LOGINVarkos***Lady Ravenna stand gegenüber meinem Schreibtisch, die Arme verschränkt, und ihr Ausdruck trug jene Art von Autorität, die ganze Räume zum Schweigen gebracht hatte, lange bevor ich Alpha wurde.Ich lehnte mich in meinem Stuhl zurück und beobachtete sie, ohne ein Wort zu sagen.„Du kannst deine Ehe mit Kenna nicht einfach verlassen“, ihre Stimme hallte durch den Raum. „Hast du auch nur einmal darüber nachgedacht?“Mein Kiefer spannte sich an, als ich mich vom Schreibtisch weg stieß und aufstand.„Ich habe meine Entscheidung getroffen, Mama.“ Ich schoss zurück. „Und sie ist endgültig.“Mehrere Sekunden starrte sie mich an, als hätte ich gerade das Lächerlichste gesagt.„Du würdest deine Ehe wegen dieser menschlichen Sklavin wegwerfen—“„Wage es nicht, sie so zu nennen!“ Meine Finger ballten sich in der Handfläche. „Egal, was du über Ginnie sagst – das macht sie mir nicht weniger wichtig.“„Du bist der Alpha des Blood-Moon-Rudels, verdammt noch mal, Varkos!“ Ihre Stimme wurde s
Ginnie*Ich hielt den Atem an, während ich mich leise durch den Flur schlich. Irgendwo im Erdgeschoss hörte ich das leise Ticken einer Uhr, jedes Geräusch hallte durch die Dunkelheit.Die Schritte der Wachen kamen und gingen in unregelmäßigen Abständen, ihre schweren Schuhe scharrten über den Marmorfußboden, bevor sie in einem anderen Korridor verschwanden.Mehrere Sekunden wartete ich, bis das Geräusch verklang, bevor ich mich erneut bewegte.Barfuß, presste ich die Füße vorsichtig auf den kalten Boden, hob jeden langsam und setzte ihn wieder ab. Der Saum meines Nachthemdes streifte meine Beine, während ich mich an der Wand entlang schob. Mein Herz pochte so heftig in meinen Ohren, dass ich es hören konnte.Wenig später erreichte ich das Ende des Korridors und blieb stehen. Zwei Wachen standen in der Nähe der Haupttreppe, den Rücken zu mir gewandt.Oh Gott… Bitte hilf mir.Der Haupteingang war unmöglich zu passieren, nicht wenn er von zu vielen Wachen umgeben war.Ich schluckte schw
Adrian*Ich stand in der Mitte des unfertigen Gebäudes, die Hände auf dem Rand des Holztisches, und starrte auf die geschlossenen Türen.Staub bedeckte die zerbrochenen Fenster, und das einzige Licht im Raum kam von einer einzelnen, hängenden Glühbirne über mir. Sie schwankte leicht, wenn immer der Wind durch das zerbrochene Glas drang und lange Schatten an die Wände warf.Ich warf zum gefühlt tausendsten Mal einen Blick auf meine Uhr.Diese verdammte Schlampe war zu spät.Mein Kiefer spannte sich an.Sie hatte kein Recht, mich warten zu lassen, nachdem ich alles getan hatte, um ihr Geheimnis zu schützen. Ein einziges Gespräch mit Varkos könnte alles zerstören, was sie so verzweifelt zu schützen versucht hatte.Ihre Ehe. Ihren Ruf. Ihre Familie.Alles lag in meinen Händen.Und Kenna wusste das.Deshalb würde sie es nicht wagen, mich zu spielen.Meine Gedanken kreisen noch, als das Geräusch näher kommender Reifen meine Aufmerksamkeit zum Eingang zog.Ein schwarzes Fahrzeug hielt vor
Ginnie*„Bleib von ihr weg!“ Varkos’ Stimme krachte durch das Wohnzimmer. „Ich werde nicht zulassen, dass du auch nur einen Finger an sie legst.“Adrian richtete sich langsam auf, seine Brust hob und senkte sich vor Wut. Mehrere Sekunden starrte er Varkos an, als könne er kaum glauben, was gerade geschehen war.Dann stürmte er erneut vor.Diesmal kam Varkos ihm auf halbem Weg entgegen. Die beiden Männer prallten zusammen, und die reine Wucht ließ einen der Stühle über den Boden scharren.Adrian schlug nach Varkos, doch Varkos blockte den Schlag ab und traf ihn am Kiefer.„Ihr beide! "Genug!" schrie ich.Keiner von ihnen schenkte mir Beachtung.Adrian packte Varkos am Hemd und trieb ihn rückwärts. Varkos prallte gegen die Wand, doch bevor Adrian erneut zuschlagen konnte, umfasste Varkos seine Schultern und schleuderte ihn weg.„Bitte, hört auf!“„Du glaubst, du kannst in mein Haus kommen und deine Hände an mich legen?“ Adrian wischte sich mit dem Handrücken über den Mundwinkel. „Wer h
Ginnie*Das Erste, was mir auffiel, als ich das Wohnzimmer betrat, war, wie still das Haus war.Nachdem ich eine Woche im Krankenhaus verbracht hatte, hatte ich erwartet, dass die vertrauten Wände mir ein Gefühl von Sicherheit geben würden. Stattdessen legte sich ein unbehagliches Gefühl über mich.Meine Schulter schmerzte immer noch unter dem lockeren Stoff meines Kleides, und jede Bewegung erinnerte mich an den Pfeil, der beinahe mein Leben beendet hätte. Die Blutergüsse um meinen Hals waren etwas verblasst, doch ich spürte sie noch immer, wann immer ich schluckte.Langsam ging ich zum Sofa und setzte mich. In dem Moment, in dem mein Rücken die Polster berührte, legte sich die Erschöpfung über mich.Adrian blieb derweil am Fenster stehen. Er war dort, als wir angekommen waren.Er hat nicht einmal gefragt, ob meine Wunde weh tut, und auf der gesamten Fahrt nach Hause hat er kein Wort gesagt.Mehrere Sekunden stand er da und starrte hinaus. Dann wandte er sich schließlich vom Fenster
Kenna*Adrian stand neben seinem Auto, eine Hand lässig an der Tür, und sah mich mit einer Ruhe an, die mir den Magen umdrehte.Warum war er hier? Was wollte er von mir?Mein Kopf raste durch jede Möglichkeit, doch keine davon ergab Sinn.„Was willst du?“ fragte ich schließlich.Ein schwaches Lächeln zog über seine Lippen.„Ich denke, das weißt du.“Meine Brauen zogen sich zusammen.„Nein. "Das weiß ich nicht.“Ohne ein weiteres Wort stieß er sich vom Auto ab und machte langsame Schritte, bis er wenige Meter vor mir stehen blieb. Instinktiv hielt ich meinen Platz, auch wenn jeder Instinkt in mir schrie, dass etwas nicht stimmte.Mehrere Sekunden lang glitt sein Blick über mein Gesicht, als suche er nach etwas.„Cassian Dermlow.“In dem Moment, in dem der Name seinen Mund verließ, wurde alles in mir still. Für eine schreckliche Sekunde vergaß ich, wie man atmet.Wie… Wie zum Teufel wusste er von Cassian?„Was…“ Ich zwang meine Stimme, ruhig zu bleiben. „Was ist mit ihm?“„Ich weiß,
GinnieIch stand dort, meine Hände zitterten leicht, als ich mich zu Alpha Varkos umdrehte, der bereits in der VIP-Kammer stand. Der Raum war viel zu still, und ich spürte seinen Blick auf mir.„Du zitterst“, durchbrach seine Stimme die Stille. Tief und ruhig, füllte sie den Raum wie eine schwere P
Ginnie„Beim nächsten Mal, wenn du daran denkst, mir zu widersprechen, erinnere dich daran, wie sich das anfühlt!“Ein Lederriemen knallt über meinen Rücken. Ich beiße mir auf die Zunge, um nicht zu schreien, doch ein Laut entkommt mir trotzdem – halb Schrei, halb Keuchen.„Hörst du mich, du kleine
GinnieDie Blood-Moon-Pack-Villa ragte hoch über uns auf, hohe Mauern umschlossen das Anwesen, bewacht von großen Lykaner-Soldaten in schwarzen Uniformen. Alles an diesem Ort schrie nach Macht.Aber nicht der guten Art…Ich schluckte schwer und umklammerte Lilys winzige Hand, während wir weiter ins
Ginnie„Mummy…“Die Stimme war kaum mehr als ein Hauch, der hinter mir erklang. Ich ließ den Stapel zerrissener Zeitungen von meinem Schoß fallen und stolperte in den anderen Raum, mein Herz hämmerte wie ein gefangenes Tier.„Mein Kopf tut wieder weh“, flüsterte sie.Lily lag zusammengerollt auf de







