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Kapitel 84

Author: Victor ellis
last update publish date: 2026-09-09 00:05:53

Der Preis der Loyalität

Victor Laurent saß in seinem großen Ledersessel, die Last der Misserfolge des Tages lastete schwer auf ihm. Die Firma blutete aus. Investoren zogen sich zurück. Der Familienname war nach dem Hochzeitsdesaster zum Gespött geworden. Und jetzt stand dieses Mädchen, Lia, in einem dünnen Nachthemd vor ihm, das fast nichts der Fantasie überließ. Ihr Körper war voll zur Schau gestellt, der Stoff schmiegte sich an ihre Kurven, ihre Nippel waren durch das Material sichtbar. Sie
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  • DIE BRAUT, DIE ER NIE WOLLTE   Kapitel 181

    Unter dem RegenNathan schwieg ein paar Sekunden, nachdem ich ihm gesagt hatte, dass wir alles, was er besprechen wollte, am Telefon klären könnten. Dann sprach er. „Serena, es tut mir leid.“ Ich antwortete nicht. „Ich weiß, dass ich mich bereits entschuldigt habe, aber ich brauche, dass du mich diesmal richtig hörst. Was ich getan habe, war falsch. Ich bin in dein Zimmer gegangen, während du geschlafen hast, und ich habe eine Grenze überschritten, die du mir genug vertraut hast, um sie zu haben.“ Mein Kiefer spannte sich an. „Ich hätte dich nicht anfassen dürfen. Ich hätte nicht dort sein dürfen. Es gibt keine Entschuldigung dafür.“ Ich starrte auf die Papiere auf meinem Schreibtisch. Nathan fuhr fort. „Ich werde weder Eifersucht noch Verwirrung als Ausrede benutzen. Ich habe diese Entscheidung getroffen, und ich muss sie akzeptieren.“ Ich blieb still. „Ich verstehe, wenn du nicht mehr mit mir sprechen willst“, sagte er. „Ich verstehe, wenn du mir nie wieder genau

  • DIE BRAUT, DIE ER NIE WOLLTE   Kapitel 180

    Der Anruf, den ich nicht wollteIch behielt den Mann im hinteren Teil des Raumes noch eine weitere Sekunde im Auge. Etwas an seinem Ausdruck störte mich, aber ich würde mein Meeting nicht in ein Verhör verwandeln. Nicht heute. Ich beugte mich zu Emma und flüsterte: „Besorg mir später seine Daten.“ Sie folgte meinem Blick und nickte. „In Ordnung.“ Ich wandte mich wieder an die Mitarbeiter. „Das war’s fürs Erste. Geht zurück an die Arbeit.“ Der Raum wurde langsam wieder lebendig. Die Leute begannen zu reden, während sie gingen, aber ich blieb stehen, bis die meisten verschwunden waren. Emma kam zu mir. „Du hast das gut gemacht.“ „Warum denkst du, dass ich es nicht könnte?“ „Du sahst müde aus.“ „Ich bin müde.“ Sie lächelte sanft. „Dann geh und sei eine Weile einfach Mutter.“ Ich lachte leise. „Das klingt besser, als CEO zu sein.“ Wir gingen zurück in mein Büro. In dem Moment, in dem ich die Tür öffnete, rannte Lila auf mich zu. „Mommy!“ Ich beugte mich hin

  • DIE BRAUT, DIE ER NIE WOLLTE   Kapitel 179

    Eine zweite ChanceIch ging zurück in das Zimmer des Wächters, nachdem Adrian gegangen war. Er war wach, aber seine Augen wirkten müde. „Du hast mich zurückgerufen“, sagte ich. Er nickte langsam. „Ja.“ „Der Arzt hat dir gesagt, du sollst ruhen.“ „Ich weiß. Ich brauche nur ein paar Minuten.“ Ich zog den Stuhl näher. „Was ist es?“ Er sah mich einen Moment an, bevor er sprach. „Gib Adrian eine zweite Chance.“ Ich erstarrte. „Was?“ „Ich sage dir nicht, dass du ihm heute verzeihen sollst. Ich sage nur, dass du darüber nachdenken solltest, ihm eine weitere Chance zu geben.“ Ich starrte ihn an. „Du warst derjenige, der mich gewarnt hat, mich nicht in ihn zu verlieben.“ „Ich weiß.“ „Du hast gesagt, ich würde es bereuen.“ „Ich erinnere mich immer noch daran, das gesagt zu haben.“ „Warum änderst du dann deine Meinung?“ Er holte langsam Luft. „Weil ich heute etwas in ihm gesehen habe, das ich vor Jahren nicht gesehen habe.“ „Was hast du gesehen?“ „Reue.“ Ich bli

  • DIE BRAUT, DIE ER NIE WOLLTE   Kapitel 178

    Die EntschuldigungSerena ging vom Krankenzimmer weg, ohne zurückzublicken. Adrian blieb erneut im Flur zurück. Er sah zu, wie sie um die Ecke verschwand, und blickte dann durch das Glasfenster in der Tür des Wächters. Der Mann lag still da, die Augen geschlossen. Adrians Gedanken waren woanders. In dem Moment, in dem er dieses Gesicht gesehen hatte, hatte er sich erinnert. Das Laurent-Anwesen. Die Nacht, in der Serena entkommen war. Das Tor. Der Wächter, der dort gestanden hatte. Die Wut, die die Kontrolle über ihn übernommen hatte. Adrian schloss die Augen. Er erinnerte sich daran, wie er den Mann nach draußen gezerrt und den anderen Wächtern befohlen hatte, ihn zu schlagen. Er erinnerte sich daran, wie der Mann um eine weitere Chance gebeten hatte. Er erinnerte sich, dass es ihm egal gewesen war. Damals hatte Adrian nur an Serena denken können. Jetzt, Jahre später, drehte sich ihm der Magen um bei dieser Erinnerung. Er drückte die Tür auf. Der Wächter öffnete die Augen. Al

  • DIE BRAUT, DIE ER NIE WOLLTE   Kapitel 177

    Die WarnungDer Arzt stürzte mit Adrian hinter sich in den Raum. „Was ist passiert?“, fragte der Arzt. „Er hat plötzlich angefangen zu husten“, sagte ich. Der Arzt ging zum Wächter. Er überprüfte seine Atmung, sah sich die Wunde an und stellte ihm ein paar Fragen. „Tut es weh, wenn du atmest?“ Der Wächter nickte. Der Arzt bereitete eine Spritze vor. „Das sollte ihm helfen, sich zu entspannen und die Beschwerden zu lindern.“ Nachdem er ihm die Spritze gegeben hatte, richtete der Arzt das Kissen hinter seinem Kopf zurecht. „Du musst dich hinlegen und ruhen. Du hast viel Kraft verloren.“ Der Wächter versuchte zu protestieren, aber der Arzt hielt ihn auf. „Jetzt nicht reden.“ Er sah mich an. „Lass ihn ruhen. Du kannst später wiederkommen.“ Ich nickte. Adrian öffnete dem Arzt die Tür. Ich folgte ihnen, aber bevor ich gehen konnte, spürte ich, wie sich Finger um meine Hand schlossen. Ich drehte mich um. Der Wächter hielt mich fest. „Serena.“ Ich sah ihn an. „Ich bin

  • DIE BRAUT, DIE ER NIE WOLLTE   Kapitel 176

    Die Wahrheit hinter der KugelMein Herz begann zu hämmern. Nach allem, was passiert war, war der Wächter endlich wach. Und er will mir den Grund sagen, warum er die Kugel für mich abgefangen hat. Ich hielt immer noch das Telefon in der Hand, als ich Adrian ansah. „Der Wächter ist wach“, sagte ich. Adrians Ausdruck veränderte sich. „Der Wächter?“ Ich nickte. „Der Arzt sagte, er hat das Bewusstsein wiedererlangt. Er verlangt nach mir.“ Einen Moment lang sprach keiner von uns. Nach allem, was im Lagerhaus geschehen war, hatte ich nie erwartet, diese Stimme wieder zu hören. Ich hatte zugesehen, wie er eine Kugel abfing, die für mich bestimmt war. Davor hatte er mich mit so viel Wut angesehen, dass ich jedes Wort geglaubt hatte, das er sagte. Und jetzt verlangte er nach mir. „Ich muss gehen“, sagte ich. Adrian nahm seine Jacke. „Ich komme mit.“ Ich sah ihn an. „Du musst nicht.“ „Ich weiß.“ Seine Stimme war fest. „Ich komme trotzdem.“ Wir verließen den Konferenzraum, ohn

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