Der Schmutz fühlte sich kalt an ihrer Wange an.Seraphina wusste nicht, wie lange sie schon dort gelegen hatte. Die Trommeln waren weg. Die Fackeln waren verschwunden. Die Menge war weg. Die Lichtung war leer, bis auf den Wind, der durch das Gras wehte, und den weißen Mondstein, der hoch und schweigend über ihr stand.Jemand hatte sie an den Rand der Lichtung gezerrt. Sie war jetzt unter einem Baum, halb im Schatten. Ihre Knie waren aufgeschürft. Ihr graues Kleid war fleckig. Ihre Brust fühlte sich hohl an, als hätte jemand alles herausgeschöpft und nur kalte Luft zurückgelassen.Sie versuchte zu atmen. Jeder Atemzug tat weh.„Seraphina?“Jennas Stimme. Weich. Besorgt.Seraphina versuchte ihren Kopf zu heben. Es hat zu viel Aufwand gekostet. Jenna kniete neben ihr und legte ihr eine Hand auf die Schulter.„Sie sind gegangen“, flüsterte Jenna. „Der Älteste hat allen gesagt, sie sollen nach Hause gehen. Deine Tante... sie hat mir gesagt, ich soll bei dir bleiben, bis du aufwachst.“Sera
Last Updated : 2026-07-06 Read more