Am nächsten Abend stand ich vor meinem Kleiderschrank und betrachtete die eleganten Kleider, die Julian mir in den vergangenen Wochen geschickt hatte. Unwillkürlich musste ich lächeln. Er hatte sich nie darum gekümmert, welche Modetrends gerade angesagt waren. Er hatte mich auch nie dazu bringen wollen, einem bestimmten Bild zu entsprechen. Für ihn zählte nur eines: Dass ich mich in diesen Kleidern wohlfühlte, mich selbstbewusst darin bewegte und wirklich glücklich war.Nach kurzer Überlegung entschied ich mich für ein schlichtes, aber elegantes dunkelgrünes Seidenkleid. Vorsichtig befestigte ich die Vintage-Brosche aus Platin mit dem Smaragd, die Julian mir gestern geschenkt hatte, nahe meinem Schlüsselbein. Das leuchtende Grün des Edelsteins fing das Licht auf wunderschöne Weise ein und harmonierte perfekt mit dem Stoff.Julian hatte angeboten, mich abzuholen, doch ich lehnte höflich ab. Ich wollte allein zum Glashaus-Pavillon kommen, um ihm eine richtige Überraschung zu bereiten und
Read more