ZWEI MONATE SPÄTER…Ich wache halb benommen auf, der Kopf schwer wie Blei, der Mund pelzig und bitter. Das Licht, das durch die Ritzen der Scheune fällt, schmerzt in meinen Augen, und ich brauche eine Sekunde — eine kostbare Sekunde — um mich zu erinnern, wo ich bin.Das Bett.Die Seile.Er.Mein Körper schmerzt an Stellen, die nicht schmerzen sollten. Das Fleisch an meinen Handgelenken ist wund vom Kampf gegen die Fesseln, und ich rieche den Geruch von getrocknetem Blut, vermischt mit Schweiß. Meinem eigenen.Ein Geruch lässt mich zusammenzucken. Schritte. Leichte, berechnende.Michael.Ich schmecke immer noch die Angst in meinem Mund, diesen metallischen Geschmack, der bleibt, wenn du weißt, dass etwas furchtbar falsch ist, aber es zu spät ist, um zu fliehen. Alles begann mit jenem Gespräch mit meinen Brüdern, als sie herausfanden, was Michael mir antat. Ich wollte nicht glauben, dass er dazu fähig war, aber die Beweise waren da, und ich konnte nicht länger leugnen. Als ich die Bezi
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