Das Hupen von Carters Wagen zerriss die Stille der Nacht – lang, schrill und klagend wie das Geheul eines verwundeten Tieres. Claire, die hinter dem Steuer saß, ließ die Hupe nicht los. Ihre Hände zitterten so heftig, dass sie sich ins Leder krallen musste, um nicht zusammenzubrechen.„Mach auf! Xavier, mach diese verdammte Tür auf!“, schrie sie. Ihre Stimme war bereits brüchig, ihre Kehle brannte.Neben ihr schwieg Carter. Er wusste, wenn dieses Hupen aufhörte, würde Claire in tausend Stücke zerbrechen. Er legte lediglich eine Hand auf ihre Schulter – ein Anker in diesem tobenden Sturm.Drinnen herrschte das Chaos. In der Master-Suite kniete Lilian vor dem Bett. Leo, der sonst so sanftmütig war, hatte sich in ein kleines, wildes Tier verwandelt. Er schlug gegen die Tür, er brüllte nach seiner Mutter, er krallte seine Finger so tief in die seidenen Laken, bis seine Nägel bluteten.„Ich will zu Mama! Mama ist da draußen, ich höre sie! Lasst mich los!“Xavier stand mitten im Raum, eine
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