Valerian wartete nicht. Mit einer Bewegung, die so sanft war, als wäre Elena aus zerbrechlichem Glas geformt, hob er sie in seine Arme. Sie legte den Kopf an seine Schulter und schloss die Augen. Ohne die schützende, pulsierende Magie ihres Siegels fühlte sie sich seltsam leicht, fast durchsichtig, doch sein Körper gegen ihren war ein Anker, der sie in der Realität festhielt. Er begann zu gehen. Seine Schritte waren stetig, leise und federnd, selbst unter dem Gewicht, das er trug. Die Stadt um sie herum war in ein tiefes, schlafendes Blau getaucht. Hier, in den unteren Ebenen, waren die Gebäude monumentaler, die Architektur schwerer und archaischer. Die Adern aus Silber in den Wänden glühten kaum noch, nur ein fernes, pulsierendes Echo dessen, was diese Stadt einmal gewesen war. „Elena?“, fragte er nach einer langen Weile, als sie eine breite, verlassene Brücke überquerten. Seine Stimme hallte nicht, sie wirkte in der Stille dieses Ortes fast schon intimer als ein Flüstern. „Ich b
Last Updated : 2026-06-27 Read more