An den verfluchten Alpha verkauft

An den verfluchten Alpha verkauft

last updateTerakhir Diperbarui : 2026-08-31
Oleh:  RoguePumpkinTamat
Bahasa: Deutsch
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Ich sah, wie mein Gefährte in unserer Hochzeitsnacht jemanden tötete. Lucienne Fisher hat siebzehn Jahre der Sklaverei überlebt, doch nichts konnte sie auf Jonas’ Verrat vorbereiten – gezwungen, den Mord an seinem Vater zu gestehen, oder Schlimmeres als den Tod zu erleiden. Als sie der Klinge des Henkers entkommt, wird sie an den einen Alpha verkauft, der gefährlicher ist als ihre schlimmsten Albträume: Azrael Devilmoore, der verfluchte Schattenwolf. Gezeichnet von einem Blutrausch-Fluch, der ihn langsam verschlingt, bietet Azrael einen Handel an: Spiele für ein Jahr seine Gefährtin, hilf dabei, ihr ehemaliges Rudel zu zerstören, und gehe frei. Doch Freiheit hat ihren Preis. Je näher sie sich kommen, desto leiser wird sein Fluch – und desto lauter schreit ihr Herz. Manche Geschäfte werden aus Verzweiflung gemacht. Andere sind vom Schicksal geschrieben. Und manche werden die Welt in Flammen setzen.

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Bab 1

KAPITAL EINS: EIN ZERSTÖRTES LEBEN

LUCIENNE

Ich habe es gesehen. Ich habe gesehen, wie mein Gefährte jemanden getötet hat.

In unserer Hochzeitsnacht.

Das Erste, was mich traf, war der metallische Geruch von Blut – schwer, verdorben, als würde er wie ein lebendiges Wesen in meine Nase kriechen. Dann sah ich ihn. Jonas. Er stand über dem Körper, während dunkelrotes Blut von seinen Händen tropfte. Mondlicht fiel durch das Schlafzimmerfenster, als wollte es jede schreckliche Wahrheit dieses Augenblicks enthüllen.

Der Alpha – sein Vater – lag zusammengekrümmt auf unserem Boden. Seine leblosen Augen starrten ins Nichts.

Ich konnte nicht atmen. Ich konnte mich nicht bewegen. Die Hochzeitsnacht, für die ich verzweifelt gekämpft und gespart hatte. Die zerbrechliche Hoffnung, die ich wie eine Rüstung getragen hatte. Alles zerbrach zwischen zwei Herzschlägen.

Das konnte nicht passieren. Das durfte nicht passieren.

Aber es passierte.

Jonas drehte sich zu mir um. Nur einmal. Ein einziges Mal. Die eine Hälfte seines Gesichts lag im Schatten, während die andere vom Mondlicht erhellt wurde, und ich erkannte – ich erkannte mit absoluter Gewissheit –, dass ich, Lucienne Fisher, die Tochter einer Omega aus den untersten Rängen, erledigt war. Nicht einmal die Mondgöttin konnte mich jetzt noch retten.

Mein Todesurteil war bereits gefällt.

Er ging zum Fenster und wischte sich beiläufig mit dem Ellbogen das Blut aus dem Gesicht. Als hätte er keinen Mord begangen, sondern lediglich eine Mahlzeit beendet. Das Rudelhaus unter uns war im Chaos versunken – Schreie, hastige Schritte, Wachen, die mobilisiert wurden. Sie glaubten, es sei ein Attentat gewesen. Sie glaubten, ein feindliches Rudel hätte es verübt. Eine Kriegserklärung.

Sie ahnten nicht, dass das Monster direkt hier war – mit dem Gesicht meines Gefährten.

Jonas drehte sich erneut zu mir um, und mir stockte der Atem.

„Du wirst das für mich tun, Lucienne.“ Seine Stimme war flach und endgültig. Die Stimme eines Mannes, der mein Schicksal schon vor langer Zeit entschieden hatte.

Ich schluckte und schmeckte Metall. Mein Blick fiel auf mein Nachthemd – cremefarbene Seide, für die ich monatelang gespart hatte. Etwas, das mir wenigstens für eine einzige Nacht das Gefühl geben sollte, schön zu sein. Jetzt fühlte es sich wie ein Leichentuch an.

Alles verschwamm.

„Du wirst nach draußen gehen“, fuhr er fort und kam näher. „Und meinem Bruder sagen, dass du ihn getötet hast. Dass du den amtierenden Alpha getötet hast.“

Seine Worte ergaben keinen Sinn. Sie konnten keinen Sinn ergeben. Meine Zunge klebte an meinem Gaumen und ließ mich ausgerechnet in dem Moment im Stich, in dem ich sie am dringendsten brauchte.

Sprich. Sag etwas. Irgendetwas.

„Du wirst ihnen sagen, dass du deinen Anteil einfordern wolltest.“ Seine Augen waren kalt und fern. Die Augen eines Fremden. „Dass du ihn wegen dem getötet hast, was seine Mutter dir angetan hat.“

Seine Mutter.

Die Erinnerung traf mich mit voller Wucht – ich, sechs Jahre alt, wie ich durch die Dunkelheit rannte, einen Pfeil im Rücken. Ihr Blut klebte an meinen Händen, als sie mir das Medaillon in die Hand drückte.

Finde Collins von Devilmoore. Er wird dir helfen, mein kleiner Stern.

Ich blinzelte, und die Vergangenheit ließ mich los.

Jonas stand jetzt nur wenige Zentimeter von mir entfernt. Er wartete. Beobachtete mich.

„Hast du mich gehört?“

„Aber ich habe es nicht getan.“ Meine Stimme brach. Sie klang klein und erbärmlich. Ich hasste es, wie schwach ich klang. Wie zerbrochen. „Die Mondgöttin weiß, dass ich …“

„Halt den Mund.“

Ich zuckte zusammen.

„Wo war die Mondgöttin“, knurrte Jonas, „als dieser verdammte alte Mann sich weigerte zu sterben und mir nicht gab, was mir rechtmäßig zustand?“

Bevor ich seine Worte verstehen konnte, bewegte er sich.

Blitzschnell.

Seine Hand packte mein Kinn. Seine Finger gruben sich in meine Knochen und zwangen mein Gesicht nach oben.

„Widersprich mir nicht.“ Er flüsterte so nah, dass ich das Blut seines Vaters an ihm riechen konnte. „Denn dann werde ich allen erzählen, dass du mit meinem Bruder geschlafen hast.“

Die Welt blieb stehen.

Nein. Nein.

Das Blut in meinen Adern gefror. In diesem Rudel war das ein Todesurteil. Die neue Gefährtin des Alphas schlief mit seinem Bruder?

Sie würden mich auf dem Platz in Stücke reißen, noch bevor ich überhaupt den Hinrichtungsplatz erreichen würde. Langsam. Vor aller Augen. Als Warnung für jede andere Omega, die es wagte, ihre Stellung zu überschreiten.

Und Elias – der freundliche, sanfte Elias. Der Mann, der seine Essensreste mit mir geteilt hatte, als ich hungerte, und der mit mir wie mit einem Menschen gesprochen hatte, statt mich wie Eigentum zu behandeln – sie würden auch ihn töten.

Das war es also.

Die Falle hatte sich geschlossen.

Aber sagte Lucienne Fisher etwas? Kämpfte sie? Schrie sie? Lief sie weg?

Nein.

Denn ich war eine Feigling. Weil ich eine Närrin war. Weil ich eine Omega war, die an ein Märchen geglaubt hatte.

„Bitte, Jonas.“ Meine Stimme brach bei seinem Namen. „Tu das nicht.“

Sein Gesichtsausdruck veränderte sich. Er wurde sanfter. Seine Maske glitt mit geübter Leichtigkeit wieder an ihren Platz.

„Oh, meine Liebste.“ Er umfasste mein Gesicht beinahe zärtlich, und mir wurde übel. „Warum sollte es so weit kommen? Das ist doch nur eine Kleinigkeit. Ein winziges Opfer.“

Ich starrte ihn an, meine Sicht verschwamm vor Tränen.

„Ich bin dein Gefährte, nicht wahr? Erinnerst du dich?“ Sein Daumen strich über meine Wange. Es war eine Parodie auf Zuneigung. „Du hast gesagt, dass du mich liebst. War das eine Lüge?“

Die Worte blieben mir im Hals stecken.

Liebe.

Ich dachte, ich wüsste, was sie bedeutete. Die Art, wie er mich angesehen, mich ausgewählt, mich zu seiner gemacht hatte – ich hatte geglaubt, das sei Liebe.

Ich hatte mich so verzweifelt danach gesehnt. Ich hatte mich so erbärmlich geirrt.

„Sie werden mich enthaupten“, flüsterte ich.

„Oh.“ Er nickte langsam, als würde er einem Kind etwas ganz Einfaches erklären. „Aber du wirst es für mich tun. Für uns. Für unsere Liebe.“

Sein Lächeln war sanft. Verständnisvoll.

Verrückt.

„Die Menschen werden noch Generationen lang von dir sprechen, Lucienne. Lieder werden über dein Opfer gesungen werden. Vielleicht wirst du sogar an der Seite der Mondgöttin sitzen.“

Ich konnte nicht glauben, was ich da hörte.

Ich konnte nicht glauben, dass ich diesem Mann jemals erlaubt hatte, mir nahe zu kommen.

Heiße Tränen liefen über meine Wangen, und tief in mir zerbrach etwas.

Es war nicht die Hoffnung – die war in dem Moment gestorben, als ich den Körper gesehen hatte.

Nein. Es war etwas Tieferes.

Der letzte zerbrechliche Teil von mir, der daran geglaubt hatte, dass ich etwas Gutes verdiente.

Er zerbrach.

Und endlich verstand ich die Wahrheit.

Der größte Fehler meines Lebens war der Tag gewesen, an dem ich Jonas Thorne mein Ja gegeben hatte.

„Das Rudel ist im Chaos“, fuhr er fort und deutete zum Fenster, durch das noch immer Schreie drangen. „Sie glauben, wir werden angegriffen. Sie werden Gerechtigkeit fordern. Blut für Blut.“

Er beugte sich näher zu mir, sein heißer Atem streifte mein Ohr.

„Aber wenn du gestehst, bleibt es innerhalb des Rudels. Rudelgerechtigkeit. Es wird keinen Krieg geben. Du wirst alle retten, Lucienne. Du wirst zur Heldin werden.“

Eine Heldin.

Natürlich.

Eine tote Heldin.

Ich sah erneut zum Körper des Alphas. Das Blut hatte sich unter ihm gesammelt und breitete sich über den Steinboden aus wie ein dunkles Versprechen. Jonas' Hände waren noch immer mit dem Blut seines Vaters benetzt.

Dann sah ich meinen Gefährten an.

Den Mann, dem ich vertraut hatte.

Dem ich geglaubt hatte.

Den Mann, den ich geliebt hatte.

„Ich habe dir alles gegeben“, sagte Jonas leise. „Als niemand sonst dich auch nur richtig angesehen hat, habe ich dich ausgewählt. Ich habe dich zu meiner gemacht. Und jetzt bitte ich dich um eine einzige Sache. Nur eine.“

Das Chaos draußen wurde lauter. Jemand würde bald kommen. Jemand würde den Körper finden, und dann …

Was dann?

Jonas' Augen wurden hart. Die Wärme verschwand, als hätte es sie nie gegeben.

„Aber wenn du dich weigerst …“ Er ließ mein Gesicht los und trat zurück. „Dann werde ich ihnen sagen, dass du und Elias das gemeinsam geplant habt. Dass du ihn verführt hast, ihn dazu gebracht hast, mir zu helfen, meinen Vater zu töten, und dass du als seine Gefährtin über das Rudel herrschen wolltest.“

Mein Herz blieb stehen.

„Ihr werdet beide hingerichtet. Langsam. Und ich werde dafür sorgen, dass dein Name noch Generationen lang durch den Schmutz gezogen wird.“

Er legte den Kopf schief und betrachtete mich, als wäre ich ein Insekt.

„Ist es das, was du willst?“

Nein.

Nein, nein, nein …

Aber welche Wahl hatte ich?

Welche Wahl hatte ich jemals gehabt?

Ein letztes Mal blickte ich aus dem Fenster. Unten versank das Rudel im Chaos, während der Vollmond darüber stand – still, schwer und gleichgültig.

Dann sah ich wieder Jonas an.

Und ich traf meine Entscheidung.

„Ich werde es tun.“

Jonas lächelte.

Das Lächeln eines Mannes, der alles bekommen hatte, was er wollte.

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