Acht verlorene Jahre – mein Neuanfang ohne dich

Acht verlorene Jahre – mein Neuanfang ohne dich

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Language: Deutsch
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Scheiternde Versöhnung + Scheidung + Neuer Sieger + Heimliche Liebe & Sanfte Verwöhnung Anna Weber war im fünften Jahr ihrer Ehe mit Jans Schulz, als sie ihren Mann dabei ertappte, wie er seine Sekretärin zur Vorsorgeuntersuchung begleitete. In diesem Moment fühlten sich die fünf Jahre ihrer Hingabe und ihres Einsatzes wie ein einziger schlechter Witz an. Sie reichte die Scheidung ein – nur um festzustellen, dass es im Hause Weber längst keinen Platz mehr für sie gab. Die Geliebte, Emilia Sommer, provozierte sie offen. Ihr Ehemann begegnete ihr mit Kälte. Und die Vorwürfe der Familienangehörigen stürzten sie in tiefe Verzweiflung. Nach der Scheidung begegneten Jans und Anna einander erneut – unausweichlich. Sie war nun wie ein ferner Mondschein, unerreichbar. In ihrem Herzen und in ihrem Blick war nur noch ein anderer Mann. Seine Verlobte war schließlich zum Mond geworden, den ein anderer zärtlich auf Händen trug. Nach dem Bankett, als die Gäste gegangen waren, hielt Jans sie plötzlich am Arm fest. Seine Stimme klang erstickt, seine Haltung flehend, die Augen gerötet, als er sie fragte: „Du willst mich wirklich nicht mehr, oder?“ Anna sah ihn nur kühl an. Neben ihr zog ein würdevoller, kühler Mann sie in seine Arme. Er hob leicht den Blick und sagte gelassen: „Herr Schulz, meine Frau und ich müssen nach Hause. Bitte benehmen Sie sich.“ Sie hatte einst geglaubt, sie sei das Gespött der ganzen Stadt. In ihrem tiefsten Tief nahm sie ein Mann mit nach Hause – einer, den sie nur wenige Male getroffen hatte. Später begriff sie, dass es Menschen gab, die sie wie einen Schatz liebten. Für ihn war jede ihrer Tränen ein Stück seines Herzens, das er behütete wie etwas Kostbares in seiner Hand. Er konnte es nicht ertragen, sie auch nur im Geringsten leiden zu sehen.

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Chapter 1

Kapitel 1

Anna Weber und Jans Schulz waren im fünften Jahr ihrer Ehe, und endlich sollte es ein Kind geben. Doch diejenige, die schwanger war, war nicht sie.

Auf dem Flur der Geburtsstation sah Anna, dass es seine Sekretärin Emilia Sommer war, die zusammen mit Jans zur Untersuchung gekommen war.

„Jans, wird unser Baby ein Junge oder ein Mädchen?“, fragte Emilia fröhlich, ihre Stimme war aus ein paar Metern Entfernung deutlich zu hören.

„Egal. Hauptsache, es ist von dir. Dann liebe ich es so oder so.“

An der Tür ging Emilia hinein zur Untersuchung, und Jans nahm ganz selbstverständlich ihre Handtasche entgegen und wartete draußen. Sein Blick war die ganze Zeit auf die geschlossene Tür gerichtet.

Ein paar Minuten später kam Emilia mit den Untersuchungsergebnissen wieder heraus. Ihr hübsches Gesicht strahlte vor der Freude einer werdenden Mutter.

„Der Arzt sagt, das Baby ist gesund. Ich habe nur ein bisschen Blutmangel. Du weißt ja, ich achte immer auf meine Figur und esse nicht viel.“

„Pack deine Sachen zusammen und zieh nach Seeblick Residenz um. Ich schicke Frau Meyer vorbei, damit sie sich um dich kümmert.“

„Aber wie soll das gehen? Das Haus ist doch die Meeresblickwohnung, die du ihr gekauft hast. Das wäre mir unangenehm…“

„Du und das Kind sind wichtiger.“

Anna stand hinter ihnen und sah zu, wie sie wie ein verliebtes Ehepaar wirkten.

In fünf Jahren Ehe war sie nie schwanger geworden. Sie hatte Spritzen bekommen, Medikamente genommen und jede mögliche Methode ausprobiert. Ihr Bauch war übersät mit kleinen Einstichstellen.

Heute war sie ins Krankenhaus gekommen, um mit dem Arzt über die nächste Operation zu sprechen – und hatte stattdessen diese Szene gesehen.

Emilias Bauch sah aus, als wäre sie mindestens im vierten Monat. Kein Wunder, dass sie in letzter Zeit zu Hause niemand mehr gedrängt hatte.

Also hatte längst jemand anderes ihm ein Kind geschenkt.

Damals, als die Schulz-Gruppe in der Krise gesteckt hatte, hatte Anna mit zwei Verträgen an Jans’ Tür geklopft.

Einer war eine Investitionsvereinbarung über fünfzig Millionen, der andere ein Ehevertrag.

Sie hatte ihn nicht unter Druck gesetzt, sondern ihm drei Tage Zeit zum Nachdenken gegeben.

Die Familien Schulz und Weber waren alte Bekannte. Als sie fünfzehn gewesen war, hatte sie Jans kennengelernt, der gerade aus dem Ausland zurückgekehrt war. Sie hatte sich auf den ersten Blick in ihn verliebt.

All die Jahre war sie ihm still gefolgt, hatte dieselbe Universität besucht, dasselbe Fach studiert. Sie hatte in den Hörsälen gesessen, in denen er gesessen hatte, und mit den Notizen gelernt, die er selbst geschrieben hatte.

Sie wusste, dass Jans mit seinen Fähigkeiten die Krise schnell überwinden würde.

Selbst wenn er sie abgelehnt hätte, hätte sie wenigstens als Freundin in seiner Nähe bleiben können.

Sie hatte ihn so sehr geliebt. Schon ihn aus der Ferne zu sehen, hatte sie glücklich gemacht.

Sie hätte nie gedacht, dass er ohne großes Zögern den Ehevertrag unterschreiben würde.

In jener Nacht war sie in seinem Zimmer geblieben.

Acht Jahre heimliche Liebe, fünf Jahre Ehe – in ihrem fünfundzwanzigjährigen Leben hatte er die Hälfte ausgefüllt.

Er war ihr erster Mann. Sie war seine Ehefrau.

Nach der Hochzeit waren die Unternehmen der Familien Schulz und Weber fusioniert, und unter seiner Führung war das Imperium immer weiter gewachsen.

Gerade als sie geglaubt hatte, dass ihr Leben vollkommen wäre, sobald sie ein Kind bekäme, hatte die Realität ihr eine harte Ohrfeige verpasst.

Jans hatte eine andere Frau. Und diese Frau war schwanger.

Noch schlimmer war, dass die ganze Familie Schulz davon wusste.

Vor dem Krankenhaus stand ihre Schwiegermutter Sofia Bauer, lächelte und strich sanft über Emilias Bauch.

Ihre Schwägerin Luna Schulz nannte Emilia immer wieder „meine Emilia“.

Alle wirkten wie eine glückliche Familie. Nur sie stand daneben wie ein Clown, überflüssig und fehl am Platz.

„Meine Emilia, ich kenne eine Waldstädtische Küche mit fantastischem Essen. Mein Bruder hat schon einen Tisch reserviert. Lass uns hingehen.“

In diesem Moment entdeckte Luna Anna ein paar Meter entfernt und ihr Gesicht verfinsterte sich sofort.

„Was machst du hier?“

Jans’ Blick glitt kühl zu ihr hinüber, sein Gesicht war düster.

„Was willst du hier?“

Anna ging auf sie zu. Ihre dunklen Augen verrieten keinerlei Emotion. Sie starrte nur auf Emilias Bauch.

Emilia erschrak, hielt sich sofort den Bauch und rückte näher an Jans.

„Geh erst mal nach Hause. Wenn etwas ist, reden wir später“, sagte Jans ungeduldig und stellte sich schützend vor Emilia.

Wie immer zeigte er keine überflüssigen Gefühle. Er hatte nicht einmal den Wunsch, sich zu erklären.

Doch diesmal wollte Anna nicht mehr so tun, als wäre alles in Ordnung.

„Jans, macht es dir Spaß, mich wie eine Idiotin hinters Licht zu führen?“

„Hier ist nicht der richtige Ort. Wir reden zu Hause darüber.“

„Genau. Das ist ein Krankenhaus. Willst du etwa, dass alle herkommen und uns auslachen?“

„Anna, hör auf mit dem Theater und geh nach Hause!“

„Ihr habt also Angst, euch zu blamieren? Als ihr mich belogen habt, habt ihr da auch nur eine Sekunde an meine Gefühle gedacht?“

Sie liebte Jans bis zur Besessenheit. Aber das bedeutete nicht, dass seine Familie ihre Würde mit Füßen treten durfte.

In diesem Moment ging es ihnen nur um den Ruf der Familie Schulz.

Und was war mit ihr?

Um schwanger zu werden, hatte sie bittere Kräutermedizin getrunken, sich lange Nadeln in den Körper stechen lassen.

Und am Ende war sie in ihren Augen nur eine lästige, hysterische Frau?

„Ich gehe nicht! Heute klären wir das hier. Niemand geht, bevor wir geredet haben!“

„Anna, wenn du krank bist, dann zieh uns nicht mit rein. Willst du mitten auf der Straße streiten und den Namen der Familie Schulz in den Schmutz ziehen?“

Luna hatte sie schon immer nicht gemocht. Endlich hatte sie eine Gelegenheit, ihren Frust loszuwerden.

Sie zeigte auf Anna und schrie: „Du bist doch selbst schuld! Unfähig, ein Kind zu bekommen, und dann machst du hier noch ein Drama!“

Anna hob den Kopf und sah Jans direkt an.

Er hob nur kurz die Lider, seine Augen voller Ungeduld.

„Mach hier kein Theater. Geh nach Hause.“

Dann führte er Emilia zum Auto.

„Hast du gehört? Mein Bruder hat gesagt, du sollst nach Hause! Verschwinde endlich!“, rief Luna triumphierend und folgte ihnen.

Die Familie ging und ließ sie allein zurück.

„Jans! Bleib stehen!“

Mit einer Kraft, von der sie nicht wusste, woher sie kam, rannte Anna der vertrauten Maybach-Limousine hinterher.

In diesem Moment dachte sie an nichts anderes. Sie wollte nur zu Jans gelangen und ihn fragen, ob er damals auch nur ein bisschen aufrichtig gewesen war, als er den Ehevertrag unterschrieben hatte.

Sie wollte wissen, was diese fünf Jahre Ehe überhaupt bedeutet hatten.

Die Ampel an der Kreuzung blinkte. Anna hörte das Hupen nicht und rannte weiter.

Gerade als sie das Auto fast erreicht hatte, raste ein außer Kontrolle geratener Lastwagen von der Seite heran.

Ein heftiger Aufprall. Ihr Körper wurde wie ein Drachen mit gerissener Schnur weggeschleudert.

„Der Patient verliert zu viel Blut! Sofort in den OP!“

„Der Blutdruck fällt! Schnell, ein Vasopressor!“

Im Operationssaal blendete das Licht der OP-Lampe. Ihr Bewusstsein schwankte zwischen Klarheit und Ohnmacht.

„Das Handy der Patientin ist hier. Sie ist nicht einwilligungsfähig. Wir müssen die Familie kontaktieren. Wir brauchen eine Unterschrift für die Operation.“

Die Krankenschwester rief an. Am anderen Ende meldete sich Jans mit genervter Stimme: „Was ist?“

„Sind Sie ein Angehöriger von Frau Anna Weber? Sie befindet sich im Schockraum des städtischen Krankenhauses. Ihr Zustand ist kritisch, wir brauchen Sie dringend für eine Unterschrift –“

„Ist sie tot?“, unterbrach er ungeduldig.

„Herr, sie schwebt in Lebensgefahr –“

„Lebensgefahr?“ Nach ein paar Sekunden Stille kam seine spöttische Stimme zurück. „So zu tun, als wäre sie krank, bringt bei mir nichts. Wenn sie wirklich tot ist, sagen Sie mir Bescheid. Dann komme ich zum Abholen der Leiche.“

Die Verbindung wurde abrupt beendet.

Im Raum herrschte Stille.

Das Piepen des Monitors klang plötzlich besonders schrill.

Eine Träne lief über Annas Augenwinkel. Ihr zuvor angespannter Körper entspannte sich vollkommen.

Also war das der Moment, in dem ein Herz wirklich starb.

Sie blickte auf die kalte OP-Lampe über sich. Vor ihrem inneren Auge erschienen Bilder – das erste Treffen mit Jans mit fünfzehn, sein Profil, als er unterschrieben hatte, ihr eigener Bauch voller Einstichstellen…

Dann wurde alles dunkel.

Als sie wieder aufwachte, war ihr Arm bandagiert. Sie griff nach dem Handy mit dem gesprungenen Display auf dem Nachttisch und wählte eine Nummer.

„Herr Bach, bitte setzen Sie einen Scheidungsvertrag auf. Sofort. Jetzt.“
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