Die Ruinen sahen nicht länger wie ein Ort des Todes aus.Das Gras war zwischen den Steinen wieder zu wachsen begonnen, silbern vom Mondlicht überzogen. Die Luft summte noch leise mit der Erinnerung an das, was dort geschehen war – Blut, Schreie, das reißende Geräusch ihrer Magie, die durch die Nacht brannte –, aber jetzt war es still. Gereinigt.Zwei Tage waren vergangen. Zwei lange, langsame Tage, in denen ihr Körper heilte und ihr Geist versuchte, Schritt zu halten.Nun stand sie am Rand der Lichtung, mit Mareck und der Heilerin an ihrer Seite. Die Nachtluft war kühl, fuhr durch ihr Haar, die Seide ihres Kleides flüsterte um ihre Knöchel. Der Stoff schimmerte, wenn das Mondlicht ihn berührte – Silber auf ihrer Haut, weich dort, wo er ihre Schultern freiließ. Die Heilerin hatte ihr Haar gebürstet, bis es wie d
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