ログインSkye Winters hatte niemals davon geträumt, eine Luna zu werden. Doch als ihre Gefährtenbindung an ihrem achtzehnten Geburtstag plötzlich erwachte und sie mit Alpha Jaxon Vale verband, hätte es eigentlich der Beginn eines Traums sein sollen. Sie hatte ihn jahrelang aus der Ferne geliebt. Doch Jaxon wollte sie nicht. Er warf ihr vor, ihn zu dieser Verbindung gezwungen und die Bindung absichtlich ausgelöst zu haben. Er heiratete sie nur, weil das Rudel es verlangte. Drei Jahre lang ließ er sie spüren, dass sie für ihn nichts weiter war als eine Verpflichtung, der er nicht entkommen konnte. Skye hatte alles versucht. Sie wollte die perfekte Luna sein, die perfekte Ehefrau und die Frau, in die er sich eines Tages vielleicht doch verlieben würde. Doch als ihre Schwester Cassandra Winters mit einem Sohn zurückkehrte und behauptete, der Junge sei Jaxons Kind, zerbrach alles, woran Skye geglaubt hatte. Jaxon brachte Cassandra und den Jungen in das Anwesen des Alphas. Er erklärte den Jungen zu seinem Erben. Und wann immer er die Wahl hatte, stellte er ihre Schwester an erste Stelle. Als Skye aufgrund von Jaxons Entscheidungen beinahe ihr Leben verlor, starb etwas in ihr, bevor ihr Körper überhaupt aufgeben konnte. Es war die verzweifelte Hoffnung, die sie jahrelang an einen Mann gebunden hatte, der sie niemals als etwas anderes als eine Last gesehen hatte. Jetzt hatte Skye genug. Genug davon, um Liebe zu betteln. Genug davon, ständig nachzugeben. Genug davon, zuzusehen, wie ihr eigener Ehemann mit ihrer Schwester eine Familie aufbaute, während sie selbst immer weiter in den Hintergrund gedrängt wurde. Sie wollte die Scheidung. Doch eine Gefährtenbindung zu lösen war nicht einfach. Besonders nicht, wenn sie ein Geheimnis in sich trug, das sie für immer an Jaxon binden könnte. Während Rudelpolitik, familiärer Druck und ihr gebrochenes Herz miteinander kollidierten, musste Skye die Kraft finden, alles hinter sich zu lassen, was sie einst gewollt hatte. Die einzige Frage blieb: Würde Jaxon sie wirklich gehen lassen? Oder würde er erst erkennen, was er verloren hatte, wenn es bereits zu spät war?
もっと見るJaxons PerspektiveIch konnte nicht schlafen.Der Name kreiste immer wieder durch meinen Kopf wie ein Raubtier, das seine Beute verfolgte.Nicolai Woolf.Die Familie Woolf unternahm keine beiläufigen Reisen durch fremde Rudelgebiete.Sie bat nicht um sichere Durchreise, wenn sie kein bestimmtes Ziel hatte. Und dieses Ziel befand sich irgendwo in der Nähe meines Rudels.Ich saß an meinem Schreibtisch und starrte auf die Gebietslandkarten, die über die Mahagoniplatte verteilt lagen.Die östliche Grenze, an der Graham erwähnt hatte, dass die Familie Woolf eine Durchreisegenehmigung beantragt hatte, verlief entlang eines Abschnitts neutralen Gebiets. Land, das ihnen theoretisch Zugang zum Vale-Rudel ermöglichen würde, ohne unsere Grenzen tatsächlich zu überschreiten.Clever.Berechnend.Genau das, was ich von jemandem mit dem Ruf der Familie Woolf erwartet hätte.Aber warum?Mein Wolf lief unruhig unter meiner Haut hin und her. Aufgewühlt auf eine Weise, die ich nicht verstand.Hier gab es
Skyes PerspektiveAllein in meinem Zimmer, während ich mich an diesem Nachmittag auf das Abendessen vorbereitete, traf mich plötzlich der Schwindel.Einen Moment lang stand ich noch vor meinem Kleiderschrank und suchte ein Kleid aus. Im nächsten Moment kippte der Raum zur Seite. Ich griff nach dem Türrahmen, um mich abzustützen, und atmete langsam durch, bis die Welt wieder stabil wurde.Das wird gefährlich.Ich ging zum Spiegel und betrachtete mein Spiegelbild kritisch. Die Veränderungen waren klein, aber sie wurden jeden Tag auffälliger. Meine Brüste waren voller geworden und empfindlicher bei Berührung. Mein Gesicht wirkte etwas runder, auch wenn ich es noch mit Make-up kaschieren konnte.Und meine Taille—Ich drehte mich seitlich und legte meine Hand auf meinen Bauch. Da war jetzt eine Rundung, die vorher nicht da gewesen war. Unter lockerer Kleidung kaum sichtbar, aber das würde nicht mehr lange so bleiben.Zwei Wochen.Vielleicht drei, wenn ich Glück hatte.Dann würden es alle wi
Skyes PerspektiveIch wachte mit einem rebellierenden Magen auf.Die Übelkeit traf mich, noch bevor ich vollständig bei Bewusstsein war.Scharf und unbarmherzig.Ich schaffte es gerade noch ins Badezimmer, bevor ich mich über die Toilette beugen musste. Mein ganzer Körper zitterte unter der Kraft des Würgens.Es wurde schlimmer.Als mein Magen sich endlich beruhigte, sank ich gegen die kalten Fliesen zurück und presste meine Stirn gegen meine Knie. Der Badezimmerboden war hart und unbequem, aber ich hatte noch nicht die Kraft aufzustehen.Jaxons Seite des Bettes war leer, als ich zurück ins Schlafzimmer kam. In den meisten Nächten, seit Rose ihn zu seiner Entschuldigung gezwungen hatte, blieb sie leer. Er mied mich. Er schlief in seinem Büro oder in einem der Gästezimmer. Vielleicht dachte er, mir Raum zu geben, würde die Dinge irgendwie wieder in Ordnung bringen. Oder vielleicht hielt er es einfach nicht aus, in meiner Nähe zu sein.Ich zwang mich aufzustehen, spülte meinen Mund aus u
Nicolais Perspektive„Die Lieferung hat den Zoll ohne Probleme passiert.“Dimitri stand aufmerksam vor meinem Schreibtisch.Seit wir achtzehn waren, war er mein Beta. Er gehörte zu den wenigen Wölfen, denen ich bedingungslos vertraute.„Der östliche Hafen, genau wie du es angeordnet hast. Keine Kontrollen.“„Gut.“Ich unterschrieb die Frachtpapiere, ohne aufzusehen.Waffen, größtenteils. Einige Medikamente, von denen die Hauptstadt lieber so tat, als würde es sie nicht geben. Ein ganz normaler Dienstag.„Und die Sache mit dem Morozov-Rudel?“„Erledigt.“Dimitris Ton blieb trocken.„Sie haben unseren Bedingungen zugestimmt. Der Alpha musste allerdings etwas überzeugt werden.“Ich lehnte mich in meinem Stuhl zurück und sah ihm endlich in die Augen.Dimitris Gesichtsausdruck war vollkommen neutral. Was bedeutete, dass dieses „Überzeugen“ vermutlich nicht besonders angenehm gewesen war.Ich fragte nicht nach Einzelheiten. Dafür hatte ich ihn.Wir nannten uns nicht „Rudel“. Wir waren eine F











