MasukSie war dem Namen nach seine Frau, zu Lebzeiten sein Schatten, und seine Erinnerung war zu spät, um sie zu retten. Isabelle Rousseau liebte jahrelang Étienne Beaumont, den Mann, der ein Imperium aufbaute, während sie ihre Zwillingstöchter allein großzog. Er jagte dem Erfolg hinterher. Sie jagte seinem Herzen hinterher. Und als sie ihn dabei ertappte, wie er ihren Jahrestag mit einer anderen Frau feierte, zerbrach nichts in ihr, es hörte auf zu schlagen. Sie geht. Sie nimmt ihren Namen wieder an. Sie baut ihre Welt neu auf. Doch Geheimnisse kommen ans Licht. Die Zwillinge sind nicht seine. Eine Verschwörung bedroht alles. Und eine tödliche Diagnose lässt die Zeit gegen sie beide kämpfen. Kann der Mann, der einst ihr Herz gebrochen hat, es heilen? Oder kommt die Liebe zu spät, um noch etwas zu bewirken? Manche Liebesgeschichten enden mit „Ja, ich will.“ Manche enden mit „Ich vergebe dir.“ Aber die seltensten enden mit „Ich entscheide mich, wieder zu leben.“
Lihat lebih banyakDer Montag danachDer Montagmorgen begrüßte uns mit einer klaren, hellen Kälte, die Paris wie ein Gemälde erscheinen ließ.Isabella stand vor ihrem Badezimmerspiegel und steckte sich mit geübter Präzision die Haare zurück. Sie hatte sich für einen taillierten, dunkelblauen Blazer über einer weißen Bluse entschieden – schlicht, aber elegant, ein Outfit, das Kompetenz ausstrahlte, ohne aufdringlich zu wirken.Das brauchte sie heute.Nach Samstagabend, nach den Fotos, nach dem Getuschel und der Aufmerksamkeit wusste sie, dass der Gang zu Beaumont Industries anders sein würde.Sie ahnte nur nicht, wie anders.Das Beaumont-Gebäude erhob sich wie ein Monument alten Geldes und neuen Ehrgeizes in den Himmel. Isabella und Marc kamen kurz vor neun Uhr an, wie üblich, und meldeten sich an der Rezeption an.Sobald sie den Aufzug betraten, spürte Isabella es.Die Blicke, die ihr folgten.Zwei junge Analysten standen in der Ecke; ihr Gespräch verstummte, sobald Isabella eintrat. Sie warfen ihr eine
Die NachwirkungenDie Fahrt zurück zur Rue des Rosiers verlief still.Marc fuhr, die Hände ruhig am Lenkrad. Isabella saß auf dem Beifahrersitz und starrte aus dem Fenster, ihre Gedanken meilenweit entfernt.Sie konnte es noch spüren.Étiennes Hand an ihrer Taille. Wie er sie näher an sich gezogen hatte. Sein Atem an ihrem Ohr.„Du siehst wunderschön aus.“Ihre Brust schnürte sich zusammen.Sie presste die Handfläche gegen die Scheibe, das Glas kühl unter ihrer Haut, gab ihr Halt.„Alles in Ordnung?“, fragte Marc leise.Isabella nickte, ohne ihn anzusehen. „Nur müde.“Marc hakte nicht nach.Als sie vor ihrem Haus hielten, begleitete er sie wie immer zur Tür.„Du warst heute Abend unglaublich“, sagte er.Isabella brachte ein schwaches Lächeln zustande. „Danke, dass du mitgekommen bist.“„Immer.“ Sie sah ihm nach, wie er wegfuhr, und stieg dann die Treppe zu ihrer Wohnung hinauf. Ihre Absätze klackten leise auf dem abgenutzten Holzboden.Drinnen herrschte bedrückende Stille.Sie streif
Isabella stand im Türrahmen, Marc neben ihr.Sie trug ein bordeauxrotes Kleid, das wie flüssige Seide umfloss und bei jedem Atemzug das Licht einfing. Das Kleid war schlicht, elegant und perfekt geschnitten, ohne protzig zu wirken. Ihr Haar war zu einer eleganten Hochsteckfrisur frisiert, ein paar sanfte Locken umspielten ihr Gesicht und verliehen ihren Zügen eine weichere Note, ohne die stille Stärke ihrer Augen zu schmälern.Sie trug nur dezenten Schmuck: Diamantohrstecker, die bei jeder Bewegung im Licht funkelten, und ein zartes Armband.Aber mehr brauchte sie nicht.Ihre Anwesenheit genügte.Sofort begann das Geflüster, das wie von einem Stein aufgewühltes Wasser durch den Raum hallte.„Wer ist das?“„Ich habe sie noch nie gesehen.“„Sie ist mit Marc Laurent zusammen.“„Sie ist umwerfend.“„Ist sie jemand Wichtiges?“Isabella hörte sie nicht. Sie musterte den Raum, nahm die Kronleuchter, die Blumen, die schiere Größe des Raumes in sich auf, ihr Gesichtsausdruck ruhig und undurchs
Das Moretti-EventDie Einladung erreichte Isabella am Dienstagmorgen, eingebettet zwischen Quartalsberichten und Projektvorschlägen auf ihrem Schreibtisch bei Sentinel.Zuerst hätte sie sie beinahe übersehen. Der cremefarbene, schwere Kartonumschlag strahlte schon vor dem Öffnen Wohlstand und Exklusivität aus. Ihr Name prangte in eleganter Kalligrafie auf der Vorderseite, jeder Buchstabe mit geübter Präzision geneigt.Isabella stellte ihren Kaffee ab und nahm den Umschlag in die Hand, ihre Finger fuhren über die erhabene Schrift.Die Einladung selbst war schlicht, aber exquisit. Geprägte Goldbuchstaben auf elfenbeinfarbenem Papier.„Die Familie Moretti lädt Sie herzlich zu ihrer jährlichen Feier der Unternehmensführung ein.“Diesen Samstag. Zwei Tage vor der Konferenz der Tech-Gründer.Doch es war die handgeschriebene Notiz im Umschlag, die Isabella innehalten ließ. „Ms. Rousseau, es wäre mir eine Ehre, Sie hier begrüßen zu dürfen. Ich würde mich sehr freuen, Sie dort zu sehen. – Ant












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