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Kapitel 3

last update Zuletzt aktualisiert: 12.01.2026 22:32:40

Kapitel 3

Doch dann fiel ihr Blick wieder zum Fenster.

Das Wort war verschwunden.

Still. Leer. Als wäre nichts gewesen.

Mila zwang sich, die Luft tief durch die Nase einzuatmen. Für einen Moment gelang es ihr fast, die Panik wegzuschieben.

Sie griff nach ihrem Handy. Der Akku war leer. Eben hatte er noch 60 % gehabt. Sie schwor es.

„Okay… ich schlafe einfach weiter“, flüsterte sie. „Morgen denke ich klarer. Das ist nur… Stress. Nur Stress.“

Sie legte sich wieder hin, zog die Decke bis ans Kinn und schloss die Augen.

Und sofort war da wieder dieses Gefühl.

Dieses Kribbeln unter der Haut.

Diese Schwere im Raum.

Ein Atemzug, nicht ihr eigener.

Ganz nah an ihrem Ohr.

Eine tiefe, flüsternde Stimme:

„Runde eins… beginnt bei Tageslicht.“

Mila riss die Augen auf – doch ihr Zimmer war wieder still. Stockstill.

Nur das leise Ticken ihres Weckers.

03:13 Uhr.

Sie lag wach bis der Morgen graute.

Und der Tag, der kommen würde, würde der letzte normale ihres Lebens sein.

Die Sonne kroch gerade erst über den Horizont, als Mila die Augen wieder öffnete. Sie hatte nicht eine Minute geschlafen, doch der Morgen zwang sie aufzustehen.

Ihr Körper fühlte sich schwer an, als wäre sie die ganze Nacht gerannt. Oder gefallen.

Der Raum wirkte jetzt normal.

Kein Hauch am Fenster.

Kein Flüstern im Dunkeln.

Nur das schwache Licht, das über ihren Schreibtisch glitt, über ihre Poster, über die zerknüllte Bettdecke.

Aber etwas war anders.

Das merkte sie erst, als sie aufstand: Ihr Wecker zeigte 06:02 Uhr, aber er tickte nicht mehr.

Sekundenzeiger: still.

Ganz genau so eingefroren wie die Welt, die sie im Traum gesehen hatte.

Sie schob den Gedanken weg, zog sich an, ging in die Küche. Ihre Mutter stand am Herd, redete über irgendwas mit Bäcker-Rechnungen und ob die Nachbarn wieder ihren Müll falsch sortierten. Ganz normale Morgengespräche. Mila hörte kaum zu.

Ihre Gedanken hingen noch immer in der Nacht.

Sie nahm einen Bissen von ihrem Brot – trocken, schmeckte nach nichts.

Dann vibrierte ihr Handy.

Unbekannte Nummer.

Sie erstarrte.

Um diese Uhrzeit?

Wer sollte sie da anschreiben?

Eine einzige Nachricht erschien:

„Tag beginnt. Runde eins läuft.“

Mila ließ fast das Handy fallen.

Sie sah sich im Raum um.

Ihre Mutter sprach weiter, als wäre nichts. Als könnten nur Milas Augen die Worte sehen, nur Milas Haut die Kälte spüren, die sich wieder in ihr ausbreitete.

Sie antwortete nicht.

Stattdessen steckte sie das Handy ein, nahm ihre Schultasche und ging.

Draußen fühlte sich die Luft kühl und frisch an. Fast beruhigend.

Die Straßen waren lebendig – Autos, Schritte, Stimmen. Ganz anders als die eingefrorene Welt im Traum.

Vielleicht bilde ich mir alles nur ein, sagte sie sich.

Vielleicht ist es wirklich nur Stress.

Doch dann bemerkte sie es.

Auf dem Weg zur Schule, zwischen den Häusern, stand ein Mann.

Still.

Reglos.

Er trug einen langen Mantel, das Gesicht im Schatten einer Kapuze.

Und obwohl er weit entfernt war, wusste sie – spürte sie – dass sein Blick direkt auf ihr lag.

Sie wollte weitergehen. Einfach die Straße entlang, so tun, als wäre alles normal.

Doch als sie den Blick abwandte, vibrierte ihr Handy erneut.

Ohne es herauszunehmen, wusste sie, was jetzt dort stehen würde.

Sie wusste es mit einer Sicherheit, die ihr den Atem nahm.

„Nicht wegsehen. Runde eins hat Regeln.“

Mila blieb stehen.

Das Blut rauschte in ihren Ohren.

Und langsam, ganz langsam, hob sie den Kopf wieder zu dem Mann, der sie beobachtete.

Er stand näher. Viel näher.

Und sie hatte ihn sich nicht bewegen hören.

Mila zwang sich, nicht zurückzuweichen.

Der Mann stand jetzt am Ende der Straße, keine zwanzig Meter entfernt. Der Mantel wehte leicht im Morgenwind, doch sein Körper bewegte sich kein Stück. Kein Schritt. Kein Atem.

Sein Kopf war leicht zur Seite geneigt, als würde er ihr zuhören. Oder sie mustern.

Mila spürte, wie ihr Herzschlag schneller wurde. Ihre Schultasche drückte schwer auf ihre Schulter, als wäre plötzlich alles zu viel. Doch sie durfte nicht weglaufen – das hatte die Nachricht gesagt. Regeln.

Regeln, die sie nicht kannte.

Regeln, die sie nicht gebeten hatte zu spielen.

Die Tür hinter ihr ging auf.

Frau Jansen von nebenan trat heraus, joggingschuhe an, Kopfhörer im Ohr. Sie winkte Mila zu, lächelnd, als wäre alles normal.

„Morgen, Mila! Alles gut bei dir?“

Mila nickte. Ein falsches, hartes Nicken.

Und als sie wieder zur Straße blickte – war der Mann verschwunden.

Ein kalter Schauer lief ihr den Rücken hinunter.

Sie ging weiter, schneller als zuvor. Ihre Schritte hallten auf dem Bürgersteig, vermischten sich mit dem Lärm der Stadt. Busse, Autos, Stimmen — alles ganz normal. Trotzdem sah sie in jedem Schaufenster, in jeder Fensterscheibe, ob sich irgendwo ein Schatten bewegte.

Doch nichts.

Erst als sie das Schulgelände betrat, ließ sie langsam die Schultern sinken. Der vertraute Lärm, die Schülergruppen, das Klirren der Fahrräder, das Geschrei der Achtklässler — das alles wirkte wie ein Schutzschild.

Sie atmete auf.

Vielleicht war es wirklich nur ein Traum, der in den Morgen hineinragte. Ein Albtraum, der ihren Kopf durcheinandergebracht hatte.

„Mila!“

Sie drehte sich um und sah Lina, ihre beste Freundin. Schwarzer Hoodie, zerzauste Haare, Kaffeebecher in der Hand — wie immer.

„Alter, du siehst aus, als wärst du von einem Bus überfahren worden“, sagte Lina grinsend.

Mila versuchte zu lächeln. „Hab schlecht geschlafen.“

„Schlecht geschlafen? Du siehst aus, als hättest du GAR nicht geschlafen.“

Sie wollte etwas erwidern, da vibrierte ihr Handy.

Ein kurzer, scharfer Stoß in ihrer Tasche.

Sie erstarrte.

Lina bemerkte es. „Alles okay?“

Mila nickte, obwohl ihr schon übel wurde.

Sie zog das Handy heraus.

Eine neue Nachricht. Wieder die unbekannte Nummer.

Sie öffnete sie.

Nur ein einziger Satz stand dort:

„Gut gemacht. Runde eins: bestanden.“

Mila spürte, wie ihr die Knie nachgaben.

Und dann darunter, in einer neuen Zeile, ein zweiter Satz:

„Nächste Runde beginnt… in deinem

Mila stand im Eingang des Schulgebäudes, das Handy noch in der Hand, die Nachricht brannte wie ein Brandzeichen in ihrem Kopf.

Im Klassenraum.

Nicht irgendwann. Nicht später. Jetzt.

Lina quatschte weiter über irgendeine Mathehausaufgabe, doch ihre Stimme klang wie durch Wasser. Gedämpft. Fern. Mila hörte nur einzelne Wortfetzen, die sich nicht zu einem Sinn zusammensetzten.

Sie ging den Flur hinunter.

Ihre Schritte klangen zu laut, jeder Schlag ihres Herzens pochte in ihren Ohren. Schüler waren überall, lachten, stritten, drängten sich aneinander vorbei. Niemand merkte, wie blass Mila war. Niemand sah, wie ihre Hände zitterten.

Sie wusste nicht, worauf sie zuging. Aber sie wusste: Sie musste es tun.

Wegrennen war keine Option. Nicht mehr.

Vor der Tür der 9a blieb sie stehen.

Sie hörte den üblichen Lärm: Stühlescharren, Stimmen, irgendeiner warf gerade einen Stift durch den Raum. Alles klang normal. Zu normal.

Lina rempelte sie sanft an. „Worauf wartest du? Wir kommen zu spät.“

Mila umklammerte die Türklinke.

Die Metallfläche fühlte sich eiskalt an, als hätte sie die ganze Nacht draußen gelegen.

Sie drückte sie herunter.

Der Raum war hell, alle Schüler saßen auf ihren Plätzen. Herr Kautz, ihr Klassenlehrer, stand vorne und kritzelte irgendwas an die Tafel.

Niemand drehte sich um.

Niemand sah sie an.

Niemand wirkte anders.

Nur eines war seltsam:

Auf ihrem Platz lag ein Zettel.

Ein sauber gefaltetes, weißes Blatt.

Genau in der Mitte ihres Tisches, als hätte es jemand mit Absicht dort platziert.

Mila ging langsam darauf zu. Ihre Beine fühlten sich wie Fremdkörper an. Sie setzte sich.

Lina neben ihr öffnete ihr Buch, ohne den Zettel zu bemerken.

Mila legte die Hand darauf.

Papier. Dünn. Leicht.

Und warm — viel zu warm für ein Blatt, das einfach nur herumgelegen hatte.

Sie schlug es auf.

Innen stand nur ein Wort, geschrieben in einer scharfen, unruhigen Handschrift:

WAHRHEIT

Ihr Herz setzte aus.

Dann vibrierte ihr Handy wieder.

Sie nahm es nicht heraus. Sie wusste, was darin stand.

Was immer das Spiel war, Wahrheit oder Pflicht, die erste Entscheidung war gefallen. Für sie.

Herr Kautz klopfte mit der Kreide gegen die Tafel. „Handys weg jetzt, Mila“, sagte er ohne hinzusehen.

Doch sie hörte ihn kaum.

Denn als sie den Blick hob, sah sie etwas:

Ganz hinten im Klassenzimmer, auf dem leeren Stuhl am Fenster, saß jemand.

Still.

Reglos.

Verhüllt in einem dunklen Mantel.

Kein Schüler.

Niemand aus der Schule.

Und niemand außer Mila schien ihn zu bemerken.

Der Mann aus der Straße.

Der Mann aus dem Traum.

Der Mann aus der Nachricht.

Er hob langsam die Hand.

Zeigefinger vor Lippen.

Schweigen.

Mila schluckte.

Ihre Kehle brannte.

Sie wusste, was jetzt kommen würde.

Der Mann neigte den Kopf — genau wie im Traum — und formte lautlos ein einziges Wort:

„Frage.“

Mila spürte, wie der Boden unter ihren Füßen zu schwanken schien.

Der Mann am Fenster beugte sich ein Stück vor, als würde er nur ihr näherkommen und dem Rest der Welt fernbleiben. Keine der Schüler blickte auch nur in seine Richtung.

Es war, als wäre er nur für sie materialisiert.

Dann hörte sie eine Stimme.

Nicht laut, nicht durch den Raum — sondern direkt in ihrem Kopf, wie ein Gedanke, der nicht von ihr stammte:

„Die erste Wahrheit.“

Ihr Magen zog sich zusammen. Sie schluckte hart, starrte auf das Blatt vor sich. Wahrheit. Sie wusste, dass sie es nicht ignorieren konnte.

Herr Kautz drehte sich um, sah über die Klasse. „So. Holt bitte eure Mappen raus. Heute beginnen wir mit dem neuen Themenbereich über…“

Der Rest ging in einem dumpfen Rauschen unter.

Mila hob langsam den Blick.

Der Mann am Fenster hob einen Finger.

Er zeigte auf sie.

Dann auf das Mädchen vor ihr — Jana.

Jana, die seit Wochen tuschelte, die über jeden lästerte, die Mila erst gestern ignoriert hatte, als Mila um einen Platzwechsel gebeten hatte.

Der Mann tippte in die Luft.

Einmal.

Zweimal.

Zwei Worte erschienen in ihrem Kopf, eiskalt:

„Sag es.“

Mila schüttelte kaum merklich den Kopf. Was soll ich sagen? Doch die Antwort kam sofort:

„Die Wahrheit über sie.“

Jana kicherte mit zwei anderen Mädchen, völlig ahnungslos, völlig normal.

Doch der Mann war nun aufgestanden.

Er stand neben Jana.

Seine Hand schwebte über ihrer Schulter, ohne sie zu berühren, aber nah genug, damit Mila sah, dass sein Schatten sich wie Rauch bewegte. Kein anderer reagierte.

Mila fühlte, wie die Luft im Raum dünner wurde.

Als würde sie in einem Vakuum sitzen.

Als würde der Raum darauf warten, dass sie den Mund öffnete.

Der Mann beugte sich zu Jana herunter, als würde er ihr etwas ins Ohr flüstern — doch Jana reagierte nicht.

Dann sah er wieder zu Mila.

Hebte die Hand.

Und schrieb mit einem unsichtbaren Finger in die Luft:

„JETZT“

Mila schnappte nach Luft.

Ihre Finger verkrampften sich um den Zettel.

Und plötzlich — ohne Kontrolle, ohne nachzudenken — öffnete sich ihr Mund:

„Jana… hör mal.“

Die Klasse verstummte nicht. Niemand reagierte.

Doch Jana drehte sich zu ihr.

„Hm? Was willst du jetzt wieder?“

Mila spürte, wie ein Wort in ihrem Hals brannte.

Eines, das nicht freiwillig kam.

„Ich… weiß, was du deiner Mutter verheimlichst.“

Janas Gesicht verlor sofort jede Farbe.

Ihre Augen weiteten sich.

Ihre Lippen formten ein stummes Was?

Der Mann am Fenster verschwand.

Einfach so.

Keine Bewegung.

Kein Schatten.

Weg.

Doch seine Stimme blieb in Milas Gedanken, kalt wie Stahl:

„Runde zwei läuft.“ Janas Blick bohrte sich in Mila, als hätte sie gerade ein Geheimnis geöffnet, das niemand hätte berühren dürfen.

Die Geräusche im Klassenzimmer verblassten. Gespräche, Stühlerücken, sogar Herr Kautz’ Stimme — alles verlor an Schärfe, als würde die Welt einen halben Schritt zurücktreten und Mila in einen engeren, dunkleren Raum schieben.

„W… was meinst du damit?“ Jana flüsterte es. Nicht trotzig, nicht spöttisch — sondern mit echter Angst.

Mila wusste es nicht.

Sie wusste nichts.

Die Worte waren ihr einfach entglitten, aus ihrem Mund gezwungen worden, ohne dass ihr Gehirn sie geformt hatte. Und doch fühlte sie eine Gewissheit, als wäre hinter ihrem Brustkorb jemand, der die Wahrheit kannte.

„Ich…“

Sie wollte sagen: Ich weiß es selbst nicht.

Doch der Satz kam nicht heraus.

Stattdessen hörte sie die Stimme.

Nicht im Raum.

Sondern wieder tief in ihrem Kopf.

„Sprich zu Ende.“

Die Luft um sie herum flackerte für einen Moment.

Zumindest fühlte es sich so an.

Ein Nervenzucken der Realität.

Mila rang mit den Worten.

Und dann sagte sie, leise, aber klar:

„…ich weiß, dass du den Brief versteckt hast.“

Jana erstarrte. Ihre Finger verkrampften sich am Tischrand.

Ein Schatten glitt über ihr Gesicht, nicht übernatürlich — sondern menschlich.

Reue.

Angst.

Wut.

Alles gleichzeitig.

„Du lügst,“ stieß sie hervor. Aber ihre Stimme war zittrig.

Lina legte eine Hand auf Milas Arm. „Was soll das? Was für ein Brief?“

Doch Mila zuckte zusammen, als wäre Linas Berührung eine Fehlzündung an einem Nerv.

Sie hatte keine Antwort. Keine Erklärung.

Der Mann war weg.

Doch sein Druck auf ihrem Geist blieb.

Jana stand plötzlich auf, der Stuhl kratzte über den Boden.

„Woher weißt du das?!“ fauchte sie und ihre Stimme brach in der Mitte. Ein paar Schüler drehten sich nun doch um.

Herr Kautz seufzte genervt. „Mädels, reicht’s? Wir fangen jetzt mit dem Unterricht—“

„NEIN!“ Jana schrie es fast. Ihre Stimme überschlug sich.

Sie zeigte mit zitternden Fingern auf Mila.

„Das kann sie nicht wissen! Keiner kann das wissen!“

Die Klasse verstummte endlich.

Stille breitete sich aus wie Öl.

Alle sahen zu ihnen.

Herr Kautz runzelte die Stirn. „Wovon redet ihr da?“

Jana sank langsam auf ihren Stuhl zurück, doch ihre Augen blieben auf Mila fixiert.

Wut und Panik — und ein Hauch von etwas, das Mila beinahe Mitleid nannte.

Doch bevor jemand etwas sagen konnte, vibrierte Milas Handy erneut.

Ganz leise.

Nur ein kurzes Summen.

Sie wagte nicht, es herauszunehmen.

Doch sie musste.

Sie konnte nicht anders.

Als sie auf den Bildschirm sah, verklumpte ihre Kehle.

Neue Nachricht:

„Sehr gut. Du hast die Wahrheit aktiviert.“

Dann — eine zweite. Sofort danach:

„Nächste Aufgabe folgt in der Pause.“

Mila ließ das Handy sinken.

Pause.

Draußen.

Mit hunderten Schülern.

Und sie wusste es mit schmerzhafter Gewissheit:

Die nächste Runde würde schlimmer werden.

Größer.

Und diesmal würde sie nicht nur Worte kosten.

Diesmal würde jemand bluten.

„Wahrheit.“

Ihr Herz schlug bis in die Fingerspitzen.

Die Antwort erschien wortlos. Einfach da.

„Wovor hattest du im Traum am meisten Angst?“

Tränen stiegen ihr in die Augen. Sie schloss sie fest, zitternd. Die Bilder kamen zurück: Timos Spiegelbild, verzerrt, die Hände, die aus dem Nichts griffen, der Flur aus endlosen Spiegeln, der Flüsterer im Rücken, sein Atem an ihrem Ohr.

Ihre Finger schrieben:

„Vor ihm.“

Ein Punkt.

Dann:

„Gut.“

Es blieb einen Moment still. Dann vibrierte das Handy erneut.

„Pflicht: Dreh dich um.“

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