MasukIn einer Welt, in der gnadenlose Lycaner herrschen, sind Menschen nichts weiter als Sklaven – gekauft, verkauft und wie Eigentum behandelt. Ginnie Thorne hat ihr ganzes Leben damit verbracht, zu überleben. Als Sklavin geboren, arbeitet sie als Tänzerin in einem exklusiven Lycan-Club und erträgt jede Nacht Demütigungen, um sich und ihre spielsüchtige Mutter durchzubringen. Es ist ein hartes Leben, doch sie hat gelernt, es zu akzeptieren. Bis eine einzige Nacht alles verändert. Als der Besitzer des Clubs sie anweist, einen privaten Tanz für einen besonderen Gast aufzuführen, steht Ginnie dem meistgefürchteten Lycan des Landes gegenüber. Varkos Draven. Milliardär. Alpha. Monster. Kalt, mächtig und vollkommen herzlos – Varkos ist ein Mann, der sowohl von Menschen als auch von Lycanern gefürchtet wird. Doch in dem Moment, in dem er Ginnie sieht, fesselt etwas an ihr seine Aufmerksamkeit. Was als ein einziges Treffen beginnt, entwickelt sich rasch zu einer gefährlichen Obsession, die Ginnie in eine Welt aus Macht, Geheimnissen und Verrat hineinzieht. Eine Welt, in der ein Sklavenmädchen niemals die Aufmerksamkeit eines Königs erregen sollte. Doch Varkos Draven ist kein Mann, der sanft liebt. Er gewährt Ginnie einen kurzen Blick auf das Glück, nur um es ihr wieder zu entreißen und sie gebrochen zurückzulassen. Und in einer Welt, in der Lycaner herrschen und Menschen gehorchen, könnte Ginnies größter Fehler der Glaube sein, dass das Monster, das ihr Herz zerstört hat, es jemals retten könnte.
Lihat lebih banyak„Beim nächsten Mal, wenn du daran denkst, mir zu widersprechen, erinnere dich daran, wie sich das anfühlt!“
Ein Lederriemen knallt über meinen Rücken. Ich beiße mir auf die Zunge, um nicht zu schreien, doch ein Laut entkommt mir trotzdem – halb Schrei, halb Keuchen.
„Hörst du mich, du kleine Schlampe!“, bellt Master Gray.
Er hebt die Peitsche und der zweite Schlag trifft. Tränen drohen über mein Gesicht zu laufen, aber ich darf nicht weinen.
In Bleeding Rose Country werden Menschen als nichts weiter als Sklaven behandelt. Wir essen, wenn man es uns befiehlt, schlafen, wenn man es uns befiehlt, und sprechen nur, wenn man es uns erlaubt. Das habe ich schon sehr früh gelernt – viel zu früh –, als meine Mutter jeden Cent verspielt hat, den sie je besaß.
Ihre Schulden waren zu hoch, und ich – ihr einziges Kind – bezahlte den Preis dafür. Jetzt, mit zwanzig Jahren, habe ich aufgehört, mir Freiheit vorzustellen.
Freiheit in Bleeding Rose Country war etwas, das nur Adligen und Reinblütigen vorbehalten war, Alphas und ihren Kindern. Nicht für ein Mädchen wie mich, das in einer Bar tanzt, um Männer zu unterhalten, die mehr Macht als Gewissen besitzen.
„Alles, was ich von dir verlangt habe“, dringt Master Grays Stimme durch meine Gedanken, triefend vor Gift, „war, dass du im privaten Raum tanzt, und du wagst es, mir Nein zu sagen? Füttere ich dich etwa, damit du mir ungehorsam sein kannst?“
Er tritt mir in die Rippen, und ein weißglühender Schmerz flammt auf.
„Es tut mir leid“, flüstere ich, „B…bitte verzeiht mir, Master. Bitte.“
Er beugt sich näher und packt mein Kinn so grob, dass ich schwöre, die Knochen verschieben sich. „Verzeihung, hm?“ Sein Atem riecht nach verdorbenem Wein. „Du kannst froh sein, dass ich die Wachen nicht auf dich losgelassen habe. Und jetzt steh auf!“
Ich drücke mich zitternd hoch, bebend vor Angst und Schmerz, der durch meinen Körper schießt.
„Du tanzt heute Abend in Raum Sieben“, knurrt er. „Ein hochrangiger Lykaner ist heute hier, also solltest du ihn besser nicht warten lassen.“
Mein Magen verkrampft sich so heftig, dass ich fast brechen muss. Raum Sieben war der schlimmste von allen – dorthin gingen die rücksichtslosen und kaltherzigen Lykaner, wenn sie eine Frau ficken wollten, die sie begehrten.
„Nein“, die Worte purzeln aus meinem Mund, bevor ich sie aufhalten kann, „Bitte. Schickt jemand anderes.“
Ein Schlag in meinen Bauch kommt so schnell, dass er mir die Luft aus den Lungen raubt. „Du gehörst mir“, beugt sich Master Gray dicht zu mir, „also hast du kein Recht, mir zu widersprechen. Wenn ich will, dass du den Wölfen zum Fraß vorgeworfen wirst, dann tue ich das mit einem Lächeln.“
Er gibt einem der Wachen draußen ein Handzeichen. Der Wächter tritt vor, und seine Hände schließen sich wie Eisenbänder um meine Arme.
„Beweg dich!“, befiehlt er.
„Aber—“
Eine Faust rammt in meinen Magen, bevor ich den Satz beenden kann. „Beweg dich. Jetzt“, wiederholt er.
Und ich gehorche.
Der Flur war ein Chaos. Lautes Gelächter prallte von den Wänden ab, eine betrunkene Sinfonie, die mit dem Klirren von Gläsern konkurrierte, während der Geruch von abgestandenem Bier und etwas Moschusartigem in meiner Kehle hing.
Hinter geschlossenen Türen fügten laute Stöhnen und Keuchen eine weitere Schicht unheimlicher Geräusche hinzu.
„Hör auf, so zu trödeln, Mädchen!“, bellt er erneut und schubst mich fester vorwärts. Endlich erreichen wir die Tür, er schließt auf und stößt mich hinein.
Der Raum ist warm, mit Samtvorhängen und weichen Teppichen ausgestattet. Er wirkt luxuriös im Vergleich zu den Sklavenbaracken, in denen wir wie Tiere in Kisten gestapelt schlafen.
In der Mitte steht eine erhöhte Plattform, ein paar Stufen über dem Boden. Ohne Zeit zu verlieren, steige ich darauf, meine Beine zittern, während der Wächter die Tür hinter mir schließt.
Ich schließe die Augen und atme tief ein, während ich zu tanzen beginne. Nicht anmutig oder ausgebildet. Nur die Bewegung meiner Füße, die gleiten, und meine Hüften, die sich wiegen.
Es ist das Einzige, wofür ich im Club jemals gelobt wurde – von jedem Mann, der mir zugesehen hat. Sie mögen, wie die Scham auf meinen Wangen brennt, während sie dasitzen und mich begehren wie eine Sexpuppe.
Der Rhythmus erfasst mich, und für einen Moment vergesse ich den Schmerz in meinen Rippen, die Erinnerungen an die verzweifelten Augen meiner Mutter, als sie unsere Zukunft verspielte.
KNARZ!
Die Tür wird aufgestoßen, und mehrere Männer betreten den Raum, schwer von Autorität. Ich tanze weiter und schaue nicht auf. Das Letzte, was ich wollte, war, die Gesichter dieser Monster zu sehen.
Doch dann —
Eine Präsenz erfüllt sofort den gesamten Raum, als er eintritt. Ich spüre seinen Blick. Fixiert auf mich, ohne auch nur eine Sekunde wegzuschauen, als würde er etwas in mir sehen.
Ich mache den Fehler, ihn anzusehen, schaue aber schnell wieder weg und tanze weiter. Er setzt sich ans Ende des Raumes, erbarmungslos wirkend mit seinen breiten Schultern und dem schwarzen maßgeschneiderten Anzug, der sich wie eine zweite Haut über seinen Körper spannt.
Heilige Scheiße!
Er… er ist es. Varkos Draven.
Alpha des Blood-Moon-Rudels – der gefürchtetste und mächtigste Lykaner in Bleeding Rose Country.
Man sagt, er habe einmal einen Mann in Stücke gerissen, nur weil dieser ihm widersprochen hatte. Noch schlimmer war die Tatsache, dass er noch nie eine Gefährtin genommen hatte, weil keine Frau seine Dunkelheit überleben konnte.
Trotzdem… ich kann nicht aufhören, ihn anzustarren, nicht, wenn er mich mit diesen durchdringenden silbernen Augen ansieht, die mir die Knie weich werden lassen.
Hör auf, ihn anzustarren, GINNIE!
„Das ist sie?“
Einer der Männer hinter ihm flüstert.
„Verdammt! Sie ist verdammt sexy. Ich kann es kaum erwarten, sie ins Bett zu bekommen—“
Alpha Varkos hebt eine Hand, und die Musik verstummt. Stille legt sich über den gesamten Raum.
„Ich will sie.“ Seine Stimme schneidet durch die Stille des Raumes.
Master Gray eilt sofort herein, aus welchem Loch auch immer er gekrochen war. „Ihr wollt… sie, Alpha?“
„Ich wiederhole mich nicht.“ Er knurrt, umkreist mich einmal, während sein Blick lustvoll und besitzergreifend über mich gleitet. Dann beugt er sich näher, nah genug, dass ich die Hitze spüre, die von ihm ausgeht.
„Ich will das Mädchen allein bei mir in den VIP-Gemächern“, befiehlt er. „Jetzt.“
„Ja, Alpha“, sagt Master Gray, packt mein Handgelenk und zerrt mich von der Plattform. Alle im Raum verbeugen sich vor ihm, die Angst deutlich in ihren Gesichtern, während Varkos sich umdreht und davongeht.
„Nein. Bitte… bitte, ich kann nicht“, flüstere ich und versuche, Master Gray zu meiner Bitte zu bewegen. „Ich will nicht mit ihm gehen.“
Er schlägt mir gegen den Hinterkopf. „Wenn Varkos sagt, er will dich, dann wird er dich auch bekommen und mit dir machen, was ihm beliebt.“
Bevor ich den Mund öffnen kann, um zu protestieren, schleift er mich durch Flure, bis meine Füße schmerzen, Treppen hinauf, durch Korridore, bis ich schließlich in einen dunklen Raum gestoßen werde.
Varkos***Lady Ravenna stand gegenüber meinem Schreibtisch, die Arme verschränkt, und ihr Ausdruck trug jene Art von Autorität, die ganze Räume zum Schweigen gebracht hatte, lange bevor ich Alpha wurde.Ich lehnte mich in meinem Stuhl zurück und beobachtete sie, ohne ein Wort zu sagen.„Du kannst deine Ehe mit Kenna nicht einfach verlassen“, ihre Stimme hallte durch den Raum. „Hast du auch nur einmal darüber nachgedacht?“Mein Kiefer spannte sich an, als ich mich vom Schreibtisch weg stieß und aufstand.„Ich habe meine Entscheidung getroffen, Mama.“ Ich schoss zurück. „Und sie ist endgültig.“Mehrere Sekunden starrte sie mich an, als hätte ich gerade das Lächerlichste gesagt.„Du würdest deine Ehe wegen dieser menschlichen Sklavin wegwerfen—“„Wage es nicht, sie so zu nennen!“ Meine Finger ballten sich in der Handfläche. „Egal, was du über Ginnie sagst – das macht sie mir nicht weniger wichtig.“„Du bist der Alpha des Blood-Moon-Rudels, verdammt noch mal, Varkos!“ Ihre Stimme wurde s
Ginnie*Ich hielt den Atem an, während ich mich leise durch den Flur schlich. Irgendwo im Erdgeschoss hörte ich das leise Ticken einer Uhr, jedes Geräusch hallte durch die Dunkelheit.Die Schritte der Wachen kamen und gingen in unregelmäßigen Abständen, ihre schweren Schuhe scharrten über den Marmorfußboden, bevor sie in einem anderen Korridor verschwanden.Mehrere Sekunden wartete ich, bis das Geräusch verklang, bevor ich mich erneut bewegte.Barfuß, presste ich die Füße vorsichtig auf den kalten Boden, hob jeden langsam und setzte ihn wieder ab. Der Saum meines Nachthemdes streifte meine Beine, während ich mich an der Wand entlang schob. Mein Herz pochte so heftig in meinen Ohren, dass ich es hören konnte.Wenig später erreichte ich das Ende des Korridors und blieb stehen. Zwei Wachen standen in der Nähe der Haupttreppe, den Rücken zu mir gewandt.Oh Gott… Bitte hilf mir.Der Haupteingang war unmöglich zu passieren, nicht wenn er von zu vielen Wachen umgeben war.Ich schluckte schw
Adrian*Ich stand in der Mitte des unfertigen Gebäudes, die Hände auf dem Rand des Holztisches, und starrte auf die geschlossenen Türen.Staub bedeckte die zerbrochenen Fenster, und das einzige Licht im Raum kam von einer einzelnen, hängenden Glühbirne über mir. Sie schwankte leicht, wenn immer der Wind durch das zerbrochene Glas drang und lange Schatten an die Wände warf.Ich warf zum gefühlt tausendsten Mal einen Blick auf meine Uhr.Diese verdammte Schlampe war zu spät.Mein Kiefer spannte sich an.Sie hatte kein Recht, mich warten zu lassen, nachdem ich alles getan hatte, um ihr Geheimnis zu schützen. Ein einziges Gespräch mit Varkos könnte alles zerstören, was sie so verzweifelt zu schützen versucht hatte.Ihre Ehe. Ihren Ruf. Ihre Familie.Alles lag in meinen Händen.Und Kenna wusste das.Deshalb würde sie es nicht wagen, mich zu spielen.Meine Gedanken kreisen noch, als das Geräusch näher kommender Reifen meine Aufmerksamkeit zum Eingang zog.Ein schwarzes Fahrzeug hielt vor
Ginnie*„Bleib von ihr weg!“ Varkos’ Stimme krachte durch das Wohnzimmer. „Ich werde nicht zulassen, dass du auch nur einen Finger an sie legst.“Adrian richtete sich langsam auf, seine Brust hob und senkte sich vor Wut. Mehrere Sekunden starrte er Varkos an, als könne er kaum glauben, was gerade geschehen war.Dann stürmte er erneut vor.Diesmal kam Varkos ihm auf halbem Weg entgegen. Die beiden Männer prallten zusammen, und die reine Wucht ließ einen der Stühle über den Boden scharren.Adrian schlug nach Varkos, doch Varkos blockte den Schlag ab und traf ihn am Kiefer.„Ihr beide! "Genug!" schrie ich.Keiner von ihnen schenkte mir Beachtung.Adrian packte Varkos am Hemd und trieb ihn rückwärts. Varkos prallte gegen die Wand, doch bevor Adrian erneut zuschlagen konnte, umfasste Varkos seine Schultern und schleuderte ihn weg.„Bitte, hört auf!“„Du glaubst, du kannst in mein Haus kommen und deine Hände an mich legen?“ Adrian wischte sich mit dem Handrücken über den Mundwinkel. „Wer h
GinnieDie Blood-Moon-Pack-Villa ragte hoch über uns auf, hohe Mauern umschlossen das Anwesen, bewacht von großen Lykaner-Soldaten in schwarzen Uniformen. Alles an diesem Ort schrie nach Macht.Aber nicht der guten Art…Ich schluckte schwer und umklammerte Lilys winzige Hand, während wir weiter ins
Ginnie„Mummy…“Die Stimme war kaum mehr als ein Hauch, der hinter mir erklang. Ich ließ den Stapel zerrissener Zeitungen von meinem Schoß fallen und stolperte in den anderen Raum, mein Herz hämmerte wie ein gefangenes Tier.„Mein Kopf tut wieder weh“, flüsterte sie.Lily lag zusammengerollt auf de
GinnieEr trat näher ans Bett, sein Blick verließ mein Gesicht keine Sekunde. „Erbärmlich“, sagte er, die Stimme triefend vor Verachtung, während er begann, sich auszuziehen. „Eine schwache Menschenfrau könnte niemals meine Gefährtin sein.“Ich sah zu, wie Verwirrung mich ergriff, mein Atem stockte
GinnieIch stand dort, meine Hände zitterten leicht, als ich mich zu Alpha Varkos umdrehte, der bereits in der VIP-Kammer stand. Der Raum war viel zu still, und ich spürte seinen Blick auf mir.„Du zitterst“, durchbrach seine Stimme die Stille. Tief und ruhig, füllte sie den Raum wie eine schwere P











