Ich hatte keine Zeit, das Foto zu verarbeiten.Ich hatte keine Zeit zu weinen, zu schreien oder Matt anzurufen und Antworten zu verlangen. Denn bevor ich das Foto überhaupt aus meinen zitternden Händen senken konnte, hallte ein Klopfen durch meine Wohnung.Drei scharfe Schläge. Bedächtig. Selbstsicher.Ich wusste, wer es war, noch bevor ich durch den Spion sah.Greg.Er stand im dämmrigen Flur, in einem dunkelblauen Anzug, die Krawatte am Kragen leicht gelockert. In der Hand hielt er eine Flasche Rotwein – teuer, dunkles Glas, mit einem Etikett, das ich nicht kannte.Er wirkte völlig entspannt. Als würde er nur kurz vorbeikommen. Als hätte er nicht gerade ein Foto geschickt, das meine Welt auseinandergerissen hatte.Ich machte die Tür nicht auf. Ich stand einfach nur da, den Rücken gegen das kalte Holz gepresst, das Herz raste.„Ich weiß, dass du zu Hause bist, Emma“, sagte er durch die Tür. Seine Stimme war weich, Seide über Stahl. „Und ich weiß, dass du das Foto gesehen hast. Mach d
Last Updated : 2026-08-20 Read more