Melinda stürmte den Flur entlang, ihre nackten Füße klatschten auf die kühlen Marmorböden. Die Geräusche aus der Master-Suite, Paulas unerträgliches Kichern, vermischt mit den schrillen Rufen der beiden Zwillingsjungen, verfolgten sie wie spöttische Geister. Mit zitternden Händen fummelte sie an ihrer Schlüsselkarte herum und stieß die Tür zur angrenzenden Suite auf, die sie zu ihrem ganz persönlichen Rückzugsort erklärt hatte. Die schwere Tür fiel mit einem dumpfen Knall hinter ihr ins Schloss, der durch den luxuriösen Raum hallte.Sie sackte dagegen zusammen, rutschte mit dem Rücken am polierten Holz hinunter, bis sie auf dem Boden saß und die Knie an die Brust zog. Zum ersten Mal seit Jahren liefen ihr echte Tränen über die Wangen. Nicht die sorgfältig einstudierten, kameratauglichen Tränen, die sie bei Lioras Beerdigung perfekt gespielt hatte, sondern heiße, wütende, hässliche Schluchzer, die ihren ganzen Körper erschütterten.Wie war es nur so weit gekommen?Sie hatte Frank alles
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