Die jährliche Benefizgala war ein verschwommener Reigen aus dem Licht der Kristallleuchter, dem Summen leiser, hochkarätiger Gespräche und dem rhythmischen Klirren feiner Champagnergläser. Elena stand genau in der Mitte des Ballsaals, ein Meisterkurs in beherrschter Anmut. Sie trug die bodenlange, schwarze Robe, die ihr wie eine zweite Haut saß; ihre scharfen, minimalistischen Linien unterstrichen die absolute Kontrolle, die sie über ihr eigenes Erscheinungsbild ausübte. Ihre Augen jedoch waren wachsam. Sie beobachtete Julian auf der anderen Seite des riesigen Raumes, wie seine Augen die Menge mit einer Rastlosigkeit durchsuchten, die er nicht ganz verbergen konnte. Er suchte nach jemandem, und es war nicht der Senator, dem er eigentlich den Hof machen sollte. Er suchte nach Seraphina. Das plötzliche, erstickende Bedürfnis nach frischer Luft überkam sie. Elena entschuldigte sich höflich und routiniert bei den Investoren, die sie unterhielt, und schlüpfte durch die schweren Seitentür
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