Selanas SichtDie Stadt ruhte nie wirklich.Auch lange nach Mitternacht trug New York ein leises, ständiges Summen in sich – ferne Sirenen, das gelegentliche Hupen eines Taxis, das leise Rumpeln von Zügen unter den Straßen. Ich lag auf der schmalen Liege, die Maria mir im kleinen Hinterraum der Bäckerei aufgebaut hatte, und starrte auf die Deckenplatten. Der Schlaf wollte nicht kommen. Jedes Mal, wenn ich die Augen schloss, blitzten Fragmente des Waldes hinter meinen Lidern auf: Lucians blutüberströmtes Gesicht, das grausame Lächeln des Kommandanten, Nyras kleiner Körper, in weißes Tuch gehüllt.Ich drehte mich auf die Seite und zog die dünne Decke fester um mich. Das neue Nachthemd, das Maria mir gegeben hatte, fühlte sich weich auf meiner Haut an, doch es konnte die Kälte nicht vertreiben, die sich tief in meinen Knochen festgesetzt hatte. Dankbarkeit und Schuld verflochten sich in meiner Brust. Diese Frau – dieser Mensch – hatte mir an einem einzigen Tag mehr Freundlichkeit gezeigt
ปรับปรุงล่าสุด : 2026-07-15 อ่านเพิ่มเติม