Emberlys PerspektiveLichtstreifen drangen durch das Krankenhausfenster und warfen lange Schatten über den Boden. Der Sturm hatte endlich nachgelassen und die Stadt unter einer schweigenden, gefrorenen Einöde begraben, die genau dem entsprach, was ich innerlich fühlte.Ich saß aufrecht gegen die Krankenhauskissen gelehnt, meine Augen waren bis zum Pochen geschwollen. Aber sie waren völlig trocken. Ich hatte keine Tränen mehr zu vergießen. Mein Körper fühlte sich an wie ein zerstörter Tempel, der gewaltsam seines einzigen Schatzes beraubt worden war.Die Tür zu meinem Zimmer klickte auf.Für ein paar Sekunden hielt das naive, zutiefst gebrochene Mädchen in mir den Atem an, in der Annahme, es sei Adrian. Vielleicht hatte ihn die Nachricht endlich erreicht. Vielleicht war die Gala vorbei und das Morgenlicht hatte ihn zur Besinnung gebracht. Vielleicht stand er auf der anderen Seite der Tür, bereit, sich zu entschuldigen, bereit, mich zu halten, bereit, um unser Kind zu trauern.Stattdess
Last Updated : 2026-08-03 Read more