Arias SichtweiseDas Signalhorn durchschnitt die Stille des Nachmittags – drei kurze Stöße, die jeden Wolf im Lager dazu brachten, noch bevor der Ton ganz verklungen war, hastig zur Außengrenze zu stürmen.Ich ließ den Schraubenschlüssel fallen, den ich in der Hand gehalten hatte, und rannte los; mein Herz hämmerte, und Raels Name drang aus mir heraus, noch ehe ich den Werkstattausgang erreicht hatte.„Rael!“„Hier, Mama!“ Seine Stimme kam aus dem Inneren, und ich fand ihn kauernd hinter der Werkbank – genau dort, wo Sela ihm eingeschärft hatte, sich bei jedem Alarm aufzuhalten; sie selbst hatte sich schützend vor ihn gestellt.„Was ist los?“, fragte ich hastig.„Weiß ich noch nicht“, sagte Sela angespannt, eine Hand auf die Werkbank gestützt. „Bleibt unten. Ihr beide.“Ich kauerte mich neben Rael und zog ihn eng an mich; sein kleiner Körper bebte leicht an meinem, obwohl er sich sichtlich bemühte, tapfer zu sein. Draußen hallten Rufe über das Gelände, Wachen bewegten sich hastig, und
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