des mächtigen Magnaten von Königsberg, Maximilian von Berg, ein und forderte ihn zur Heirat. Am Tag der Hochzeit entdeckte Maximilian, dass Sophie keine Jungfrau mehr war. Er war überzeugt, sie führe ein zügelloses Leben und sei moralisch verdorben. Nach zehn Monaten brachte Sophie ihr Kind zur Welt, willigte in die Scheidung ein, verließ das Haus ohne einen Cent. Sie verschwand spurlos. Jahre später kehrte Sophie nach Königsberg zurück – an ihrer Seite ein Kind. „Herr von Berg, ich habe gehört, Sie suchen einen Privatarzt?“ Maximilian tappte bereitwillig in die Falle: „Sie sind eingestellt.“ Gerüchte machten die Runde: Herr von Berg hatte keine Ehefrau und brauchte keine Geliebte – stattdessen umsorgte er seine Privatärztin wie einen Schatz. Ihr Kind, dessen Vater unbekannt war, behandelte er wie sein eigenes.
view moreGeorg holte Sophie ab und brachte sie ins von Berg-Hochhaus, direkt ins Chefbüro.„Der Chef ist beschäftigt. Mach es dir bequem, Sophie.“Georg und sie kannten sich von früher, da waren keine großen Worte nötig. Dass Sophie wieder hier war, sprach für sich.Sophie ließ sich aufs Sofa fallen, zu träge, um sich zu rühren.Das Handy summte. Eine Nachricht von Maximilian.– Die Sachen für heute Abend liegen bereit, im Ruheraum. Außerdem Snacks, die du magst. Iss etwas.Sie las es und legte das Handy weg.Langsam stand sie auf und ging zum Ruheraum.Gerade hatte sie die Hand auf der Türklinke, als die Bürotür aufging. Eine Sekretärin führte Diana herein.Diana war überrascht, Sophie zu sehen. „So … Sophie?“Sophie war deutlich gelassener und nickte. „Diana.“„Du …“Diana leckte sich die Lippen, erstaunt und etwas amüsiert. „Was machst du hier? Bist du wegen Herrn von Berg gekommen?“Äh. Sophie wusste nicht, wie sie es erklären sollte, und es war auch nicht nötig.Also nickte s
Die Kleine nahm den Löffel und hielt ihrer Mama einen Bissen hin.„Danke, mein Schatz.“Sophie nahm ihn lächelnd an.Mutter und Tochter genossen ihre gemeinsame Zeit, als das Handy klingelte.Sophie nahm ab, und ihre Miene änderte sich. „Herr von … Maximilian.“Als sie ihn fast wieder mit „Herr von Berg“ ansprach, wurde Maximilian ungehalten. Immerhin fing sie sich und korrigierte sich.„Hm.“ Maximilian sagte: „Georg holt dich gleich ab. Komm in die Firma.“„Gibt es etwas?“ Sophie umklammerte das Handy.„Heute Abend begleitest du mich zu einem Geschäftsessen.“Was? Sophie war überrascht. Musste sie ihn auch zu Geschäftsessen begleiten?„Warum sagst du nichts?“ Maximilian fragte: „Willst du nicht? Oder findest du, dass du das nicht musst?“„Nein.“Sophie beeilte sich zu sagen: „Heute Abend kann ich nicht weg, ich muss bei Eila bleiben.“Sie konnte sie nicht ständig zu Leopold bringen. Das war eine Zumutung für den alten Mann, und schließlich war es ihr eigenes Kind.„Es is
„Lina!“Sophie kam ihr entgegengerannt.Sie hatte vom Auto aus zugesehen. Gehört hatte sie nichts, aber sie konnte sich ungefähr zusammenreimen, was passiert war.„Sophie!“Als sie Sophie sah, brach Lina zusammen. Sie rannte in ihre Arme, und ihre Augen wurden sofort rot.„Nicht weinen.“Es brach Sophie das Herz, Lina so zu sehen.Sie hob den Kopf und funkelte den heraneilenden Julian an. „Stehen bleiben! Komm nicht näher!“„Sophie?“Julian blieb stehen, hin- und hergerissen.„Lina … bitte hört mir beide zu. Lasst mich das erklären.“„Sophie, nein.“ Lina schluchzte und schüttelte den Kopf.„Ich weiß.“Sowohl aus Vernunft als auch aus Freundschaft stand Sophie fest auf ihrer Seite.Entschieden hielt sie Julian fern. „Es gibt nichts zu erklären. Zweigleisig fahren – ist das etwa etwas, worauf man stolz sein kann?“Sie war zugleich angewidert und fassungslos.„Julian, wir kennen uns seit über zehn Jahren. Heute hast du mir die Augen geöffnet. Ich hätte nie gedacht, dass wi
„Wie aufs Stichwort.“ Lina freute sich, hob die Hand und wollte rufen: „Jul–“Der Rest blieb ihr im Hals stecken.Denn hinter Julian kam eine Frau. Zierlich, schlank, ein damenhaftes Kleid, langes, wallendes Haar.Vielleicht war Julian zu schnell gegangen, sie kam nicht mit.Lächelnd beschwerte sie sich: „Nicht so schnell.“Julian blieb entschuldigend stehen. „Tut mir leid, ich war zu schnell.“„Schon gut …“ Die Frau hakte sich lächelnd bei ihm unter und schmollte: „Aber geh nicht mehr so schnell, denk an mich.“„Okay.“Julian lächelte und nahm ihr die Tasche ab.Gemeinsam gingen sie weiter.Lina stand wie vom Blitz getroffen da und starrte die beiden an. Sie kamen direkt auf sie zu.Eine unvermeidliche Begegnung.„…“Julian blickte auf und sah Lina.Augenblicklich blieb er stehen, runzelte die Stirn und erwiderte ihren Blick.„Lina …“Schuldbewusst wurde ihm etwas klar. Sofort schob er die Frau von sich und gab ihr die Tasche zurück.Die Frau wusste zwar nicht, was lo
Ohne Nebenjob musste Sophie den Gürtel enger schnallen und dringend eine neue Arbeit finden.Doch wie sie befürchtet hatte – wegen ihrer ohnehin schon arbeitsreichen Praktikumsstelle hatte sie keine zeitliche Flexibilität. Einen Nebenjob zu finden war nicht einfach.Eine Woche lang suchte Sophie i
„Adrian, geh zur Seite.“Maximilian schob Adrian beiseite. Die Wut von eben war verschwunden, und er hatte wieder seine gewohnte, unnahbar vornehme Haltung angenommen.Kühl fragte er: „Was gibt es?“„Hast du dafür gesorgt, dass sie mich entlassen?“„Ja.“Maximilian warf ihr einen Blick zu. „Ich
Sophie verbrachte den ganzen Tag in Linas Wohnung.Am Abend sah Sophie auf die Uhr, nahm ihre Tasche und ging hinaus. Heute Nacht hatte sie einen Nebenjob.Nach ihrem achtzehnten Geburtstag gab Vivian ihr kein Geld mehr.Sie lebte von Stipendien und Nebenjobs.Was die Karte anging, die Maximilia
Von einem starken Bauchgefühl getrieben, drehte Sophie sich um und ging zurück.Vor dem Haus der Tanners kam Melissa heraus, hatte sich umgezogen und ihr Make-up erneuert.Die Autotür öffnete sich, Maximilian stieg aus und reichte ihr einen Blumenstrauß.Leuchtend rote Rosen, Symbol brennender Li












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