Gefangen im Blick des Millionärs
Sophie dachte immer, Greyhaven wäre der Ort, aus dem sie eines Tages verschwinden würde.
Doch dann taucht Adrian Blackwood auf.
Dunkle Anzüge. Ruhige Worte. Ein Mann, der den Raum verändert, ohne seine Stimme zu heben. Während in Greyhaven immer mehr Häuser verkauft werden und niemand offen ausspricht, was wirklich passiert, gerät Sophie immer tiefer in ein Spiel aus Macht, Geheimnissen und Kontrolle.
Und Adrian scheint längst mehr über sie zu wissen, als er sollte.
Je näher Sophie ihm kommt, desto stärker wird das Gefühl, dass hinter seinem Blick mehr steckt als bloße Aufmerksamkeit. Etwas Gefährliches. Etwas, dem sie sich nicht entziehen kann.
Denn Adrian Blackwood bringt nicht nur Gefahr in ihr Leben – sondern Geheimnisse aus einer Vergangenheit, von der Sophie nichts ahnt.
Denn manche Menschen betreten dein Leben nicht zufällig.
Und manche Blicke lassen dich nie wieder los.
„Du stellst die falschen Fragen.“
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Chapter: Kapitel 15 - AngebotDer Abend verging langsamer als sonst. Vielleicht lag es daran, dass Sophie mit den Gedanken immer wieder von der Arbeit abschweifte. Oder daran, dass ihre Mutter seit dem Gespräch kaum mehr als das Nötigste mit ihr sprach.Diese Worte gingen ihr einfach nicht mehr aus dem Kopf.Mit dieser Familie bringt Nähe nur Probleme.Je öfter Sophie darüber nachdachte, desto weniger gefiel ihr dieser Satz. Ihre Mutter sprach nie so. Nicht in Andeutungen.Nicht in halben Wahrheiten.Nicht, wenn es um Dinge ging, die Sophie betrafen.Was hat all das auf sich? Was meinte ihr Mutter damit? Diese Fragen gingen ihr ständig durch den Kopf. Sie fand keine Antworten auf diese Fragen, egal wie lange sie darüber nachgedacht hatte. Sie stellte den sauberen Topf in den Schrank zurück und öffnete ihre Schürze. Sie legte sie auf die Arbeitsfläche ab. „Ich mache jetzt eine kleine Pause Mama.“ „Bleib nicht zu lange draußen“, kam nur als Antwort. Sophie verließ die Küche, ging zu ihrem Spind und holte ihre F
Last Updated: 2026-05-17
Chapter: Kapitel 14 - Der PlanDas gedämpfte Licht spiegelte sich in den Gläsern, das leise Stimmengewirr des Restaurants vermischte sich mit dem gedämpften Klirren von Besteck und Porzellan.Adrian saß aufrecht an einem makellos gedeckten Tisch im hinteren Bereich des Restaurants, abgeschirmt genug, um ungestört zu sprechen. Vor ihm stand ein Glas Wasser. Lucian ließ die Speisekarte sinken, lehnte sich leicht zurück und sah über den Tisch zu ihm.„Die Verträge mit dem Bürgermeister sind fast durch.“Adrian nickte ihm zu. „Wie erwartet.“Lucian musterte ihn kurz.„Im Dorf gibt es trotzdem Widerstand.“„Es gibt immer Widerstand.“Er kannte solche Reaktionen, dieser Widerstand überraschte ihn nicht. Ein Kellner trat an den Tisch, er hatte ein weißes Tuch über den Unterarm gelegt.„Was darf ich den beiden Herren bringen?“ „Wir hätten gerne ihre heutige Empfehlung, danke.“ „kommt sofort meine Herren. Die Karten nehme ich wieder mit.“ Der Kellner nahm den beiden die Karten ab und ging zurück um die Bestellung aufz
Last Updated: 2026-05-17
Chapter: Kapitel 13 - WarnungSophie blieb noch einen Moment stehen und sah dem schwarzen Wagen nach, bis er am Ende der Straße zwischen dem Regen und den grauen Häusern verschwand. Erst dann löste sie den Blick, zog die Autotür auf und setzte sich hinein. Für einen Augenblick blieb sie einfach sitzen, die Hände noch am Lenkrad, während der Regen leise gegen die Scheiben trommelte.Neugier kann gefährlich werden.Seine Stimme hing ihr noch immer im Kopf. Genauso wie dieser Blick, jedesmal schaute er sie so an, als würde er mehr sehen als er sollte. Und die Art, wie er einfach gegangen war. Als hätte er das Gespräch in genau dem Moment beendet, in dem es ihm passte.Sophie atmete aus, startete den Motor und setzte sich in Bewegung.Greyhaven zog langsam an ihr vorbei. Nasse Straßen. Ein paar wenige Menschen mit hochgezogenen Jacken und Regenschirmen. Der Himmel noch immer schwer von Regenwolken, heute wird es bestimmt nicht mehr aufhören zu regnen. Eigentlich hätte es eine ganz normale Fahrt zurück sein sollen, ab
Last Updated: 2026-05-14
Chapter: Kapitel 12 -NeugierKapitel 12 – Neugier„Wir begegnen uns erstaunlich oft.“Sophie zuckte zusammen und blieb stehen. Sie hatte doch extra gewartet, bis er weg war.Allein seine Stimme reichte aus, damit sich etwas in ihr anspannte. Langsam drehte sie sich in seine Richtung. Blackwood stand nur wenige Schritte entfernt, die Hände in den Manteltaschen, der Blick auf sie gerichtet.„Greyhaven ist nicht besonders groß“, sagte Sophie.Sein Mundwinkel zuckte etwas, als wäre da ein kleines Lächeln zu sehen gewesen. „Ist das Ihre Erklärung?“Sophie hob leicht die Augenbrauen.„Haben Sie eine bessere?“„Vielleicht“, sagte er und schaute ihr tief in die Augen. Bevor sie etwas erwidern konnte, fiel der erste Tropfen auf ihre Jacke.Dann noch einer.Sophie warf einen kurzen Blick nach oben.„Perfektes Timing“, murmelte sie.„Für wen?“Die Frage kam so ruhig, dass sie erst einen Moment später verstand, dass er es tatsächlich ernst gemeint hatte.Innerhalb weniger Sekunden wurde aus dem leichten Regen ein richtige
Last Updated: 2026-05-12
Chapter: Kapitel 11 - ZufälleDas graue Morgenlicht fiel durch den schmalen Spalt zwischen den Vorhängen, als Sophies Wecker klingelte. Sie schaltete ihn aus und blieb noch einen Moment liegen, den Blick an die Decke gerichtet. Von unten drangen die vertrauten Geräusche aus der Küche zu ihr herauf. Schritte, klirrendes Geschirr. Schließlich schlug sie die Decke zurück, setzte sich auf und fuhr sich mit beiden Händen durch die Haare. Sie zog sich ihren Pullover über, der über ihren Stuhl hing, nahm eine Hose aus dem Kleiderschrank und ging ins Badezimmer. Sie stellte sich vor den Spiegel und drehte den Wasserhahn auf. Das kalte Wasser auf ihrem Gesicht machte sie wacher, zumindest ein bisschen. Sie putzte sich die Zähne, band ihre kupferfarbenen Haare zu einem lockeren Knoten zusammen und strich ein paar lose Strähnen zurück.Immer noch müde. Mit einem letzten Blick in den Spiegel verließ sie das Badezimmer und ging nach unten. Ihre Mutter stand bereits in der Küche, wie an jedem Morgen. Normalerweise war sie um
Last Updated: 2026-05-09
Chapter: Kapitel 10 - Die falschen FragenDer Abend setzte langsam ein, draußen fing es an zu dämmern. Das Licht im Gasthaus wurde wärmer. Weniger Gäste als am Vormittag, dafür längere Gespräche, ruhigeres Stimmengewirr. Sophie stand hinter dem Tresen und polierte Gläser, als eine kleine Familie hereinkam. Sie stellte das Glas zur Seite, das Handtuch legte sie auf den Tresen. Sie ging auf die Familie zu.„Guten Abend, für drei?“ „Guten Abend, ja genau.“ „Hier drüben bitte“, sagte Sophie und zeigte auf einen leeren Tisch. Die Familie legte ihre Jacken ab und setzte sich. In der Zeit ging Sophie zum Tresen und holte drei Karten, sie brachte sie zu der Familie.„Darf es schon was zu trinken sein?“ „Ja, ich hätte gerne ein Wasser.“ sagte die Frau. „Ich möchte eine Apfelschorle.“ sagte die Tochter leise. „Ich nehme ein Weizen.“ brummte der Mann. „Kommt sofort“, sagte sie und ging zurück zum Tresen. Sophie nahm das Tablett, stellte drei Gläser darauf ab und goss die bestellten Getränke ein. Sie nahm das Tablett hoch und bra
Last Updated: 2026-05-08