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HUNDERTZWOLF!

last update publish date: 2026-09-17 14:51:09

Die Hitze traf meinen Schädel wie ein Hammer aus reinem Eisen.

Hohepriester Malachi trat vor, sein Gesicht hart wie Stein, als er die schweren, getrockneten Kalebassen hob. In jeder Schale loderten weißglühende Tempelkohlen mit roten und gelben Flammen, die von brennendem Saft und bitteren Kräutern durchzogen waren. Der Rauch stieg in dichten, grauen Wolken auf und erfüllte den Raum mit dem Geruch von süßer Asche und verbranntem Holz.

Der Priester zögerte nicht. Er stellte das erste brennende
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    „Niemals!“, hallte die Stimme von König Herzog durch die große Halle und übertönte das immer lauter werdende Geflüster der Ratsältesten.Der alte König knallte sein schweres Zepter auf das steinerne Podest. Der Knall hallte wie ein Donnerschlag bis zur hohen Decke. Seine Augen waren weit aufgerissen und rot vor trotzigem königlichen Stolz, und er funkelte Naagrani an, als hätte sie ihn aufgefordert, seine eigene Krone zu Asche zu verbrennen.⁠„Das werde ich nicht tun“, sagte König Herzog mit zusammengebissenen Zähnen. „Ich werde euch das nicht geben. Ich werde kein Dekret unterzeichnen, das vierzig Jahre Frieden zunichtemacht und eine uralte Dunkelheit an die Grenzen von Dragon Eye zu

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    ⁠Naagrani stand mitten auf dem polierten Marmorboden und zuckte nicht unter den strengen Blicken des Rates. Ihr smaragdgrünes Seidenkleid schimmerte wie lebende Moschus unter den hohen Türmen, und ihre Haltung war so aufrecht und stolz wie die eines regierenden Monarchen.Sie blickte zu König Herzog auf, ihre goldenen Schlitzaugen ruhig und völlig unbeeindruckt vom Gemurmel der alten Herren.​‍„Mächtiger König von Drachenauge“, begann Naagrani, ihre Stimme trug sanft durch die weite, stille Halle wie ein seidenweicher Ton. „Ich kam nicht als einfacher Diener in Euren Palast, um leeres Lob zu ernten. Ich habe nur das getan, was von mir im Rahmen des Abkommens verlangt wurde, das ich mit Eurem Sohn, Prinz Kane, geschlossen habe. Als ich meine heilige Höhle betrat, wurden die Bedingungen besproch

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    Wir würden keine Sekunde in den Wüstentälern verschwenden.Ka⁠ne‍ führte uns durch die kalte Nacht, seine langen Schritte verschlangen die Meilen, während Naagran‍‌i geschmeidig neben uns herglitt. Die Schlangenkönigin müde nicht wie ein normaler Mensch. Ihr Seidenkleid flatterte im Bergwind, als wir die steilen, felsigen Pfade zurück zum Drachenauge hinaufstiegen. Meine Füße schmerzten, und mein silbernes Kleid war an den Kanten zerrissen, doch die Wärme von Kanes Hand, die meine hielt, trieb mich unaufhaltsam voran.Als der dunkle Himmel über den östlichen Gipfeln langsam grau wurde, erreichten wir die massiven Eisentore der Draven Keep.Die Wachen auf den hohen Zinnen hoben ihre Speere, ihre Augen weit vor Verwirrung, als sie Kane mit einer fremden, blassen Frau in schimmernder grüner Seide durch den äußeren Hof marschieren sahen. Kane wartete nicht, bis sie den Mund öffneten. Er winkte mit der Hand, mit der grimmigen Autorität der Alphas, und bellte einen Befehl, der die Eisentüre

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    Die Frau trat vor, die grünen Schuppen an ihrem Hals glänzten wie polierte Edelsteine. Ihre Augen brannten mit einem hellen, furchterregenden gelben Feuer, das die dunklen Schatten aus der unterirdischen Höhle zu vertreiben schien.Sie sprach nicht einfach nur. Sie warf den Kopf zurück und stieß einen heftigen, ohrenbetäubenden Schrei aus, der das Steindach über unseren Köpfen erzittern ließ."Ich bin eine Schlange!" brüllte sie, ihre Stimme hallte von den feuchten Wänden wider wie ein rollender Donner.Ich bin eine Gestaltwandler-Schlange!⁠Ich bin die Schlangenkönigin!Ich bin der Anführer der Schl

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    ‍Die massiven schwarzen und smaragdgrünen Spiralen schabten über den nassen Steinboden und füllten die Höhle mit einem furchterregenden, rhythmischen Kratzen.Kane und ich standen im bleichen Nebel und starrten zu dem riesigen Ungeheuer hinauf. Die Erkenntnis traf uns wie ein Schlag. Es war genau die Schlange, die wir im Tempelfeuer gesehen hatten. Doch es im Traum zu sehen, war nichts im Vergleich dazu, direkt vor seinem turmhohen, atmenden Körper zu stehen. Aus der Nähe war die Python immens riesig, viel größer und furchterregender als der verschwommene Schatten, den wir bei den Hohepriestern gesehen hatten. Seine Schuppen waren dick wie Platten dunkler Rüstung, jede einzelne glänzte mit einem seltsamen, öligen grünen Schleim, der nach bitterem Gift roch.Das Monster warf

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