Louise Der Heimweg zieht sich endlos hin, jenen Fahrten gleich, die man fürchtet, ohne sie jemals abkürzen zu wagen. Die Stadt zieht vorbei, trostlos, unpersönlich, gleichgültig gegenüber unserem elenden Schiffbruch. Der beengte Wageninnenraum, gesättigt von unserem Schweigen und den Ausdünstungen einer zu langen Nacht, wird zum Gefängnis aus Schatten und Erinnerungen. Thomas hält die Hände um das Lenkrad gekrampft, die Knöchel weiß vor Anspannung. Sein Blick verliert sich auf der Straße, aber ich weiß, dass er nichts sieht. Nicht die vorbeiziehenden Ampeln, nicht die eiligen Passanten, nicht einmal die Lichter der Schaufenster, die eines nach dem anderen angehen, während der Tag schwindet. Er fährt, angetrieben von einer Trägheit, die ihn übersteigt, als würde ihm die bloße Aussicht, nach Hause zurückzukehren, die Kraft zum Atmen nehmen. Was mich betrifft, so sitze ich da, aufrecht, unbeweglich, die Arme vor der Brust verschränkt, und versuche vergeblich, mich zu wärmen. Aber die
Última actualización : 2026-05-14 Leer más