Was Niklas da sagte, klang, als hätte er endlich einen guten Vorwand gefunden. Seine Finger drückten immer stärker zu. Sophie wandte den Kopf mühsam zu mir. „Anna, du hast doch gesagt, du würdest mich retten.“ Ich schwenkte leicht meinen Fächer. „Naja. Habe ich nicht gesagt, dass ihr euch gegenseitig töten sollt? Du scheinst mich missverstanden zu haben, Sophie.“ Sophie konnte nicht fassen, dass ich, die sonst immer Mitleid zeigte, nun selbst zu solchen dunklen Mitteln griff. Sie wollte noch etwas sagen, doch ihr Atem wurde immer schwächer, bis er schließlich ganz versiegte. Sie starb, ohne die Augen zu schließen. Niklas zitterte am ganzen Leib. Er starrte auf die Frau, die er am meisten geliebt hatte, nun tot durch seine eigenen Hände. Doch er zögerte nicht lange. Er kroch zu mir, sah mich fast demütig an. „Anna, du weißt, ich habe drei Tage lang vor deiner Tür gekniet, um dich zu freien. Ich liebe dich, das weißt du. Ich war nur von diesen Frauen v
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