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Kapitel 3

Author: Dagny
Ich schoss hoch wie ein kleiner Junge, der beim Mistbauen erwischt worden war, und sprang hastig auf.

„E-Emma, wie kommst du denn hierher?“

Auch Lena hatte ein schlechtes Gewissen und fuhr schnell vom Sofa hoch.

Ihr hübsches Gesicht war rot wie ein Apfel.

„Emma, bitte denk nicht falsch. Zwischen Dennis und mir ist wirklich nichts. Mir war nur ein bisschen eng auf der Brust und ich war kurzatmig, da wollte ich, dass er mich ein bisschen massiert, mehr nicht“, erklärte Lena mit hörbar schlechtem Gewissen.

Emma lachte. „Ich habe doch gar nicht gesagt, dass bei euch was läuft. Warum bist du denn so nervös?“

„Oder habt ihr zwei hinter meinem Rücken doch irgendeinen Mist angestellt?“

Lena und ich schüttelten gleichzeitig den Kopf.

Innerlich war ich jedoch zu Tode erschrocken.

Ich hatte Emmas beste Freundin tatsächlich auf unangemessene Weise berührt. Wenn Emma das wüsste, würde sie mich bestimmt hochkant aus der Wohnung werfen.

Völlig unruhig log Lena, sie hätte noch etwas zu erledigen, und verschwand in aller Eile.

Ich sah, wie Emma ihr hinterherstarrte und wie versteinert wirkte.

Nach einer Weile schaute sie zu mir herüber. „Dennis, was hältst du von meiner besten Freundin?“

„Hä?“ Dass sie mich so plötzlich fragte, machte mich nur noch nervöser.

Ich stotterte. „Lena ist schon attraktiv. Sie sieht gut aus, hat eine tolle Figur und ist vom Charakter her sehr angenehm.“

„Und wenn ich jetzt sage, du sollst sie verführen, wärst du dazu bereit?“

Ihre Worte hauten mich ziemlich um.

Ich geriet total in Panik und wusste überhaupt nicht mehr, was ich sagen sollte.

Vor allem hatte ich Angst, dass Emma gesehen hatte, wie ich mir an ihrer Freundin zu schaffen gemacht habe, und mich jetzt absichtlich testete.

Genau in dem Moment, in dem ich vor Nervosität fast durchdrehte, nahm sie plötzlich meine Hand, klopfte zweimal auf meinen Handrücken und sagte leise:

„Entspann dich, sag einfach ehrlich, was Sache ist.“

„Emma, mach es mir nicht so schwer. Lena ist doch deine beste Freundin. Wie soll ich mich da an sie rantrauen?“

„Du traust dich nicht, ja? Und warum bist du dann unten so erregt?“ Emma starrte offen auf meinen Schritt.

Ich zog mich sofort zusammen und wäre am liebsten im Boden versunken.

„Na, die Größe ist wirklich nicht zu unterschätzen.“

Keine Ahnung, ob ich mir das nur einbildete, aber ich hatte das Gefühl, dass sich ihr Blick auf meinen Schritt verändert hatte.

Dann redete Emma weiter. „Ich meine das ernst. Wenn du mit meiner Freundin schläfst, tust du damit deinem Bruder Karl einen Gefallen.“

Ich verstand nur Bahnhof. Was hatte es denn mit Karl zu tun, wenn ich mit Lena schlief?

Emma drückte mich wieder aufs Sofa und erklärte.

„Karls Firma arbeitet mit Lenas Mann zusammen. Lenas Mann hat seit Längerem eine Affäre und hat Karl gebeten, jemanden zu finden, der mit seiner Frau schläft. Dann können die beiden schneller die Scheidung durchziehen.“

„Hast du es jetzt kapiert?“

Ich nickte mehrmals heftig.

Verstanden hatte ich es schon, aber begreifen konnte ich es trotzdem nicht. Lena war so eine hübsche Frau. Wie konnte ihr Mann trotzdem fremdgehen?

Während ich mir darüber den Kopf zerbrach, kniff Emma mir plötzlich in den Oberschenkel.

„Na, woran denkst du?“

Ich zuckte vor Schmerz zusammen, stieß ein „Au“ hervor und schüttelte schnell den Kopf. „Nichts.“

„Erinnerst du dich noch an das, was ich dir heute Morgen gesagt habe? Ein Mann sollte wissen, wo er seine Lust auslebt.

„Lenas Mann hat seit über einem halben Jahr keinen Sex mehr mit ihr. Du musst nur ein bisschen geschickt sein, dann kriegst du sie ins Bett.“

„Du hattest doch noch nie Sex mit einer Frau, oder? Diesmal ist deine Chance.“

Ich wurde knallrot im Gesicht, und unten wurde es noch unangenehmer.

Dass ausgerechnet Emma mir solche Sachen sagte, machte mich gleichzeitig schamrot und todverlegen.

Wäre es jemand anders gewesen, hätte ich es vielleicht noch halbwegs ausgehalten.

Emma sah, dass ich wie festgenagelt dasaß und mich nicht rührte, und setzte sich plötzlich direkt neben mich.

Sofort stieg mir ein Duft in die Nase.

So nah hatte ich noch nie mit ihr zusammengesessen, ich spürte richtig die Wärme von ihrem Körper.

Mein Herz fing an zu rasen, und mir rutschte das Herz in die Hose.

„Hast du ein bisschen Angst? Fühlst du dich unsicher?“, fragte Emma vorsichtig.

Ich nickte wie verrückt.

Ich hatte nicht nur Angst, ich hatte eine Heidenangst.

Ich hatte noch nicht mal eine richtige Freundin gehabt, und jetzt sollte ich eine verheiratete Frau verführen. Wie sollte ich da keine Angst haben?

Emma nahm wieder meine Hand, und ihre Stimme wurde ungewohnt sanft. „Hab keine Angst. Das ist nur eine einsame, verheiratete Frau. Geh einfach selbstbewusst auf sie zu.“

„Ich sag dir: Bei so einer einsamen Frau ist das Effektivste, dass du ihre Lust anheizt.“

„Sobald ihre Lust einmal geweckt ist, gibt’s kein Halten mehr.“

„Und dann musst du fast nichts mehr tun – der Rest ergibt sich von selbst.“

„Verstanden?“

Ich nickte geistesabwesend, mein Kopf war längst woanders.

In meinem Kopf liefen die Szenen von heute Morgen immer und immer wieder ab.

Sogar wenn ich Emma ansah, stellte ich mir unwillkürlich vor, wie verführerisch ihre Brüste wohl sein mussten.

Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet, aber Emma merkte genau, wohin ich schaute.

„Bin ich dir zu groß?“, fragte sie plötzlich.

Mir rutschte das Herz in die Hose, mein Mund war staubtrocken, und wie ferngesteuert kam es mir über die Lippen. „Groß.“

„Willst du anfassen?“

Mir schoss das Blut erst recht in den Kopf, meinem Schädel brummte.

Aber ich traute mich nicht, dieses eine Wort zu sagen.

Emma beugte sich plötzlich zu mir, ihre Brust drückte sich gegen mich.

Ich kam mir vor wie versteinert, mein Kopf war komplett leer.

„Wenn du es willst, dann steh dazu. Was ist daran peinlich, das auszusprechen? Das ist ein ganz normaler, sehr ursprünglicher Trieb. Und manchmal muss man so etwas einfach rauslassen.“

Ich konnte mich wirklich nicht mehr zusammenreißen, und biss die Zähne zusammen und platzte heraus. „Will ich. Und zwar verdammt sehr.“

„Hahaha, genauso ist es richtig. Was du im Kopf hast, solltest du auch zulassen, dann hast du vor nichts mehr Angst.“

„Aber alles, was du tust, gilt nur für Lena. An mir probierst du das nicht, klar?“

In mir sackte auf einmal alles ab.

Ich hatte schon gedacht, Emma wollte etwas mit mir anfangen.

Dabei wollte sie mir nur beibringen, wie ich mich endlich mal locker mache.

Vielleicht war es so sogar besser. Wenn zwischen Emma und mir wirklich etwas laufen würde, wie sollte ich dann noch Karl in die Augen sehen?

Ich hielt es echt keine Sekunde mehr aus, log, ich hätte Bauchschmerzen, und rannte ins Bad.

Schon als ich vorhin Lena massiert hatte, war mir elend vor Erregung gewesen, und nach Emmas kleiner Aktion eben spannte meine Hose so sehr, dass sie kaum noch etwas verbarg.

Obwohl Emma mich heute Morgen noch ermahnt hatte, dass ein bisschen Selbstbefriedigung in Ordnung, zu viel aber ungesund sei, konnte ich mich in diesem Moment wirklich nicht mehr beherrschen.

Damit hatte ich nicht gerechnet. Am Handtuchhalter hing auch noch ein Slip.

Ich musste nicht lange nachdenken, der gehörte ganz sicher Emma.

In mir tobte ein riesiger Konflikt, ich wusste nicht, ob ich den Slip nehmen sollte oder nicht.

Ich schloss die Augen, um mich zu beruhigen, doch sofort drängten sich wieder die Bilder von heute Morgen in meinen Kopf.

In mir schrie eine Stimme die ganze Zeit. Es sei doch nur Fantasie, es passiere ja nichts wirklich. Und so eine Gelegenheit würde vielleicht nie wiederkommen, wenn ich sie jetzt vorbeiziehen ließe.

Unter diesem dämonischen inneren Geschrei konnte ich mich am Ende nicht mehr bremsen und nahm den Slip doch vom Halter.
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