Nachts weckt mich der Hunger. Mein Magen ist eine geballte Faust, ein Schmerz, der durch meinen ganzen Körper strahlt, der meine Eingeweide verdreht, der mich von jedem Gedanken leert. Ich beiße die Zähne zusammen, ich schließe die Augen, ich mache mich leer. Aber der Hunger ist da, lauernd, wartend. Der Hunger ist ein geduldiges Tier, das weiß, dass die Zeit für es arbeitet.Ich denke an die Wohnung. Beheizt, mit Fenstern, die schließen, Wänden, die den Wind nicht durchlassen. Warmes Wasser, das aus den Hähnen fließt, echtes Wasser, nicht das, das man aus dem Brunnen zieht, indem man das Eis bricht. Nahrung. Warmes Brot, fette Suppe, Fleisch, Käse, Früchte. Alles, wovon ich nachts träume, alles, was mich tagsüber verfolgt.Ich denke an Liams Hand an meinem Nacken. An seinen Mund auf meinem. An seinen Körper auf meinem. Ich denke an die Schande, die mich verzehren würde, an die Erniedrigung, die mich zerstören würde, an das, was ich werden würde. Eine Sache. Ein Objekt. Ein Spielzeug.
Terakhir Diperbarui : 2026-09-29 Baca selengkapnya