LOGINSie dachte, das Verlassen des Rudels bedeute Freiheit, bis das Schicksal sie in die Arme des einen Wolfes führte, der gefährlicher war als der Alpha, dem sie entkommen war. Nachdem sie einer Zwangsheirat und einem Leben unter Kontrolle entflohen ist, taucht Aria in die Gebiete der Gesetzlosen ab und versteckt sich unter Menschen und Abtrünnigen. Doch ein brutaler Hinterhalt bringt sie in die Hände der Blackfangs, einer gefürchteten Werwolf-Biker-Gang unter der Führung des skrupellosen Alphas Knox Vane. Für ihn ist sie nur eine weitere Ausreißerin. Ein weiterer Deal, den es auszuhandeln gilt. Doch als die Seelenbindung entsteht, ändert sich alles. Knox will keine Gefährtin. Aria will keinen Herrn. Doch dem Schicksal ist das egal. Hin- und hergerissen zwischen Überlebenswillen und Sehnsucht, weigert sich Aria, gebrandmarkt und wie Eigentum weggeworfen zu werden. Also tut sie das Undenkbare, verrät das Rudel und verschwindet. Doch Geheimnisse bleiben nicht verborgen. Und Bindungen auch nicht. Als sie sich wiedersehen, ist sie nicht mehr dasselbe Mädchen, das er einst für sich beanspruchte, und er ist nicht mehr der Alpha, vor dem sie sich fürchtete. Wird sie sich dem Band beugen oder es endgültig lösen? Erfahre mehr in „Markiert vom abtrünnigen Alpha-Biker“.
View MoreArias Sichtweise„Rael!“ Mein Schrei riss sich rau aus meiner Kehle, als ich mitansah, wie mein Sohn auf das dunkle Hafenwasser aufschlug und unter der aufgewühlten Oberfläche verschwand, während das Schiff sich immer weiter entfernte.Knox zögerte keine Sekunde; er riss sich die Jacke vom Leib und sprang ins Wasser, noch bevor ich überhaupt begriffen hatte, was geschah. Mit kräftigen Schwimmbewegungen steuerte er auf die Stelle zu, an der Rael in den Fluten untergetaucht war.„Kann er gut genug schwimmen?“, keuchte ich Diesel zu, der neben mir aufgetaucht war. Seine Knöchel waren von der vorangegangenen Auseinandersetzung blutig, doch sein Blick war nun voll und ganz auf das Wasser gerichtet.„Er hat geübt“, sagte Diesel, auch wenn in jedem seiner Worte die Anspannung mitschwang. „Fen hat ihm die Grundlagen beigebracht, damals an Blackfangs kleinem Teich. Aber dieses Wasser hier ist anders – Hafenströmungen, Schiffsverkehr ...“Ich ließ ihn nicht ausreden; meine Augen waren verzweife
Wir waren zwei Tage zuvor in Port Meridian eingetroffen; Osrics Tarnung – Verhandlungen über legitime Handelsgeschäfte – hatte uns einen vorsichtigen Zugang zu dem gefährlichen, chaotischen Gebiet des Hafens ermöglicht, während wir fieberhaft versuchten herauszufinden, wo genau Rael festgehalten wurde.„Da“, drang Diesels Stimme leise aus dem Ohrhörer, den Osric uns gegeben hatte; sie klang dringlich, trotz seiner offensichtlichen Bemühung um Diskretion. „An den Docks, auf der anderen Seite. Ich sehe ihn. Alder hat ihn bei sich.“Mein Herz setzte fast aus; die Erleichterung über die Gewissheit, dass er noch lebte, rang mit der Panik angesichts des Zeitpunkts. „Lagebericht.“„Sie gehen an Bord eines Schiffes. Sie legen bald ab, wenn man nach der Hektik der Besatzung geht.“„Wir müssen jetzt handeln“, sagte Aria neben mir und wandte sich bereits in die Richtung, die Diesel angegeben hatte – ungeachtet Osrics warnender Hand auf ihrem Arm.„Vorsicht“, mahnte Osric. „Wenn man uns dabei beo
Raels SichtweiseSie hielten mich in einem fensterlosen Raum gefangen – nur Steinwände und eine einzige Tür, die von außen verriegelt wurde. Immerhin hatten sie mir ein vernünftiges Bett und regelmäßige Mahlzeiten zugestanden, auch wenn die Angst in meinem Magen nie ganz nachließ.Ich hatte versucht, die Tage anhand der Mahlzeiten zu zählen, die man mir brachte, auch wenn ich mir über die Genauigkeit nicht ganz sicher sein konnte. Drei, vielleicht vier Tage waren vergangen, seit man mich hierhergebracht hatte; die Frau, die mich am Kai begutachtet hatte, schaute gelegentlich vorbei – stets mit demselben berechnenden Blick, den sie schon in jenem ersten, schwierigen Moment gezeigt hatte.„Dein Käufer trifft morgen ein“, teilte sie mir bei einem dieser Besuche mit und beobachtete meine Reaktion mit offensichtlichem Interesse. „Du solltest froh sein. Das Warten hat endlich ein Ende.“„Ich bin über all das ganz und gar nicht froh“, sagte ich und zwang meine Stimme zur Ruhe, obwohl ihre Wo
Aus Kaels Sicht„Erzähl uns alles“, sagte ich mit scharfer Dringlichkeit in der Stimme, während Torin sich auf den Stuhl im Lagezentrum setzte; ihm war die Erschöpfung nach seinem harten Ritt nach Blackfang – angetreten, sobald sich die Nachricht von Raels Entführung verbreitet hatte – deutlich anzusehen.„Port Meridian agiert unabhängig von jedem Rudelgebiet oder der Autorität des Rates, sei es in der Vergangenheit oder Gegenwart“, erklärte Torin und breitete eine grobe Karte auf dem Tisch aus. „Es wurde vor Generationen von Interessengruppen gegründet, die erkannten, dass strikte Neutralität profitabel ist; sie sind bereit, mit jedem Handel zu treiben – ungeachtet der politischen Lage –, solange die Bezahlung stimmt.“„Sklavenhändler“, sagte Aria mit gepresster Stimme, in der kaum unterdrückte Wut mitschwang. „Dieses Wort hast du schon einmal benutzt. Ich muss genau verstehen, was das speziell für Rael bedeutet.“Torins Miene verriet echtes Mitgefühl, auch wenn er offensichtlich sch
Der Preis der FreiheiArias SichtweiseIch konnte sie an den Toren hören.Motoren dröhnten wie Knurren. Schritte hallten wider. Eine tiefe Stimme sprach mit eiskalter Autorität zu einem der Späher der Schwarzen Kralle.Mein Onkel.Sie würden mich holen kommen.Ich wich vom Fenster zurück und presst
Tinte, Narben und GeheimnisseKnox' SichtweiseIch mochte Unbekanntes nicht.Und Aria Crest war eine verdammt unbekannte Größe.Sie bewegte sich, als wäre sie für den Kampf ausgebildet worden, zögerte aber vor jedem Schlag, als hielte sie sich zurück. Sie verhielt sich nicht wie ein unterwürfiger
Arias SichtweiseDie Freiheit begann sich wie eine Lüge anzufühlen.Die Mauern des Blackfang-Geländes bestanden nicht aus Gittern, sondern aus Stahl, Lärm und unzähligen Blicken. Trotzdem wurde ich das Gefühl nicht los, wieder in einem Käfig zu sitzen – nur dass dieser nach Motoröl und Testosteron
Der Wolf hinter dem LederKnox' SichtweiseSchurken bekamen keine zweite Chance.Auch Ausreißer nicht.Und doch, da war ich wieder und brach meine eigenen Regeln.Der Duft von Blut und Waldmoschus lag schwer in der Luft, durchzogen von etwas, das ich nicht genau benennen konnte.Ich kauerte mich ne











