Se connecterVon ihrem Vater verstoßen und von ihrer Stiefmutter schikaniert, sah Sophie Tanner nur einen Ausweg: Sie drang in die Villa des mächtigen Magnaten von Königsberg, Maximilian von Berg, ein und forderte ihn zur Heirat. Am Tag der Hochzeit entdeckte Maximilian, dass Sophie keine Jungfrau mehr war. Er war überzeugt, sie führe ein zügelloses Leben und sei moralisch verdorben. Nach zehn Monaten brachte Sophie ihr Kind zur Welt, willigte in die Scheidung ein, verließ das Haus ohne einen Cent. Sie verschwand spurlos. Jahre später kehrte Sophie nach Königsberg zurück – an ihrer Seite ein Kind. „Herr von Berg, ich habe gehört, Sie suchen einen Privatarzt?“ Maximilian tappte bereitwillig in die Falle: „Sie sind eingestellt.“ Gerüchte machten die Runde: Herr von Berg hatte keine Ehefrau und brauchte keine Geliebte – stattdessen umsorgte er seine Privatärztin wie einen Schatz. Ihr Kind, dessen Vater unbekannt war, behandelte er wie sein eigenes.
Voir plus„...“ Georg war ein wenig eingeschüchtert und antwortete ehrlich: „Er hat getrunken ...“„Getrunken?“Sophie wiederholte es leise, in ihren Augen lag unverhohlener Spott.Sie schüttelte den Kopf. „Na schön, Herr von Berg, dann kannst du dir den Kräutersud auch gleich sparen. Wozu trinkst du ihn überhaupt?“Sie ließ los, stand auf und machte Anstalten zu gehen.Maximilian zuckte zusammen.Sein Körper reagierte schneller als sein Verstand, und er griff rasch nach ihrem Handgelenk. „Mir geht es nicht gut. Wohin willst du?“„Wohin?“Sophie lächelte kühl. „Natürlich weg von hier. Tut mir leid, ich kann deine Krankheit nicht heilen. Kündige mir bitte.“War sie wütend?Das war das erste Mal seit ihrer Rückkehr, dass sie ihm gegenüber die Beherrschung verlor.Seltsamerweise war Maximilian nicht verärgert.Im Gegenteil, er hatte etwas Angst. Er kannte Sophie. Wenn sie sagte, sie würde gehen, dann meinte sie es ernst.Doch er sagte: „Warum gleich so wütend? Und schon willst du gehen
Kaum oben angekommen, sah sie mitten auf der Tanzfläche Maximilian mit Diana im Arm einen Walzer tanzen.Georg wusste selbst nicht, warum er sich schuldig fühlte.Er stellte sich mit seiner großen Gestalt vor Sophie. „Gehen wir in den Wintergarten dort drüben.“Dort befand sich der Ruheraum.„Gut.“ Sophie nickte lächelnd.Sie verstand, dass Georg befürchtete, sie könnte eifersüchtig werden.Wie kam er darauf?Im Leben musste man wissen, wo man stand. Auch Gefühle ließen sich kontrollieren. Wer sie nicht kontrollieren konnte, war nicht besser als ein Tier.Sophie war das gleichgültig; Sienna hingegen platzte beinahe vor Eifersucht!Endlich war das Stück zu Ende.Maximilian und Diana lächelten einander an und verließen Arm in Arm die Tanzfläche.Plötzlich presste Maximilian die Hand auf den Magen.„Was ist los?“ Diana erschrak.„Maximilian, was hast du?“ Sienna war schon herangeeilt und hakte sich bei ihm auf der anderen Seite ein.Diana warf Sienna einen Blick zu. „Frau Th
„Wo willst du hin?“Frau Thiel hatte es gesehen und hielt sie zurück.Frau Thiel kannte ihre Tochter nur zu gut. „Ein Starlet ist nur ein Spielzeug. Warum regst du dich so auf?“„Mama!“Sienna war empört. „Sie ist Maximilians Geliebte!“„Hmpf.“Frau Thiel lachte kalt. „Du sagst es selbst – eine Geliebte. Maximilian ist fast dreißig, geschieden. Meinst du, er lebt wie ein Mönch? Jeder hat doch seine Bedürfnisse. Du gibst dich sonst so weltoffen – und das kannst du nicht verkraften?“„...“ Sienna schmollte. „Ich vertrage es schon, ich bin nur eifersüchtig.“„Dann streng dich an.“Frau Thiel sah ihre Tochter streng an. „Du kommst aus gutem Hause und bist bestens ausgebildet. Willst du dich von einem Starlet übertrumpfen lassen?“Dann beruhigte sie sie: „Keine Sorge, so eine kommt nicht in die von Berg-Familie. Es gab früher auch eine, die er sogar mochte – und am Ende wurde auch nichts draus.“„Stimmt.“Sienna sah es ein. „Mama, ich gehe zu Maximilian.“„Geh.“Sienna eilte z
In ihrem Gesicht war kein Hauch von Verstellung.Maximilian sah es. Sophie meinte es ernst.Sie schickte ihn weg, zu einer anderen Frau. Es war ihr gleichgültig, sie fühlte sich sogar schuldig.Er war ihr vollkommen egal geworden.Drei Jahre. Lang genug, um eine Liebe zu vergessen.Zumal sie für ihn nie wirklich entflammt war ...Maximilian ging nicht. Er setzte sich mit Eila auf dem Arm.„?“ Sophie verstand nicht.Maximilian sah sie an. „Ich bleibe nicht deinetwegen. Glaubst du, ich kann gehen?“Eila ließ sich nicht ablegen. Die Kleine wollte nur noch auf seinem Arm bleiben.Sophie war sprachlos.Jetzt konnte sie ihm die Wahrheit erst recht nicht sagen.Wenn er die Wahrheit erführe und Eila weiterhin so an ihrem Papa hing, könnte das seinem neuen Liebesglück im Weg stehen.„Tut mir leid.“Sophie sagte es aufrichtig und schuldbewusst. „Und danke. Ich habe dir heute Abend deinen Termin verdorben.“„Hm.“Maximilian nickte und nahm ihre Entschuldigung an.„Meine Sachen re
Im Zimmer.Chris saß auf einem Stuhl in seiner Patientenkleidung, die nun völlig mit Soße durchtränkt und beschmiert war.Nicht nur das – auch sein Haar war damit verklebt. Reis und Gemüse hingen mit der Brühe in seinem Gesicht, seine Züge waren kaum noch zu erkennen.Eine Pflegekraft mittleren A
Sophie taumelte und konnte kaum stehen.Der Arzt hatte gerade Leopolds Untersuchung abgeschlossen. Als er Maximilian sah, sagte er:„Herr von Berg, Sie sind da. Dem alten Herrn geht es erstmal wieder besser, er ist nur noch sehr geschwächt und muss sich schonen. Achten Sie auf seine Ernährung und
Sophie verstand, aber eine Ehe war kein Spiel. Sie zögerte und schüttelte den Kopf.„Das ist wirklich nicht nötig. Reden Sie doch bitte mit Herrn von Berg...“Doch bevor sie den Satz beenden konnte, wurde sie unterbrochen.Maximilians Gesichtsausdruck blieb unverändert, sein Ton war gleichgültig.
„Herr von Berg.“Direktor Pfeiffer erstarrte plötzlich. Jeder, der in der Geschäftswelt etwas zu sagen hatte, kannte Maximilian von Berg.„Was führt Sie hierher?“Maximilian würdigte ihn keines Blickes. Sein Blick war fest auf die tränenüberströmte Melissa gerichtet.Sie war es – das Mädchen, da


















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