MasukVon ihrem Vater verstoßen und von ihrer Stiefmutter schikaniert, sah Sophie Tanner nur einen Ausweg: Sie drang in die Villa des mächtigen Magnaten von Königsberg, Maximilian von Berg, ein und forderte ihn zur Heirat. Am Tag der Hochzeit entdeckte Maximilian, dass Sophie keine Jungfrau mehr war. Er war überzeugt, sie führe ein zügelloses Leben und sei moralisch verdorben. Nach zehn Monaten brachte Sophie ihr Kind zur Welt, willigte in die Scheidung ein, verließ das Haus ohne einen Cent. Sie verschwand spurlos. Jahre später kehrte Sophie nach Königsberg zurück – an ihrer Seite ein Kind. „Herr von Berg, ich habe gehört, Sie suchen einen Privatarzt?“ Maximilian tappte bereitwillig in die Falle: „Sie sind eingestellt.“ Gerüchte machten die Runde: Herr von Berg hatte keine Ehefrau und brauchte keine Geliebte – stattdessen umsorgte er seine Privatärztin wie einen Schatz. Ihr Kind, dessen Vater unbekannt war, behandelte er wie sein eigenes.
Lihat lebih banyakSophie schmiegte sich an Julians Brust und schluchzte.„Julian, sie ist so gemein. Ich habe solche Angst!“„Keine Angst, ich bin doch da.“ Julian spielte perfekt mit.„So eine falsche Schlange! Männerverführerin! Miststück!“Die Frau war außer sich vor Wut und hob die Hand gegen Sophie.Klatsch! Die Ohrfeige landete jedoch auf Julians Wange. Fassungslos sagte sie: „Du nimmst sie wirklich so in Schutz?“Julian stellte sich vor Sophie, sein Gesicht war dunkel, er biss die Zähne zusammen.„Natürlich beschütze ich meine Frau! Wer gibt dir das Recht, sie zu schlagen? Verschwinde!“„Gut! Julian Steiner, du bist wirklich unglaublich!“Die Frau lief weinend davon.Sophie atmete tief durch, hörte auf zu weinen und starrte Julian an. „Zufrieden?“Gott weiß, wie schuldig sie sich fühlte.„Hehe.“ Julian grinste frech und legte seinen Arm um ihre Schulter. „Nicht böse sein, dein großer Bruder kauft dir was Leckeres.“„Du lässt mich immer so etwas Hinterhältiges machen! Ich will Hummer-
„Sophi! Buhuhu.“„Was ist denn los?“ Sophie lachte hilflos. „Dein Weinen wird auch immer halbherziger.“Julian hörte sofort auf zu schluchzen. „Es ist dringend! Ich bin beim Blind Date. Beeil dich und komm her!“Sophie verdrehte die Augen. „Ist dieses Mal nicht Lina dran?“„Lina geht nicht ans Telefon. Du bist meine einzige Hoffnung! Beeil dich, ich warte auf dich!“„Hallo?“Die Leitung war bereits tot.Sophie hatte tausend Fragezeichen im Kopf.Sie wusste nicht, warum Julians Familie es so eilig hatte. Er war noch nicht mal alt, aber seit einem Jahr arrangierten sie ständig Blind Dates für ihn.Aber Julian wollte nicht. Jedes Mal ließ er Sophie oder Lina seine Freundin spielen, um das Date zu sabotieren.Sophie wollte nicht gehen, aber sie musste.Ihr Handy vibrierte. Julian hatte ihr seinen Standort geschickt.Sie biss die Zähne zusammen. Los geht’s – für einen Freund geht man durchs Feuer!Es war gerade Feierabendverkehr. Die Straßen waren verstopft, und Sophie kam wirk
Während der Mittagspause kam Sophie vom Essen aus der Cafeteria zurück und traf auf Maximilian, der mit Georgs Unterstützung langsam im Innenflur auf und ab ging.„Nicht schlecht.“Sophie lobte ihn. „Wirklich gute Konstitution. Du kannst schon aufstehen und herumlaufen. Bewegung beschleunigt die Genesung, aber überanstreng dich nicht.“„Jawohl, Frau Doktor.“ Georg stimmte aufrichtig zu.Gerade als sie gehen wollte, hielt Maximilian sie auf. „Warte mal kurz.“„Was gibt’s?“ Sophie drehte sich zur Seite.„Du...“ Maximilian wirkte plötzlich etwas verlegen. „Was magst du denn?“Häh? Die Frage kam völlig aus dem Nichts. Sophie wusste nicht, was sie antworten sollte.Ihre großen Augen blinkten.Ihre Wimpern flatterten wie kleine Fächer.„Was starrst du so in die Luft?“Maximilian sagte unzufrieden: „Du hast dich doch beschwert, dass ich mich nicht bedankt habe. Mit dem Vorfall bei Herrn Hansen zusammen werde ich mich ordentlich bei dir bedanken.“Sophie verstand. „Du willst mir ei
Sophie konzentrierte sich auf ihre Arbeit. Sie sah nur die Wunde an, nicht ihn.Er konnte nicht anders und sprach zuerst. „Bist du etwa sauer auf mich?“„Hm?“Sophie hielt inne. Sie verstand nicht. „Sauer? Ich? Auf dich? Wieso?“Seine Stimme klang leise und rau. „Am besten ist es, wenn nicht.“Ach so. Sophie verstand immer noch nicht, fragte aber auch nicht weiter. Sie beugte sich vor und drückte vorsichtig die Drainage.Maximilian fragte: „Wann kann der Schlauch raus? Es ist ziemlich unpraktisch damit.“„So schnell geht das nicht.“Sophie: „Einfach gesagt, das Wundsekret muss erst vollständig abfließen. Sonst droht eine Bauchfellentzündung, und das wäre problematisch.“Danach war wieder Stille.So kühl.Maximilian hielt die Augen halb geschlossen. „Hast du mir gar nichts zu sagen?“„Häh?“Sophie erstarrte verwirrt. Gerade als sie den Mund öffnen wollte, fuhr Maximilian sie an.„Rede nicht über die Wunde!“Das erschreckte Sophie. Ihre langen Wimpern flatterten, dann läch




