Die Reise begann nicht mit Fanfaren, sondern mit dem tiefen, stummen Einverständnis des Berges. Als Elias und Kaelen die äußeren Tore des Mont-de-Glace hinter sich ließen, spürte Elias einen physischen Schmerz – ein Ziehen in seiner Brust, als würde eine unsichtbare Nabelschnur aus Silber gedehnt. Zum ersten Mal seit seiner Transformation verließ er das Fundament, das ihm seine Macht verlieh. Jeder Schritt in den tiefen, unberührten Schnee des Tals fühlte sich an, als würde er leiser werden, als würde seine Verbindung zur Welt dünner.Kaelen hingegen schien in ihrem Element aufzublühen. Sie bewegte sich mit einer fließenden Anmut durch das Unterholz, ihre Sinne geschärft auf jedes Knacken eines Zweiges, jeden fernen Geruch von Raubtier oder Fäulnis. Sie trug ihre Reiseausrüstung aus dunklem Leder, die Dolche griffbereit an den Hüften. Sie war die Jägerin, und hier draußen, fernab der schützenden Mauern, war sie Elias’ einziger Anker.„Du bist zu still, Elias“, sagte sie, ohne den Blic
Last Updated : 2026-05-03 Read more