Der Flur war still.Xaviers Schritte waren im Nichts verhallt, verschluckt von den weiten, leeren Korridoren des Anwesens. Aber das Echo seiner Worte hing in der Luft, schwer und erstickend.„Sie ist gefangen, Matthew.“Ich stand wie angewurzelt im Türrahmen, meine nackten Füße auf dem kalten Marmorboden. Der Seidenmorgenmantel fühlte sich dünn an, zerbrechlich, als würde er überhaupt keinen Schutz bieten. Meine Brust hob und senkte sich. Meine Lungen brannten. Ich konnte nicht atmen. Ich konnte nicht denken. Ich konnte nur Matt anstarren, der mitten im Zimmer stand, sein Gesicht bleich, die Augen zerbrochen.„Sag mir, dass du es nicht so gemeint hast“, sagte er.Seine Stimme war leise. So leise. Es war der furchterregendste Klang, den ich je von ihm gehört hatte. Es war kein Schreien. Keine Wut. Es war die leise, hohle Stimme eines Mannes, dessen Welt gerade in sich zusammengebrochen war.„Matt“, flüsterte ich. „Ich—“„Sag mir, dass du es nicht so gemeint hast, Emma.“ Seine Stimme bra
Last Updated : 2026-09-08 Read more