
An den Mafia - König Verkauft
Sein Blick kehrte zu mir zurück – langsam, prüfend. Dann, ohne Vorwarnung, schnellten seine Hände hoch und umfassten meinen Hals.
Ich keuchte auf und krallte mich instinktiv an seine Arme. Er rührte sich nicht. „Wenn du mir noch einmal nicht gehorchst“, sagte er mit leiser, herzloser Stimme, „dann zählen wir beim nächsten Mal nicht mehr.“
Selbst zitternd hob ich das Kinn. „Dann verwechseln Sie Schweigen nicht mit Gehorsam“, sagte ich heiser.
Carlinos Stimme folgte – ruhig, unerschütterlich, als wäre nichts geschehen. „Schließ ihre Etage heute Nacht ab.“
Das war der Zeitpunkt, an dem sich die Lage beruhigte.
Hier gab es keine Gnade. Ohne Übertreibung. Jedes Wort, jede Drohung – er meinte sie ernst.
Er gab nicht vor, der Teufel zu sein. Er machte sich einfach nicht die Mühe, es zu verbergen.
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Sie hasst ihn.
Er weigert sich, sich einzugestehen, dass er sie begehren möchte.
Lina Gray hätte nie gedacht, dass die Liebe sie verraten würde. Bis der Mann, dem sie vertraute, ihr Leben opferte, um seine Schulden zu begleichen. Sie wurde Carlino Lacentra, dem Mafia-Boss, dessen Name alle Gespräche beendet, ausgeliefert. Lina wurde ihrer Entscheidungsfreiheit beraubt und zur Donna gekrönt, um einen Thron zu sichern, den sie nie begehrt hatte. In seiner Welt ist Macht Gesetz, Loyalität Währung, und eine Frau an der Seite des Königs ist niemals nur eine Frau.
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Chapter: Kapitel 26: Blut bedeutet keine Loyalität.Carlinos SichtweiseAls wir das Anwesen schließlich unter Vertrag nahmen, vertraute ich niemandem mehr.Nicht die Wachen an den Toren. Nicht die Männer im Kontrollraum. Nicht einmal jene, die zuvor für mich geblutet hatten. Damiens Abwesenheit lag in der Luft wie Rauch, den man nicht sehen, aber dennoch einatmen und schmecken konnte.„Sperre die interne Kommunikation, um den Kreislauf zu schließen“, sagte ich zu Niel, während wir gingen. „Keine ausgehenden Signale ohne mein Wort.“„Glaubst du, er hat Hintertüren hinterlassen?“, fragte Niel.„Ich glaube, er stand acht Jahre lang neben mir und hat mir die Wahrheit verschwiegen.“ Meine Kiefermuskeln spannten sich an.Wir bogen in den privaten Korridor ein, der zum älteren Flügel des Hauses führte, jenem Teil, der vor der Erweiterung erbaut worden war, bevor das Reich größer wurde als seine Mauern. Bevor mein Vater mir den Thron übergab.Zwei Wachen standen vor seinem Arbeitszimmer. Sie wirkten nervös. Gut.„Ist schon jemand reingegangen?
Last Updated: 2026-10-28
Chapter: Kapitel 25: Wenn Loyalität zerbricht.Carlinos SichtweiseDer Strom kam erst nach einer Stunde wieder. Die Notstromaggregate hätten innerhalb von zehn Sekunden nach dem Stromausfall anspringen müssen. Es war eine Stunde vergangen.Rauch quoll an den zersplitterten Fenstern im Obergeschoss vorbei, dünner jetzt, doch die Luft trug immer noch den stechenden Geruch von verbranntem Metall, der von Sprengstoff herrührte. Funkgeräte funktionierten nicht mehr. Kameras waren funktionsunfähig. Die Hälfte meines Sicherheitssystems war in Schutt und Asche gelegt worden.Und irgendwo da draußen in der Dunkelheit –Kailen war noch immer in meiner Welt. „Manuelle Relais“, befahl ich und ging bereits den Korridor entlang. „Altes System. Nur Festleitungen.“„Bin dabei“, sagte Luca und joggte neben mir her.Hinter uns polterten Stiefel. Alpha-Team. Delta teilte sich auf und steuerte den Südflügel an. Niemand sprach, außer es war unbedingt notwendig. Ohne Strom wirkte das Anwesen riesig – endlose Flure, die sich in die Dunkelheit erstreckte
Last Updated: 2026-10-28
Chapter: Kapitel 24: Das hast du aufgebautCarlinos SichtweiseDie zweite Explosion blieb aus. Das war schlimmer. Schwacher Rauch zog an den hohen Fenstern am Ende des Korridors vorbei, grau vor dem Nachthimmel. Nicht dicht. Nicht zerstörerisch. Kontrolliert. Eine Botschaft, kein Angriff.Er wollte mir zeigen, dass er uns erreichen konnte.„Status!“, bellte ich, während wir uns schnell durch die Halle bewegten.„Perimeterdurchbruch bestätigt!“, rief ein Wachmann aus dem Treppenhaus. „Die Kameras im Westflügel sind wieder ausgefallen – totaler Stromausfall.“Natürlich waren sie das.Lina war bereits vor zwei bewaffneten Männern auf dem Weg zu ihrem Flur.Ich habe ihren Arm gepackt.„Tu es nicht“, sagte ich.Ihre Augen blitzten auf. „Das ist mein Flügel.“„Genau deshalb gehst du nicht hin.“„Ich verstecke mich nicht, während jemand durch unser Haus geht.“„Unser Haus?“, wiederholte ich leise und scharf. „Das ist kein Stolz, Lina. Das ist Strategie.“Sie wich nicht zurück, wurde aber auch nicht milder. „Wenn er meinetwegen hier i
Last Updated: 2026-10-06
Chapter: Kapitel 23: Bereits drinnenCarlinos SichtweiseGeblendent.Dieses Wort ging mir nicht mehr aus dem Kopf, als die Bildschirme schwarz wurden. Nicht angegriffen. Nicht bedroht. Blind.Im Operationsraum befanden sich nur wenige Personen, doch die Stille ließ ihn leer wirken. Die Telefone hatten keinen Empfang. Die Datenübertragung war unterbrochen. Jedes System, dem wir vertraut hatten, war innerhalb von dreißig Sekunden ausgefallen.Jemand im hinteren Teil des Saals fluchte leise vor sich hin.„Schalten Sie auf analog um“, sagte ich. Meine Stimme klang ruhig, was half. „Läufer, Funkgeräte, physische Bestätigung. Jetzt.“Stühle kratzten. Befehle flogen nur so dahin. Die Menschen bewegten sich schnell, denn Stillstand bedeutete Nachdenken, und Nachdenken bedeutete zu erkennen, wie angreifbar wir waren.Lina stand mit verschränkten Armen am Ende des Tisches und beobachtete mich statt des Chaos.„Sie sehen in Katastrophenfällen immer so entspannt aus?“, fragte sie.„Nur wenn es geplant ist“, antwortete ich.Ihre Auge
Last Updated: 2026-10-05
Chapter: Kapitel 22: GeblendetLinas SichtweiseDunkelheit hüllte den Flur vollständig ein. Einen Augenblick lang rührte sich niemand, alles erstarrte, selbst die Luft. Plötzlich explodierte alles.„Notstromversorgung, sofort!“, rief jemand.Stiefel polterten über den Marmorboden. Funkgeräte knisterten. Die Notlichter flackerten in mattroten Streifen über den Boden und tauchten alle in sich bewegende Schatten. Carlino erhob nicht die Stimme. Er musste es nicht.„Westflügel“, sagte er und ging bereits los. Schnell. Beherrscht. Totenstille.Damien schloss zu ihm auf und bellte Befehle in sein Handy. „Außenausgänge abriegeln. Niemand rein oder raus. Ich will alle noch vorhandenen Kamerabilder im Blick haben.“„Ich dachte, dieses Haus sei eine Festung, wie ihr alle behauptet habt“, murmelte ich und hielt Schritt.Carlino sah mich nicht an. „Das ist es.“„Dann ist einfach jemand durch deine Wände spaziert.“Sein Kiefer verkrampfte sich, aber er wurde nicht langsamer. Wir bogen um die Ecke zum Westkorridor, meinem Korrid
Last Updated: 2026-10-04
Chapter: Kapitel 21: Schaden ohne FingerabdrückeLinas SichtweiseDas Haus erwachte heute vor Sonnenaufgang. Ich wusste, dass etwas nicht stimmte, noch bevor es jemand aussprach. Die Schritte waren schneller. Die Stimmen leiser. Türen öffneten und schlossen sich zielstrebig statt gemächlich. Die Luft fühlte sich nicht mehr schwer an, sondern aufgeladen.Der Tag war wie im Flug vergangen, immer die gleichen Routinen. Bellas Abwesenheit war nicht nur für mich, sondern für alle im Haus deutlich spürbar. Ständig kreisten meine Gedanken um sie. Der Mann, den ich im Schatten gesehen hatte, war heute nicht gekommen. Da ich nichts anderes tun konnte, verließ ich mein Zimmer für einen kurzen Spaziergang.Ich hatte gerade den Flur betreten, als Damien um die Ecke bog, bereits angezogen und bereits am Telefon.„Nein, mach für heute Abend Schluss“, schnauzte er leise. „Mir ist egal, was es kostet, mach es einfach.“Er legte auf und rannte beinahe in mich hinein. Sein Blick huschte kurz über mich hinweg, musterte mich, dann glitt er an mir vorbe
Last Updated: 2026-10-04