Nathans PerspektiveDie schwere Eichentür zu Vaters Arbeitszimmer wirkte wie eine Barriere, die ich nicht unbedingt überwinden durfte. Ich stand lange im Flur, mein Puls pochte mir bis zum Hals, bevor ich endlich klopfte. Die Reue hatte sich wie eine Krankheit in mir breitgemacht, etwas Öliges, Dunkles, das mich nicht schlafen ließ.„Herein“, rief Sebastians tiefe, sonore Stimme.Ich trat ein. Mein Vater saß hinter seinem Schreibtisch, ein Glas mit bernsteinfarbener Flüssigkeit glitzerte im Feuerschein. Er blickte nicht sofort auf, erledigte noch ein paar Unterlagen, bevor er schließlich den Stift beiseitelegte. Er sah mich an, seine Augen scharf und wissend, und wartete einfach.„Ich kann nicht aufhören, daran zu denken, Dad“, sagte ich mit leicht zitternder Stimme. Ich schloss die Tür hinter mir, das Klicken klang wie ein Hammerschlag. „An Elara. An alles, was ich getan habe.“Sebastian unterbrach mich nicht. Er lehnte sich zurück, die Finger über der Brust verschränkt. Er beobachte
Última actualización : 2026-09-09 Leer más