INICIAR SESIÓN💜💜💜💜
AUS LILAS SICHTAuch ohne die Augen zu öffnen, spürte ich deutlich, dass er dort stand. Ich merkte, wie er sich leicht niederbeugte, bis sein Gesicht ungefähr auf meiner Höhe war – als wollte er mich genauer betrachten.Dann legte sich seine große, schwere Hand sanft auf meinen Kopf. Langsam strich er mir durch die Haare, bis seine Hand weiterglitt und an meiner linken Wange zur Ruhe kam.Ich spürte die Rauheit seiner Handfläche auf meiner Haut, während er mein Gesicht berührte.Ich blieb reglos liegen und hielt meinen Atem gleichmäßig.Daraufhin drückte er mir einen kurzen, sanften Kuss auf die Stirn, richtete sich wieder auf und ging fort.Statt mein Herz zu beruhigen, machte es alles nur noch schwerer.Kaum hörte ich die Tür wieder zufallen, durchfuhr mich ein stechender Schmerz in der Brust, als würde mein Herz von innen zusammengepresst.Erst da öffnete ich langsam die Augen.Ich starrte ins Leere vor mir.Ich weiß nicht, wie lange ich so verharrte, bis eine sanfte Stimme mich zu
AUS LILAS SICHTWährend ich jedes einzelne Wort von Villion vernahm, rollte plötzlich eine Träne herunter – eine, die sich schon lange am Rand meines linken Auges gebildet hatte. In dem Moment, als ich ihre Wärme über meine Haut spürte, senkte ich den Kopf. Ich hatte ihn ohnehin nicht angesehen, doch den Kopf zu senken fühlte sich wie die einzige Möglichkeit an, meine Gefühle zu verbergen.Die Schlafkammer war nur schwach erleuchtet; nur wenige Öllampen brannten. Die übrigen blieben unangezündet, hüllten den Raum in sanfte Schatten – sie verbargen mein Zittern und schützten die Tränen, die ich nicht länger zurückhalten konnte.Ich glaube, er merkte nicht, dass ich weinte.Er wusste nicht, wie verwirrt ich war, wie sich meine Gedanken endlos in meinem Kopf verfangen hatten und wie mein Herz unter der Last von Entscheidungen schmerzte, die ich niemals treffen wollte.Alles, was ich je wollte, war einfach gewesen: Ich wollte, dass er meine Entscheidung akzeptiert, dass er mir vertraut, d
AUS LILAS SICHTDas sagte eine der Sklavinnen, als sie mir sanft ein Glas warmer Milch vor die Couch stellte. Ich saß auf dem langen Sofa im Wohnbereich und fuhr mir langsam mit einem Kamm durch die Haare; ich bereitete mich bereits auf die Nacht vor.„Ich lasse Sie nun allein, Lady Lila … Gute Nacht.“Ich nickte als Antwort, bevor sie leise die Schlafkammer verließ.Ich griff nach dem Becher, aus dem die warme Milch noch dampfte. Ich hielt ihn zwischen meinen Händen, blies zuerst über die Oberfläche und nahm dann einen vorsichtigen Schluck.Die Wärme breitete sich fast augenblicklich in mir aus. Mir war kalt gewesen – deshalb hatte ich sie bestellt. Ich wollte vor dem Schlafengehen etwas Warmes trinken, um die Kälte zu vertreiben und besser zur Ruhe zu kommen.Ich nippte noch an der Milch, als ich das leise Geräusch der sich öffnenden Tür hörte. Ohne den Kopf zu heben oder mich umzudrehen, wusste ich sofort, wer den Raum betreten hatte.Ich senkte langsam den Becher und stellte ihn z
AUS LILAS SICHTIch sah, wie Cairos Augen vor mir weit aufgingen. Lange Sekunden lang brachte er kein einziges Wort über die Lippen. Er starrte mich nur an, sein Blick fest auf meinem Gesicht gerichtet – ein Ausdruck völligen Unglaubens prägte seine Züge. Offensichtlich hatte er niemals damit gerechnet, so etwas aus meinem Mund zu hören.„Lady Lila“, sagte er endlich. „Warum sagen Sie so etwas?“Der feste Klang seiner Stimme drang zu mir durch, doch ich weigerte mich nun, ihm in die Augen zu blicken. Ich wandte den Blick ab.„Du hast mich gefragt, was mir durch den Kopf geht“, antwortete ich steif, meine Stimme wurde härter, während ich mich zum Sprechen zwang. „Und ich habe dir einfach die Wahrheit gesagt.“Ich atmete tief ein. „Du warst derjenige, der sagte, wir seien Freunde. Wenn du mich wirklich so siehst, wirst du mich doch nicht bei Villion anzeigen – du wirst ihm nicht erzählen, dass ich lieber von hier fliehen, vor allem weglaufen würde, als hier zu bleiben und all die schrec
AUS LILAS SICHTKaum waren die Worte gesagt, drehte er mir den Rücken zu. Ohne noch einen Blick zurückzuwerfen, ging er fort.Ich presste die Augen wieder fest zusammen und atmete langsam ein, um mich zu beruhigen.Das war das erste Mal, dass ich so wütend auf Villion war – nicht nur verletzt oder verwirrt, sondern zutiefst frustriert, weil er mich einfach nicht verstehen wollte. Es fühlte sich an, als hätte er klar gemacht, dass ich bei seinem Vorhaben überhaupt kein Mitspracherecht hatte: Egal wie stark meine Gefühle waren, egal wie sehr ich widersprach, ich war machtlos, ihn aufzuhalten.Stell dir vor: Mein Leben, meine Freiheit – im Austausch für das Leben unzähliger Rudel verschiedener Rassen.Allein bei diesem Gedanken schnürte sich meine Brust zusammen.Sollten Villions Pläne umgesetzt werden, würde ein Chaos ausbrechen, das ich mir kaum vorstellen konnte.Eine Katastrophe voller Blut und Schreie – etwas, das ich niemals wollte, an dem ich niemals teilhaben wollte. Und doch war
AUS LILAS SICHTIch legte meine Hand flach auf Villions Brust und stieß ihn mit aller Kraft von mir weg – ich mobilisierte jede Faser meiner Stärke, nur um Abstand zwischen uns zu bringen.„Lass mich los“, sagte ich bestimmt. Ich blickte ihn nicht an, während ich darauf wartete, dass er mich freigab. Erst dann zog er endlich seine Hand von meinem Rücken zurück und lockerte seinen Griff, als hätte er keine andere Wahl, als nachzugeben.Ich trat mehrere Schritte zurück.„Was soll das jetzt?!“, rief ich, meine Stimme stieg vor aufsteigender Frustration. „Soll nur das zählen, was du willst? Willst du wirklich egoistisch sein, Villion?!“Ich stieß einen bitteren Atemzug aus, Unglaube brannte in meiner Brust. „Ich dachte, du wolltest nicht, dass ich leide. Ich dachte, du wolltest nicht, dass ich kämpfe oder gestresst bin.“ Meine Hände zitterten an meinen Seiten, während ich weitersprach. „Aber was ist das dann? Was passiert hier gerade?“Ich blickte ihm direkt in die Augen. „Du triffst Ents







