
Nach der Scheidung heiratete ich den falschen Milliardär.
Fünf Jahre Loyalität, ein erfolgreiches Unternehmen und der Traum einer glücklichen Familie zerbrechen an einem einzigen Nachmittag.
Selena will ihr geerbtes Unternehmen ihrem Ehemann Alex übergeben, erwischt ihn jedoch beim Betrug mit seiner angeblichen Adoptivschwester in ihrem eigenen Haus.
Statt zu weinen ersetzt sie die Übertragungspapiere sofort durch Scheidungspapiere und schwört, nur noch auf Erfolg und Rückzahlung der Opfer zu setzen.
Ihr Ziel ist es, ihr Unternehmen zu einer der zehn erfolgreichsten Firmen der Stadt zu machen, doch ihr fehlt Kapital.
Der mächtige Geschäftsmann Adrian bietet Hilfe, fordert jedoch eine Ehe als Bedingung, die Selena als reines Geschäft akzeptiert.
Doch Adrian ist anders: beschützend, intelligent und sanft, und Selena beginnt, ihm zu vertrauen.
Als sie erfährt, dass Alex’ „Adoptivschwester“ in Wahrheit ihre Stiefschwester Mara ist, die Rache plant, sucht sie Halt bei Adrian.
Bald verschwinden all jene, die ihr Schaden zufügten, was Selena verunsichert und Adrians dunkle Seite erahnen lässt.
Sie erkennt, dass Adrian sie schon lange beobachtet und ihre Ehe nie nur ein Geschäft war.
Eine neue Frau taucht auf und bringt Selena zwischen Angst, Verlangen und der Frage, ob ihr Retter ihr größter Feind ist.
Je tiefer sie in Adrians Welt gerät, desto mehr verschwimmen Schutz und Kontrolle, bis sie nicht mehr weiß, ob ihre Rettung Freiheit oder Gefangenschaft bedeutet.
Adrian bleibt dabei ruhig, aber seine Nähe wird zunehmend unberechenbar, und Selena muss entscheiden, ob sie bleibt oder flieht, bevor es zu spät ist.
Liebe, Verrat und Machtspiele verschmelzen zu einem gefährlichen Spiel ohne Ausweg für Selena nun.
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Chapter: ENDEDie Ausstellung in Verona war ein professioneller Abend gewesen. Champagner, Edelsteinsammler, höfliche Gespräche über Reinheit und Herkunft. Mitten darin hatte der Himmel seine Schleusen geöffnet. Alle drängten sich unter das Vordach des Eingangs, während die Parkservice-Mitarbeiter hoffnungslos ins Hintertreffen gerieten. Regen hämmerte auf das Kopfsteinpflaster. Irgendwo drinnen spielte noch eine Geige, dünn und hell. Ich hatte meinen Regenschirm vergessen. Ich hatte ihn nicht mit Absicht vergessen. Das möchte ich festgehalten wissen. Ich hatte einfach aufgehört, den Himmel zu prüfen – so, wie man aufhört, eine Tür zu prüfen, von der man weiß, dass sie offen steht. „Hier.“ Ayden hielt seinen Schirm über uns beide, ohne dass ich darum gebeten hatte, nah genug, dass sich unsere Schultern berührten. Der Regen trommelte auf das Nylon über unseren Köpfen. „Kavalier“, sagte ich. „Ich wusste gar nicht, dass das in dir steckt.“ „Hol es nicht hervor.“ Ich lachte. Er lachte auch, le
Last Updated: 2026-10-06
Chapter: Celias und Aydens Liebesgeschichte 27Ich kehrte in dieser Nacht um neun den Boden. Niemand hatte mich darum gebeten. Das Atelier war seit einer Stunde leer. Ich hatte den Turmalin-Ring um sechs fertiggestellt, um sieben einen Anhänger angefangen, und um acht hatte ich die Schubladen der Sortierkästen neu geordnet, die Kordel an Aydens Schürze neu gebunden und das Scharnier am Materialschrank repariert, das seit Oktober quietschte. Jetzt kniete ich mit einer Kehrschaufel auf dem Boden und jagte einem eingerollten Silberdraht unter dem Heizkörper hinterher. „Celia.“ „Eine Minute noch.“ „Das sagst du seit zwei Stunden.“ „Ich bin fast fertig.“ „Womit?“ Ich öffnete den Mund. Nichts kam heraus. Meine Hände zitterten, ein feines, vibrierendes Beben von den Handgelenken abwärts. Ich drückte sie gegen meine Oberschenkel. Sie wollten nicht stillhalten. Sie griffen weiter nach etwas – einem Lappen, einem Stichel, irgendetwas zum Festhalten. Ich sah auf die Kehrschaufel. Sie war leer. (Ayden) Ich hatte es seit
Last Updated: 2026-10-06
Chapter: Celias und Aydens Liebesgeschichte 26Bis zum Frühling tat niemand mehr so als ob. Bellandi war der Erste, der es laut aussprach. Er tat es an einem Dienstag im März an der Atelierstür, eine Flasche unter dem einen Arm und seine gewaltigen Augenbrauen gehoben. „So“, verkündete er für den ganzen Raum. „Es ist also endlich offiziell. Ich habe sechs Monate darauf gewartet. Ich hatte mein Geld auf den Oktober gesetzt.“ „Es gab nichts Offizielles“, sagte Ayden, ohne von seiner Werkbank aufzusehen. „Deine Ohren sagen, dass es ein Offiziell gibt.“ „Meine Ohren sind kalt.“ „Es sind achtzehn Grad.“ Ana, die mit einem Teller Brot hinter ihm vorbeiging, sagte kein Wort. Sie berührte im Vorbeigehen nur leicht die Schulter ihres Sohnes, und ich sah, wie sein ganzes Gesicht weich wurde. Marco lachte. Luca Ferrante, der mit Tinte an den Ärmelbündchen vorbeigeschaut hatte, legte eine Hand auf sein Herz und trauerte lautstark. Selbst Fabbri, der zu Besuch war, um einen Kunden zu sehen, sah uns beide einen langen Moment lang von de
Last Updated: 2026-10-06
Chapter: Celias und Aydens Liebesgeschichte 25Mailand roch genau wie immer. Nieselregen und Espresso. Ich stand mit meinem Koffer zu meinen Füßen auf dem Gehweg vor Anas Gebäude und wartete darauf, dass sich mein Magen verkrampfte. Er tat es nicht. Ich hatte die Male gezählt, die ich in diese Stadt zurückgekehrt war, und ergendwo jenseits der Zwanzig den Überblick verloren. Aber ich hatte noch nie hier gestanden und nichts als Gewissheit gespürt. Kein Knoten. Kein Einstudieren. Nur ein ruhiges, gleichmäßiges Summen unter meinen Rippen, wie ein gehaltener Ton. Die Tür flog auf, bevor ich klopfen konnte. „Du bist dünner geworden“, rief Ana und schlang beide Arme um mich. Ich lachte an ihrer Schulter. Sie roch nach Kardamom und Orangenschalen. „Das heißt ‚Ich habe dich vermisst‘, richtig?“ Sie schnaubte, zog sich zurück und nahm mein Gesicht in beide Hände. Ihre Augen wanderten langsam über mich, und etwas in ihnen wurde weicher und schärfer zugleich. „Du siehst anders aus“, sagte Ana. „Tue ich das?“ „Du siehst aus, als wü
Last Updated: 2026-10-06
Chapter: Celias und Aydens Liebesgeschichte 24„Das Symposium hat mir den Sonntag freigestellt“, sagte Ayden in der Hotellobby im Tonfall eines Mannes, der einen kleineren chirurgischen Eingriff vorschlägt. „Was könnten wir machen?“ „Etwas, das keine Arbeit ist.“ „Okay.“ Wir sahen uns an. Ich hatte eine ganze Stadt, die ich ihm zeigen wollte. Ich hatte eine Liste auf meinem Telefon gemacht. Aber ich stand da in einem Sommerkleid mit leeren Händen und stellte fest, dass ich nicht wusste, was ich mit ihnen anfangen sollte. Drei Monate lang hatten meine Hände immer irgendetwas gehalten. Einen Stichel. Einen Bleistift. Eine Tasse Tee. Jetzt hingen sie einfach nur an den Enden meiner Arme. „Der Botanische Garten“, sagte ich. „Es gibt Orchideen.“ „Orchideen“, wiederholte er ernst. „Ja.“ Es war ein heller, nasser, grüner Morgen. Frangipani auf den Pfaden. Jogger. Ein Mann, der Kokosnüsse von einem Karren verkaufte. Ayden ging neben mir mit auf dem Rücken verschränkten Händen, genau so, wie er durch eine Galerie ging. Er sah sic
Last Updated: 2026-10-06
Chapter: Celias und Aydens Liebesgeschichte 23„Ich habe eine Einladung angenommen“, sagte Ayden. Es war fast Mitternacht in Singapur, und ich lag mit dem Laptop auf dem Bauch auf meinem Bett. Selena war seit elf Tagen im Krankenhaus. Ich war seit fünf Tagen zu Hause. „Was für eine Einladung?“ „Das Asia Gem Symposium. Sie fragen mich seit sechs Jahren. Ich habe sechs Mal Nein gesagt.“ Er sah nicht in die Kamera. „Es gibt auch eine Privatsammlung, die ich beurteilen soll. Beruflich ist es eine vernünftige Reise.“ Ich setzte mich auf. „Wann?“ „Ich lande am Donnerstag.“ „Ayden.“ „Es ist vollkommen beruflich.“ „Du hast den Flug gebucht, bevor du es mir gesagt hast.“ Die Spitzen seiner Ohren wurden im Lampenlicht rosa. „Ich wollte nicht hören, wie du sagst, dass es nicht nötig ist.“ „Es ist nicht nötig.“ „Ich weiß.“ Ich legte meine Hand über den Mund und lachte, bis mir die Augen liefen. Er saß da, geduldig, ein Mann, der etwas entschieden hatte und es sich leisten konnte zu warten. Die Ankunftshalle in Changi war eine Wa
Last Updated: 2026-10-06

Eine Nacht mit dem arroganten Bruder meines besten Freundes
Evelyn Carter braucht verzweifelt eine Auszeit von ihrer erdrückenden Beziehung. Als ihre beste Freundin Sarah einen Mädelsausflug plant, sieht Evelyn darin die perfekte Gelegenheit, ihrem besitzergreifenden Freund Derek zu entkommen.
Dann ruiniert Marcus Hale alles.
Kalt. Arrogant. Kontrollierend. Und leider Sarahs älterer Bruder.
Marcus drängt sich in den Ausflug, als würde er ihm gehören – kritisiert Evelyns Kleidung, verspottet ihre Entscheidungen und beobachtet sie mit scharfen Blicken, die ihr das Gefühl geben, völlig entblößt zu sein. Evelyn hasst ihn.
Marcus scheint sie genauso sehr zu hassen.
Bis ein heftiger Streit in eine einzige unüberlegte Nacht mündet, die keiner von ihnen rückgängig machen kann.
Evelyn schwört, dass es nichts bedeutet hat. Ein Fehler. Ein Moment der Schwäche.
Doch manche Geheimnisse weigern sich, begraben zu bleiben.
Anonyme Nachrichten tauchen auf. Jemand weiß genau, was zwischen ihr und Marcus passiert ist. Jemand beobachtet sie. Und jedes unüberlegte heimliche Treffen, von dem sie glaubten, es wäre verborgen geblieben, zieht sie nur noch tiefer in ein Netz aus Geheimnissen, Lügen und Gefahr.
Jetzt sitzt Evelyn fest – gefangen zwischen dem Leben, das sie zu wollen glaubte, und dem Mann, den sie niemals hätte berühren dürfen, während ein unsichtbarer Feind droht, die Wahrheit ans Licht zu bringen und alles zu zerstören.
Denn manche Fehler bleiben keine Fehler.
Manche werden zu Obsessionen.
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Chapter: Kapitel 56Das Klopfen kam kurz nach neun. Drei schnelle Schläge, eine Pause, dann noch zwei.Ich schaute von dem gelben Notizblock auf meinem Schreibtisch auf. Für eine Sekunde vergaß ich die Termine und Quittungen, die um mich herum verstreut waren. Sarah hatte versprochen, mich zum Abendessen abzuholen. Obwohl ich erwartet hatte, dass sie zuerst schreibt, bevor sie kommt. Ich war noch nicht einmal bereit.Ich schob meinen Stuhl zurück und ging zur Tür. „Sarah, ist das nicht zu früh für –“Ich stockte, als ich sie öffnete.Derek stand im Flur und hielt eine Papiertüte in einer Hand. Sein grauer Hoodie war an den Schultern feucht, und sein verletzter Arm ruhte in der Schlinge. Er sah müde aus. Nicht dramatisch, einfach wie jemand, der nicht gut geschlafen hatte.Einen Moment lang sprach keiner von uns.„Hi, Evie.“Ich verstärkte meinen Griff an der Tür.„Derek?“Seine Augen wanderten über mein Gesicht, dann hinunter zum Verband an meinem Arm. Besorgnis legte sich in seinen Ausdruck.„Ich weiß,
Last Updated: 2026-11-05
Chapter: Kapitel 55Niemand warnt dich davor, wie schwer es ist, sich die Haare zu waschen, wenn man einen Arm aus dem Wasser halten muss. Ich stand vornübergebeugt über dem winzigen Waschbecken im Larkspur mit einer Plastiktüte um meinen bandagierten Unterarm geknotet, spülte Shampoo in ungeschickten Handvoll aus, und als mein Telefon an der Kante des Beckens summte, hätte ich fast die ganze Flasche den Abfluss hinuntergeschickt.Es war Sarah, natürlich. Ein Foto von zwei Croissants auf einer Serviette, bei dem einem bereits eine Ecke fehlte, und darunter: „Bin immer noch sauer auf dich, aber ich habe dir das mit Mandeln aufgehoben.“ Ich trocknete meine gute Hand an meiner Jeans und starrte länger auf die Nachricht, als sie es verdient hatte, während meine Brust etwas Kompliziertes tat, halb Wärme und halb Furcht.Viertage waren seit dem Café vergangen. In dieser Zeit hatte Sarah jeden Morgen geschrieben, Sprachnachrichten über absolut nichts geschickt und war zweimal zum Mittagessen aufgetaucht mit ihr
Last Updated: 2026-11-05
Chapter: Kapitel 54Das Café in der Fifth Street war bereits voll, als ich ankam, was mir einen Vorwand gab, für einen Moment in der Nähe des Eingangs zu stehen und die Tische abzusuchen.Sarah saß am Fenster.Ihr Haar war zu einem lockeren Dutt hochgesteckt, und eine Tasse Kaffee ruhte zwischen ihren Händen. Sie trug den cremefarbenen Pullover, den sie sich einmal geliehen und nie zurückgegeben hatte, denjenigen, den ich bei unserem letzten richtigen Gespräch zurückzustehlen gedroht hatte. Ihn zu sehen, brachte eine Erinnerung zurück, die so gewöhnlich war, dass sie fast wehtat. Wir hatten einen ganzen Nachmittag damit verbracht, darüber zu streiten, wer mit Wäschewaschen dran war, und sie hatte schließlich ein Kissen nach mir geworfen, weil ich mich geweigert hatte, den Pullover herauszugeben.Damals hatte es unmöglich geschienen, sie zu verlieren.Jetzt fühlte sich selbst das Sich-Nähern an ihren Tisch an wie das Betreten eines Raumes, in dem sich die Tür hinter mir schließen könnte.Sarah blickte auf
Last Updated: 2026-10-24
Chapter: Kapitel 53Das Auto roch nach altem Kaffee, und der Vinylsitz war unter meiner Hand eingerissen. Reyes schaltete das Radio nicht ein. Er fuhr einfach, beide Hände am Lenkrad, und ließ die Scheibenwischer einen langsamen Rhythmus gegen die Windschutzscheibe schlagen.„Ich muss zuerst Sarah anrufen“, sagte ich. „Vor allem anderen.“„Dein Arm braucht Stiche, Evelyn. Dieses Klebeband hält nicht.“ Er warf nicht mal einen kurzen Blick hinüber. „Du wirst grau. Das ist Blutverlust, der da spricht, keine Sturheit.“„Danach.“„Nein.“ Seine Stimme wurde härter, und nichts Weiches war mehr in ihr übrig. „Ich habe zugesehen, wie du heute Nacht aufgeschnitten wurdest. Ich fahre dich nicht blutend durch die Stadt mit einem Verband, damit du einem Anruf hinterherjagen kannst, der vielleicht nicht mal kommt. Erst das Krankenhaus. Ruf sie aus dem Wartezimmer an, wenn du musst.“Ich öffnete den Mund, um zu widersprechen, und tat es dann doch nicht. Meine Rippen wählten genau diesen Moment, um
Last Updated: 2026-10-19
Chapter: Kapitel 52Die Leuchtstoffröhre in der Wache war zu hell, und alles roch nach verbranntem Kaffee und feuchter Wolle. Ein Sanitäter hatte den Schnitt an meinem Unterarm gereinigt und abgeklebt. Elf Stichnähte würden warten müssen, bis jemand mit einem ordentlichen Set zu mir kam. Meine Rippen waren abgetastet und für geprellt erklärt worden, nicht gebrochen. Meine Lippe hatte aufgehört zu bluten, schwoll aber steif an. Ich saß auf einem Plastikstuhl vor dem Vernehmungsraum mit einer Decke um meine Schultern und einem Papierbecher mit Wasser, den ich nicht angefasst hatte. Durch das Glas konnte ich ihn sehen. Arthur saß mit gefesselten Händen auf dem Tisch, der Rücken gerade, das Kinn waagerecht, wie ein Mann, der darauf wartet, dass eine Besprechung beginnt. Das graue Haar gekämmt. Nicht einmal ein Zucken im Gesicht. Ich konnte es immer noch nicht zusammenbringen. Arthur war neun Jahre lang Marcus' Sicherheitschef gewesen. Er hatte hinter Marcus gestanden auf der Gala. Er hatte bei jeder B
Last Updated: 2026-10-06
Chapter: Kapitel 51Ich war zwanzig Minuten zu früh dort, zu Fuß, nachdem ich das Taxi zwei Häuserblocks weiter hinten verlassen hatte.Pier 14 war ein totes Stück Beton und gestapelter Schiffscontainer. Ein Scheinwerfer summte über der Ladebucht, und der Rest des Docks war in Dunkelheit gehüllt. Wasser klatschte irgendwo weiter unten gegen die Pfähle, und ein feiner, kalter Nebel hing über allem.Ich wählte meinen Platz außerhalb des Lichtkreises, an der Flanke eines Containers. Wer auch immer wegen mir kam, würde hindurchgehen müssen, um mich zu erreichen.Mein Telefon brummte.Reyes: Unfall auf der Brücke. Zehn Minuten, vielleicht mehr. Greif NICHT ein.Ich: Ich werde nur reden.Reyes: Evelyn.Ich steckte das Telefon weg. Der Plan war einfach. Ihn zum Reden bringen, ihn am Reden halten und Daniel mit einer Marke hinter ihm hineingehen lassen. Sonst nichts.Ich stand mit den Händen in den Manteltaschen da und ließ meine Atmung langsamer werden. Es war vier Jahre her, seit ich richtig trainiert hatte, a
Last Updated: 2026-09-27

Der Ruin ihres Ehemannes
Für acht Jahre, Carys Mercer ist gewesen die perfekte politische Ehefrau.
Sie stand neben ihrem Ehemann, Ronan Veiler, durch jede Kampagne, jeden Angriff, und jedes Opfer. Wenn Tragödie nahm ihr einziges Kind und ließ Carys unfähig, wieder Kinder zu haben, Ronan war derjenige, der sie zusammenhielt. Er versprach ihr, dass sie keine Familie brauchten, um ein Leben zusammen zu haben.
Sie glaubte ihm.
Jetzt Ronan ist einer von Amerikas meist bewunderten politischen Figuren, vorbereitend für die größte Kampagne seiner Karriere. Carys wird erwartet, neben ihm wieder zu stehen als die elegante, ergebene Frau, die half, sein Imperium zu bauen.
Stattdessen, sie entdeckt, dass ihr Ehemann eine geheime Familie hat.
Eine Frau. Kinder. Ein ganzes Leben, das er absichtlich von ihr versteckt hielt.
Aber der Verrat ist nur der Anfang.
Als Carys anfängt, in die Vergangenheit ihres Ehemanns zu graben, sie entdeckt beunruhigende Ungereimtheiten rund um die Tragödie, die ihr Kind nahm. Je mehr sie aufdeckt, desto mehr sie realisiert, dass der Mann, den sie liebte, möglicherweise von dem schlimmsten Tag ihres Lebens profitiert hat.
Und jemand hat ihm geholfen, die Wahrheit für Jahre zu verstecken.
Carys verbrachte acht Jahre damit, Ronan zu helfen, mächtig zu werden.
Jetzt beabsichtigt sie, alles zu nutzen, was sie über ihn weiß, um ihn zu Fall zu bringen.
Aber ihren Ehemann zu zerstören bedeutet, Geheimnisse aufzudecken, die mächtig genug sind, auch sie zu zerstören.
Und bis zu der Zeit, wenn Carys entdeckt, wer wirklich von ihrem Leiden profitiert hat, Rache wird nicht länger darum gehen, einen Mann zu ruinieren.
Es wird darum gehen, jeden Verantwortlichen bezahlen zu lassen.
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Chapter: Kapitel 5: Die Geschichte, die die Leute kennenCarysMein Herz schlug heftig in meiner Brust, während meine Augen die Worte wieder und wieder überflogen. Bevor ich es überhaupt durchdenken konnte, flogen meine Finger über den Bildschirm und wählten bereits die Nummer.Es klingelte einmal. Dann ein flacher Ton, und eine aufgezeichnete Frauenstimme, die sagte, die Nummer sei nicht in Betrieb.Ich versuchte es wieder. Und wieder, und wieder.Nichts.Mein Herz ging so hart, dass ich es in meinem Handgelenk sehen konnte. Ich drückte meine Handfläche flach gegen den Teppich und zwang mich zu atmen. Ein für vier. Aus für vier. Acht Jahre auf Bühnen stehen lehrten mich eine Sache, wenn nichts anderes. Wenn dein Körper weglaufen will, entscheidest du, wohin er geht.Ich schaute das Bild wieder an.Ein roter Regenmantel. Nasser Bürgersteig. Eine Hand, die seine hielt, so eng beschnitten, dass nur der Rand eines Ärmels übrig blieb. Ich zoomte hinein. Ein grauer Ärmel. Wolle, vielleicht. Hinter ihm, unscharf, die Ecke eines Backsteingebäudes
Last Updated: 2026-10-22
Chapter: Kapitel 4: Der Raum am Ende des FlursCarysIch schaute ihn einen langen Moment an.Dann legte ich die Rahmen ab, einen auf den anderen, sehr sorgfältig, als könnten sie noch zerbrechen.„Nein“, sagte ich.Ronan blinzelte. „Nein was?“„Nein. Ich werde nicht neben dir stehen.“„Carys...“„Bist du von Sinnen?“ Meine Stimme zitterte, aber darunter war sie fest. „Du hast die Frechheit, mich zu bitten, dir zu helfen, dein Gesicht zu reparieren? Heute Abend?“„Ich bitte dich zu denken.“„Ich denke. Es ist das erste Mal seit Jahren, glaube ich.“Sein Mund zog sich zusammen. „Du bist aufgebracht. Du wirst es am Morgen anders sehen.“„Ich werde es am Morgen genau so sehen.“„Du kannst nicht einfach davonlaufen. Die Leute werden erwarten, dass du da bist. Jeder wird zusehen, was du als Nächstes tust. Wenn du jetzt verschwindest...“„Dann lass sie zusehen.“Er starrte mich an. Ronan war es nicht gewohnt, so angeschaut zu werden. Ich sah es in seinen Augen landen, dieses winzige Flackern eines Mannes, der eine Tür prüft, die er immer
Last Updated: 2026-10-22
Chapter: Kapitel 3: Das Image wiederherstellenCarysRonan schaute zuerst weg. „Es ist noch nicht so lange her.“„Wie lange?“„Carys, es war ein Fehler. Das ist alles, was es war. Es begann als ein Fehler, und es ist einfach...“Ich lachte.Ich meinte es nicht so. Es kam aus mir hässlich und gerissen, und meine Schultern schüttelten sich davon, und ich drückte meine Hand so fest über meinen Mund, dass meine Zähne wehtaten.„Ein Fehler“, wiederholte ich. „Du hast einen Fehler gemacht.“„Ja.“„Ein Fehler hat keine zwei Kinder, Ronan. Ein Fehler hat keinen Geburtstag.“„Das ist nicht fair.“„Wie lange?“„Es ist schwer, eine Zahl auf so etwas zu setzen wie...“„WIE LANGE?“Meine Stimme prallte vom Glas ab. Die Augen des Fahrers huschten zum Spiegel und fielen wieder. Ronan senkte seine Stimme zu einem Flüstern, als wäre ich diejenige, die eine Szene machte.„Bitte. Nicht so laut.“Nicht so laut. Ich wollte sein Gesicht zerkratzen. Stattdessen spürte ich, wie die Tränen endlich überliefen, heiß und schnell, geradewegs meine Wangen hinu
Last Updated: 2026-10-22
Chapter: Kapitel 2: Die FrauCarysIch erinnere mich nicht, mein Telefon aufgehoben zu haben. Jemand muss es mir zurückgegeben haben, denn es war wieder in meiner Hand und der Bildschirm war gerade über das Gesicht der Frau gerissen.Ronan hatte sich erholt. Ich sah es geschehen, und das war der schlimmste Teil. Seine Schultern kamen wieder herunter. Seine Stimme kam wieder glatt.„Ich weiß, dass es Fragen gibt heute Abend“, sagte er. „Einige Fotos gehen herum. Ich werde kein Gerücht von einem Podium aus beantworten. Diese Anschuldigungen werden angesprochen werden, und ich werde das ordentlich tun. Danke euch allen fürs Kommen.“Anschuldigungen. Er sagte es wie ein Mann, der einen Wetterbericht liest.Dann waren seine Mitarbeiter überall. Hände an meinen Ellbogen, an meinem Rücken. Jemand sagte „hierher, Mrs. Velier“ in einer Stimme, die zitterte. Die Blitze waren so hell, dass ich Flecken hinter meinen Lidern sah. Reporter schrien meinen Namen, meinen Vornamen, als wären wir Freunde. „Mrs. Velier, wussten Sie e
Last Updated: 2026-10-22
Chapter: Kapitel 1: Die perfekte EhefrauCarysDie Kameras liebten mich heute Abend. Ich konnte es daran erkennen, wie viele von ihnen sich mir zuwandten, jedes Mal wenn Ronan nach meiner Hand griff.Ich hielt mein Kinn hoch und mein Lächeln weich, genau das, das ich acht Jahre lang im Spiegel geübt hatte. Nicht zu breit. Warm, aber niemals hungrig. Das cremefarbene Kleid, das er mochte, saß perfekt auf meinen Schultern, und die Perlen an meinem Hals waren die, die er mir in dem Jahr gegeben hatte, in dem alles auseinander.„Mrs. Velier! Hier herüber!“„Ma’am, schauen Sie hierher!“Ich schaute. Ich lächelte. Ich ließ Ronans Handfläche sich im kleinen meines Rückens niederlassen, wie er es immer tat, fest und sicher, und ich fühlte mich dankbar. Gott, ich fühlte mich so dankbar. Denn ich wusste genau, wo ich ohne diesen Mann gewesen wäre. Nicht hier. Vielleicht nirgendwo.Er führte mich die Stufen hinauf zur Bühne. Die Menge brüllte so laut, dass der Boden unter meinen Absätzen zu summen schien. Rot, weiß und blau überall. Ta
Last Updated: 2026-10-22

Wiedergeborene Luna: zweite Gefährtin-Chance des Großalphas
Lyra wurde geboren, um die Werwolfswelt zu beherrschen.
Als Celestial Luna besaß sie eine Autorität, die größer war als die jedes Alphas, und ihr schicksalhafter Gefährte war Jaxon, der Sohn des Groß-Alphas selbst. Doch die Menschen, denen sie am meisten vertraute, wurden zu den Architekten ihrer Zerstörung. Ihre Zwillingsschwester Kira ermordete sie und stahl ihre übernatürliche Identität, während ihr Gefährte der sorgfältig konstruierten Lüge glaubte.
Sechs Monate später erwacht Lyra im Körper von Elara Ashbourne, einer reichen Erbin, deren eigene Familie sie in den Tod getrieben hatte. Sie hat ihre Identität, ihren Namen und das göttliche Zeichen verloren, das einst jeden Alpha dazu brachte, ihrem Ruf zu folgen. Doch sie hat weder ihre Erinnerungen noch ihre Intelligenz oder ihren Durst nach Gerechtigkeit verloren.
Entschlossen, herauszufinden, was mit Elara geschehen ist, und zurückzuholen, was Kira gestohlen hat, betritt Lyra das Unternehmensimperium des mächtigsten Werwolfs, der lebt: des Groß-Alphas, Jaxons Vater. Sie beabsichtigt, seinen Einfluss zu nutzen, um in ihre frühere Welt zurückzukehren. Sich in ihn zu verlieben, war nie Teil des Plans. Ebenso wenig wie die Entdeckung, dass er ihr neuer schicksalhafter Gefährte ist.
Er ist älter, mächtig und immer noch von dem Tod der Frau gezeichnet, die er einst geliebt hat. Er ist außerdem der Vater des Mannes, mit dem Lyra einst verbunden war. Während Lyra eine Unternehmensverschwörung aufdeckt, die die Werwolfsgesellschaft zu destabilisieren droht, beginnen ihre alten Feinde zu spüren, dass die tote Celestial Luna vielleicht doch nicht für immer verschwunden ist.
Um ihre Identität zurückzugewinnen, muss Lyra ihrer Schwester gegenübertreten, die Verschwörung aufdecken und entscheiden, ob der Mann, der ihr eine Zukunft anbietet, jemand ist, dem sie vertrauen kann. Doch als ein Kampf um den Thron des Groß-Alphas droht, die übernatürliche Welt in einen Krieg zu stürzen, wird Rache allein nicht ausreichen, um sie zu retten.
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Chapter: Kapitel 46LyraDie Luft war dick vom Duft von Kiefern und frischem Regen, so frisch, dass er in meiner Kehlkopfhinterwand biss. Der Vollmond erleuchtete den Wald und sickerte in einem schweren, brillanten Licht durch das Blätterdach.Meine Füße bewegten sich langsam über die herabgefallenen Äste und stachen durch meine Sandalen. Jedes Mal, wenn ich an einem Schatten vorbeiging, traten Wölfe vor, ihre Köpfe so tief geneigt, dass ihre Schnauzen die verstreuten Blätter streiften. Nicht aus Angst. In absoluter Ehrfurcht. Sie blickten auf mich wie auf ein leuchtendes Licht in einer dunklen Höhle.„Du bist schon wieder zu ernst“, kicherte eine leichte, musikalische Stimme neben mir.Ich drehte mich um. Kira war da, ihre dunklen, losen Locken schwangen in perfekten Wellen, ihr Gesicht hell und ungetrübt von der Kälte. Sie griff meine Hände und wirbelte mich im Schnee herum.&bdqu
Last Updated: 2026-08-02
Chapter: Kapitel 45Silas„M&C Holdings ist sehr daran interessiert, mit Ihnen zusammenzuarbeiten, Herr Silas“, sagte Direktor Luca und schwenkte den Alkohol in seinem Glas. „Wenn Sie nur—“„Gefährtin!“Ryker heulte auf und krallte sich in meinen Verstand mit dem vertrauten, qualvollen Schmerz, den ich seit Jahren nicht mehr gespürt hatte.„Lyra!“, flüsterte ich, während ich mich bereits auf den Absätzen umdrehte.„Herr Silas?“, geriet Luca ins Stocken und trat zurück, als das Glas in meiner Hand zerschellte und sich die Kristallscherben in meine Handfläche einbetteten.Alles, was ich fühlen konnte, war der Schmerz, wie mein Herz auseinandergerissen wurde.Bitte.Nicht schon wieder.Ich stürmte durch die Menge und hielt Ausschau nach irgendeinem Zeichen von ihr, während ich ihren Duft unter den Tausenden von
Last Updated: 2026-08-01
Chapter: Kapitel 44LyraDer Morgen der Wintergala fühlte sich völlig unrealistisch an. Zum ersten Mal in meinem Leben musste ich nicht beim ersten Tagesanbruch aufstehen. Ein ganzer Tag für mich alleine. Ich verbrachte den Morgen damit, zwischen meinem Bett und dem Fenster hin und her zu treiben und zuzusehen, wie sich der Schnee über den Kiefern absetzte, bis der Mittag kam und ging.Dann kam das Klopfen an meiner Tür.Ich öffnete sie und fand eine matt-schwarze Schachtel an der Türschwelle.Ich runzelte die Stirn und hob sie auf. Nachdem ich meine Tür hinter mir verschlossen hatte, legte ich sie auf das Bett und öffnete sie vorsichtig. Darin lag ein hauchzartes Seidenkleid, das feinfühlig gefaltet war. Es schien das Licht wie flüssiges Silber einzufangen. Es gab keine Karte, keinen Namen und keine Erklärung.Aber ich wusste es.Als ich an diesem Abend schließlich die Freitreppe d
Last Updated: 2026-07-31
Chapter: Kapitel 43JaxonDas Leder des Lenkrads war immer noch feucht vom Schweiß meiner Handflächen. Ich hatte seit Tagen nicht geschlafen. Jedes Mal, wenn ich meine Augen schloss, sah ich die schwarzen Risse, die sich über Kiras Hals ausbreiteten und mit diesem unmöglichen, phantomatischen silbernen Licht pulsierten.Sie ist tot, hatte sie geflüstert. Aber tote Dinge greifen nicht über ein Territorium hinweg, um sich krallend zurückzuholen, was gestohlen wurde.Ich trat aus dem privaten Aufzug auf die Führungsetage und rückte die Manschetten meiner Anzugjacke zurecht.„Austin“, rief ich, ohne mein Tempo zu verlangsamen, als ich mich dem Schreibtisch meines Assistenten näherte. „Hat sich der Zeitplan des alten Mannes aufgeklärt? Warum die plötzliche Vorladung?“Austin blickte von seinem Tablet auf, sein Gesichtsausdruck vollkommen flach. „Der Großalpha hat
Last Updated: 2026-07-30
Chapter: Kapitel 42LyraSeit dieser Nacht waren drei Tage vergangen. Mein Leben hatte sich in einer neuen, ruhigen Routine eingependelt.Ich hatte jetzt endlich meinen eigenen Schreibtisch. Es war kein privates Büro—nur ein schöner Arbeitsplatz, den ich mir mit dem Team teilte, das direkt unter dem Großalpha arbeitete.Es war alles, wovon ich jemals träumen konnte, und dennoch weigerte sich mein Verstand, bei den Datenspalten vor mir zu bleiben.Meine Gedanken driften immer wieder zurück zu dem sanften, uralten silbernen Licht, das aus meiner Handfläche in seine Haut gesickert war. Ich redete mir ein, dass die reine Erschöpfung und die erstickende Hitze des Raumes meinem Verstand einfach einen Streich gespielt hatten. Dennoch... ohne es zu merken, hatte ich begonnen, auf den schweren, rhythmischen Tritt seiner Schuhe zu lauschen, wann immer sie über den Marmorboden hallten. Wann immer sich die Türen des priva
Last Updated: 2026-07-29
Chapter: Kapitel 41SilasMeine Lungen weiteten sich und zogen einen massiven, rauem Zug der kühlen Büroluft ein.Der erstickende, schwarze Druck, der meinen Schädel für die letzte Stunde zermalmt hatte, verunstaltete sich und hinterließ eine seltsame, absolute Ruhe. Das heftige Zittern, das normalerweise meine Muskeln auseinander riss, verschwand in einer Stille, die ich seit Jahren nicht mehr spürte.Ich wartete darauf, dass der Schmerz zurückkehrte.Er kehrte immer zurück. Er war ein böser, zyklischer Raubfisch, der mich nie ohne einen Kampf gehen ließ. Ich wappnete mich für die nächste Welle, mein Kiefer angespannt, meine Muskeln verkrampft.Fünf Sekunden.Zehn.Nichts.Die Stille in meinem Kopf war so fremd, dass sie mich mehr ängstigte, als es der Wahnsinn je getan hatte. Das Geräusch einfach... stoppen zu lassen, war erschütternd.Gefä
Last Updated: 2026-07-28