Lia fuhr hoch, als die Haustür plötzlich aufgerissen wurde. „Tante Lia!“ Julien kam fast schon hereingestolpert, viel zu schnell, viel zu aufgeregt. Seine kleinen Hände griffen sofort nach ihr, zogen an ihrem Arm. Sein Blick war hektisch, suchend. „Julien, hey—“ Lia setzte sich auf, sofort alarmiert. „Was ist denn los?“ Er schüttelte nur den Kopf, zog weiter an ihr. „Komm!“ „Julien, warte— was ist passiert?“ Ihre Stimme wurde automatisch ruhiger, aber ihr Puls zog längst an. Er antwortete nicht. Konnte nicht. Zu aufgeregt. Im Hintergrund – Stimmen. Lauter als normal. Zu laut. Lia erstarrte einen kurzen Moment. Das war kein normales Gespräch. „…Tyler“, murmelte sie halb ins Handy, halb zu sich selbst, während sie schon aufstand. „Ich weiß nicht, was hier gerade los ist… ich muss kurz—“ Ob er noch etwas sagte, bekam sie nicht mehr mit. Das Handy landete achtlos auf dem Sofa. Julien zog sie schon weiter. „Langsam, hey—“ Lia stolperte fast hinterher, fing sich gerade noch.
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