PIERRE DUMONTDie Zunge brennt noch von ihrem Geschmack — eine Mischung aus Rotwein, bitterem Lippenstift und jener unverwechselbaren Spannung, die sie beharrlich zwischen uns aufrechterhält, als könnte ich nicht bei jedem keuchenden Atemzug, den sie zu verbergen versucht, spüren, wie sehr sie nachgeben will.Aber sie gibt nicht nach.Noch nicht.Und das ist es, was mich fasziniert.Ich beobachte, wie sie das Filet mit präzisen Bewegungen schneidet, ihre Finger fest, aber der Atem noch unregelmäßig — derselbe Atem, der stockte, als meine Zunge den Rand ihrer Lippen streifte. Sie stöhnte nicht, sie wich nicht zurück. Sie hielt nur inne, als hätte ihr Körper für eine Sekunde vergessen, wie er funktioniert.Und ich habe es geliebt.Jetzt essen wir schweigend, die Luft zwischen uns geladen mit allem, was nicht gesagt wird. Sie vermeidet meinen Blick, konzentriert sich zu sehr auf den Teller, als wäre dieses Stück Fleisch das Interessanteste auf der Welt. Ich lasse sie. Ich weiß, wann ich
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