ELIANA „Sie schläft endlich.“Craig’s Stimme war leise, als er in das gedämpfte Kinderzimmer trat. Ich saß im Schaukelstuhl, Aurelia warm und schwer an meiner Brust, ihr winziger Mund arbeitete noch in sanften Traumsaugbewegungen. Das einzige Licht kam von der kleinen Lampe in der Ecke.„Ich wollte sie noch nicht hinlegen“, gab ich zu.Er durchquerte den Raum und hockte sich neben den Stuhl, sodass wir auf Augenhöhe waren. „Du siehst müde aus, Eliana.“„Bin ich. Aber meistens die gute Art.“Craig streckte die Hand aus und strich mir mit dem Handrücken eine Haarsträhne von der Wange. Die Berührung war behutsam, beinahe ehrfürchtig. „Ich versuche, dir Raum zu geben. Dich heilen zu lassen. Dich herausfinden zu lassen, wie du dich fühlst, ohne dass ich dich bedränge.“„Ich weiß.“„Ich scheitere daran.“ Er stieß ein leises, selbstironisches Lachen aus. „Jedes Mal, wenn ich aus einem Raum gehe, in dem du bist, muss ich mich davon abhalten, umzukehren. Jedes Mal, wenn ich sie halte, denke i
Last Updated : 2026-09-21 Read more